Abflug, Zwischenstopp in Singapore, Ankunft in Auckland, Orientation & erstes Wochenende in der Hostfamily

Vor knapp einer Woche bin ich in Frankfurt ins Flugzeug gestiegen und seitdem ist einfach schon soo viel passiert… aber auf Anfang  ;-).

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Abflug Frankfurt

Der Abschied von meiner Familie letzten Montag war mega schwer, denn einerseits blickt man einem Jahr voller neuer Eindrücke, Erfahrungen… entgegen, doch gleichzeitig muss man so viel Altgewohntes zurücklassen. Zudem habe ich auf diesen Tag fast drei Jahre lang gewartet und konnte kaum realisieren, dass es nun wirklich losging. Da ich erst abends um zehn geflogen bin, war ich mittags noch ein letztes Mal mit meiner Familie Essen. Wieder zuhause habe ich dann noch die letzten Dinge eingepackt, bevor es schon fast Zeit war loszufahren. Das Abschiedsnehmen von meinem Zuhause ist mir wirklich schon schwer gefallen, doch als ich am Flughafen mein Gepäck abgegeben habe wurde es immer schlimmer. In solchen Minuten habe ich auch echt angezweifelt, ob dass alles die richtige Entscheidung ist.

Mit tränenüberströmten Gesicht bin ich dann zum Gate aufgebrochen, doch schon beim ein Check-In hatte ich totales Glück und das Flughafenpersonal hat mich erfolgreich mit Witzen und Storys über Neuseeland abgelenkt. Auch wenn ich mich ein wenig verloren gefühlt habe, saß ich schließlich gegen zwanzig vor zehn auf meinem Platz im Flugzeug. Volltreffer! Denn beide Sitze neben mir blieben leer und so konnte ich mich nachts fast hinlegen, auch wenn es natürlich ebenfalls cool gewesen wäre, schon dort mit ein paar Leuten zu quatschen. Nachdem es gegen halb zwölf Abendessen gab, kehrte im Flugzeug langsam Ruhe ein. Auch ich versuchte ein wenig zu schlafen, doch ich war einfach zu aufgeregt und noch vom Abschied bewegt.

Zum Frühstück bekam ich dann in der Frühe gebratene Nudeln serviert, was mir leider auf den Magen schlug. Meine, mittlerweile wieder, gute Laune ließ ich mir dadurch jedoch nicht verderben und erkundete nach meinem 12h-Flug und einer kurzen Pause zum Frischmachen den Flughafen in Singapore. Schmetterlingsgarten, Koi-Teiche, kostenlose Fußmassagen, Social-Tree und vieles weitere besuchte ich in den insgesamt 3 Terminals.

Mein Fazit: Der Flughafen in Singapore ist echt sehenswert, auch wenn ich irgendwann ziemlich platt war, weil ich die ganze Zeit mein komplettes Handgepäck mit mir rumschleppte.

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Gegen 21 Uhr abends ging es dann weiter Richtung Auckland. Diesmal hatte ich zwar weniger Platz, aber dafür hatte ich zwei nette neuseeländische Frauen neben mir, die gerade von ihrer Europareise zurückkehrten. Zudem konnte ich in der zweiten Nacht bis auf die Turbulenzen besser schlafen. Insgesamt vergingen beide Flüge schneller als gedacht und ich landete gegen elf (leider bei schlechtem Wetter) in Auckland.

Angekommen bekam ich direkt mal die freundliche Art der Neuseeländer zu spüren, denn

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Flughafen Auckland

am Flughafen wurde ich von einem fremden Mann angequatscht, der wohl hinter mir saß und von meinen Plänen mitbekommen hatte. Er hieß mich in „seinem“ Land willkommen, erkundigte sich, was ich so vor hatte und wünschte mir einen tollen Aufenthalt.
Ein wenig angespannt schaute ich den strengen neuseeländischen Einreisekontrollen entgegen, doch auch hier wurde ich überrascht. Es wurde nur kurz mein Visum kontrolliert, eine Frau ging mit mir meine blaue Karte durch (hier muss man angeben, was man auf der Einreise alles einführt), ich musste meine Wanderschuhe kurz zeigen und mein Gepäck wurde nochmals durchleuchtet.

Im Anschluss bin ich mit dem Shuttle zum Hotel gefahren. Leider hatten mir die zwei Tage Flugzeugessen so den Magen verdorben, dass ich an diesem Tag nur noch ein wenig Knäckebrot und einen Apfel aß und auch am nächsten Tag auf das Frühstück verzichtete. Ansonsten bin ich mittwochs noch ein wenig spazieren gegangen, habe schon eine andere Teilnehmerin von den Orientation-Days kennengelernt und chillte noch ein wenig in meinem Zimmer, bevor ich gegen acht todmüde eingeschlafen bin.

Am nächsten Morgen startete die Orientation bereits um kurz nach neun. Wir waren sieben Mädels, davon fünf Deutsche :-). Auch wenn es anstrengend war trotz des Jetlags soviel auf Englisch erzählt zu bekommen, konnte ich einiges mitnehmen und nette andere Au Pairs kennenlernen. Nachdem wir fertig waren, bezogen wir jeweils zu zweit ein neues Hotelzimmer. Mit meiner Zimmernachbarin verstand ich mich von Anfang an gut, wodurch der freie Abend wie im Flug verging.
Der zweite Tag der Orientation war dagegen eher langweilig, wir übten uns in Erster-Hilfe am Kind (wobei hier viel Wert auf die Praxis gelegt wurde, was teilweise ein wenig übertrieben war) und ein Fahrlehrer erzählte uns etwas über das Autofahren in Neuseeland. Gegen nachmittag stieg die Aufregung bei uns allen immer mehr, weil der Augenblick des Kennanlernens mit den Familys immer näher rückte.

Ich wurde von Kathleen, dem momentanen Au Pair der Martins abgeholt und fiel ihr erstmal total in die Arme, so dass die Betreuerin uns fragte, ob wir uns schon kennen würden :-D. Auf der Autofahrt nahm die Aufregung dann immer mehr zu und ich konnte es kaum erwarten endlich anzukommen. Zuhause lernte ich dann die beiden Kinder, die Eltern, die Oma und den kleinen verrückten Hund kennen. Beide Kinder waren anfangs sehr schüchtern, aber mit dem Kleinen habe ich noch am selben Abend angefangen zu spielen und vor dem Schlafen schon eine Umarmung von ihm bekommen :-). Die Größere hingegen ist bis jetzt immer noch sehr zurückhaltend und hat mit mir bis jetzt leider nur wenig geredet. Abends habe ich dann noch mit den Eltern und Kathleen gequatscht. Bevor ich ziemlich müde in mein Bett gefallen bin, jedoch war mir noch kein Schlaf gegönnt… Die Eltern hatten sich überlegt, dass ich die ersten Nächte im Zimmer des großen Sohns des Vaters schlafen kann, der kaum noch da ist. Er hat sein Zimmer außerhalb des Hauses in einem Art Gartenhaus, was jedoch mit Boden ausgelegt und eingerichtet ist. Nachdem Kathleen abgereist ist, kann ich mich dann zwischen ihrem Zimmer und meinem jetzigen entscheiden. Doch in dieser Nacht gewitterte es sehr stark und regnete aus irgendeinem Grund rein, weshalb ich letztendlich dann doch im jetzigen Au Pair-Zimmer schlief.

Am nächsten Morgen war ich erst ein wenig zuhause bei meiner Gastfamilie und gab ihnen unter anderem meine Gastgeschenke, bevor ich mit Kathleen Richtung Auckland aufbrach. Sie zeigte mir schon ein wenig die Umgebung, wir fuhren eine Runde durch Auckland und hielten auf dem Rückweg noch am Sylviapark, einer großen Shopping-Mall. Leider ließ das Wetter ein wenig zu wünschen übrig. Nachmittags spielte ich dann noch ein bisschen mit dem Kleinen und quatschte viel mit Kathleen. Nach dem gemeinsamen Abendessen mit der Family fuhren wir beide auch nochmal mit dem Zug nach Auckland und gingen gemeinsam was trinken.

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Blick über Auckland vom Mount Eden aus

Auch heute unternahm ich wieder viel mit ihr. Erst waren wir mit einer neuseeländischen Freundin zum Brunchen verabredet, was wirklich sehr lecker war, danach fuhren wir zum Mount Eden von dem man einen sehr guten Blick auf die riesige Stadt hat und im Anschluss zeigte sie mir noch den Hafen sowie einiges andere. Wieder daheim fand ich dann endlich mal Zeit meinen Koffer sowie meinen Rucksack auszupacken und damit beginnt man langsam auch zu realisieren, dass man hier echt länger und nicht nur für ein paar Wochen bleibt.

An meinem ersten Wochenende in Auckland habe ich echt schon einiges erlebt und freue mich auch die nächsten Wochen und Monate. Ab morgen beginnt dann der Alltag!

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