Rainforests, Piha Beach & Devenport

Heute schaffe ich es endlich mal für euch wieder einen Blogeintrag zu schreiben, nachdem meine Kids Anfang der Woche krank und es deswegen ziemlich anstrengend war… .
Mittlerweile kehrt unter der Woche der Alltag ein und zudem war ich letzte Woche ziemlich erkältet, sodass unter der Woche nicht so viel spannendes passiert ist :D.
Kyla war letzte Woche total verrückt aufs Basteln (hat auch ganz gut gepasst, da das Wetter nicht so besonders war) so wurden endlich meine mitgebrachten Bügelperlen ausprobiert. Nicht nur sie, sondern auch Cooper liebt sie (bei ihm landen sie aber eher auf dem Boden und dem Tisch anstatt auf der Vorlage) und so entstanden im Laufe der Tage etliche Herzen und Sterne, da sie den Kreis zu langweilig findet. Ganz stolz hat sie auch eins für ihre Lehrerin und ihre besten Freundinnen gemacht. Ansonsten haben wir noch zwei Masken, die in einem ihrer Malbücher als Vorlagen waren gebastelt. Ich versuche mich nachmittags oftmals ein wenig mehr auf Kyla zu konzentrieren, da sie ja den restlichen Tag in der Schule ist und meistens funktioniert dies auch ziemlich gut, weil Cooper nicht wählerisch in dem ist was er machen will.
Mit Cooper war ich währenddessen trotz meiner Erkältung jeden Morgen unterwegs (Kinderprogramm im Shoppingcenter, Spielplatz am Strand, Trampolin) und natürlich wurde auch wieder gebacken, diesmal gab es Mamormuffins. Lecker!
Dienstags war ich abends trotz meiner Erkältung (die übrigen Abende habe ich hauptsächlich geschafft im Bett verbracht) noch bei der monatlichen Coffeegroup von Dream Au Pair. Eines der Au Pairs, die ich beim indischen Dinner kennengelernt hatte, hat mich freundlicherweise mitgenommen und es war ein echt schöner Abend. Wir waren knapp zehn Au Pairs und hatten im Büro von Dream Au Pair viel Spaß zusammen, wobei es hier auch immer die Möglichkeit gibt Probleme, die es in der Familie gibt anzusprechen.
Nun aber zu meinem Wochenende was wirklich sehr schön war ! Schon am Freitag trank ich morgens wieder einen Kaffee beim Starbucks mit Julia & Juliana und konnte mittags noch den Sonnenuntergang am Strand genießen, weil die Oma wiederkam.

Am nächsten Morgen traf ich mich an einer Bahnstation in meiner Nähe wieder mit Julia und wir fuhren gemeinsam mit ihrem Auto weiter Richtung Westauckland zu den Rainforests. Nach einem kurzen Stopp im Artaki Visitor Center entschieden wir uns für einen Spaziergang durch den Regenwald entlang eines Flusses, eines Wasserfalls sowie einer Staumauer. Dadurch hatten wir die Möglichkeit einen guten Einblick in die Natur dort zu bekommen und waren trotzdem nicht zu lange unterwegs. Auch wenn leider aufgrund des schlechten Wetters der letzten Tage nicht alle Wege geöffnet hatten, fanden wir es sehr schön. An der Staumauer, wo der eigentliche Weg endete, sind wir dann noch eine Art kleinen ausgeschilderten Trampelpfad weitergegangen. Hier saßen in den Bäumen überall Vögel, es gab andere Bäume…, jedoch waren wir erstmal irritiert als wir uns zu Beginn die Schuhe desinfizieren mussten.


Nachdem wir wieder zurück am Auto waren, wollten wir eigentlich noch zu einem anderen Wasserfall, doch der Blick auf den wunderschönen Piha-Beach änderte unsere Meinung ganz schnell :D. So verbrachten wir den restlichen Mittag am Strand, werden aber auf alle Fälle nochmal zum Baden/Surfen und auch um den anderen Wasserfall zu sehen wiederkommen.

Als mich Julia abends nach einem leckeren Eis beim Megges nach Hause gebracht hat, war ich ziemlich platt und froh als ich in mein Bett fallen konnte.

Meinen Sonntag hatte ich auch verplant, aber zumindest konnte ich morgens erstmal ausschlafen (auch wenn das nicht immer leicht ist mit zwei kleinen Kindern im Haus, die ab sieben die Bude rocken). Außerdem konnte ich auf dem Weg zur Bahnstation auch nochmal mit meiner Hostmum Auto fahren. Sie machte mir zwar anfangs ein wenig Angst, weil sie meinte ich könne ruhig fahren, aber wir müssten durch einen der größten Kreisel Aucklands, aber es hat dann doch alles gut geklappt.
In Auckland traf ich mich dann mit Vicki, einer Freundin aus Deutschland, die ich aber schon seit einigen Monaten nicht mehr gesehen hatte. Es war echt cool, aber anfangs zugleich ein wenig seltsam, sie nun hier am anderen Ende der Welt wiederzutreffen J. Sie arbeitet hier auch als Au Pair und so werden wir in der nächsten Zeit wahrscheinlich wieder mehr Kontakt haben. Gemeinsam fuhren wir mit der Fähre rüber nach Devenport und genossen vom Mount Victoria die tolle Sicht auf Auckland, bevor es auch hier nochmal an den ebenfalls schönen Strand ging. Ausnahmsweise hatten wir mit dem Wetter diesmal totales Glück und hatten bis auf ein paar Minuten zwischendurch nur Sonnenschein. Gegen Abend gings dann wieder zurück mit der Fähre und wir liefen noch ein wenig die Queensstreet entlang, wo wir noch eine Kleinigkeit aßen, bevor wir uns beide auf den Heimweg machten. Aber wir werden uns bestimmt ganz bald wiedersehen!

 

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erste Zahnlücke, indisches Dinner mit Dream Au Pair & Strandnachmittag in St. Heliers

Diese Arbeitswoche begann durch meinen Wochenendtrip erst am Dienstag und war deswegen besonders kurz :-).

Am Dienstagmorgen machten mein Kleiner und ich uns zum ersten Mal auf den Weg in eine andere Playgroup nahe des Schwimmbades. Meine Hostmum hatte mir erzählt, dass dort auch jeweils Dienstag, Mittwoch und Freitag eine andere Playgroup sei, die an jedem Wochentag immer unterschiedliches Programm hätte. Da mein Kleiner total gerne singt und Musik hört, wollte ich mir dienstags einmal das „Mainly-Music“-Programm anschauen. Das ganze wird von einer Mutter organisiert und ist echt schön gemacht. Den Höhepunkt des Morgens gab es dann aber beim anschließenden Morning-Tea, denn plötzlich begann eine der Mütter mit ihren Kindern deutsch zu reden und es stellte sich heraus, dass sie Deutsche ist und auch noch in der selben Straße wie ich wohnt. Im Anschluss ging ich mit ihm noch ein wenig auf den Spielplatz, da es für seinen Nap einfach noch zu früh und das Wetter relativ gut war.
Als ich die Große von der Schule abholte, fragte sie mich direkt ob wir nicht vielleicht mit den Rollern rausgehen könnten und so machten wir uns nach einem kurzen Stopp daheim auf Richtung Greenslide-Park. Die Kids hatten ihren Spaß und ich ich genoß es, dass sich mal einen ganzen Mittag lang keiner für iPad, iPod etc. interessierte. Während ich im Anschluss kochte, bekam ich mein erstes Bild von meiner großen gemalt. Total süß!

Mittwochs gingen wir morgens Entenfüttern, weil das Wetter immer noch ganz gut war. Der Kleine fand es toll und so setzten wir uns im Anschluss noch ein wenig auf die Bank und beobachteten einfach nur die Enten, Möwen und anderen Vögel :-). Bevor es auch an diesem Tag nochmal zum Spielplatz ging.
Mittags schlug das Wetter leider um, aber ich hatte meiner Großen versprochen nach der Schule im Park picknicken zu gehen und so zogen wir trotz grauer Wolken mit Buggy, Ball und Afternoon-Tea los. Es gefiel ihnen so gut, dass sie mich direkt fragten, wann wir wieder picknicken gehen könnten. Das Highlight des Tages geschah dann beim Ballspielen auf der Wiese: meine Große hatte schon seit einigen Tagen einen Wackelzahn und wartete sehnsüchtig darauf, dass dieser endlich ausfiel und nun war es endlich soweit! Natürlich musste ich meinen Hostparents direkt ein Bild schicken und der Zahn wurde sicher in einer der mitgebrachten Dosen verstaut. Leider fing es dann kurz darauf auch an zu regnen und nachdem wir uns beim ersten Schauer untergestellt hatten, begann es auf dem Nachhauseweg schon wieder zu regnen und bis daheim waren wir leider platschnass :-(.
Abends war ich noch mit einem anderen amerikanischen Au Pair namens Olivea auf dem Night Market in Botany verabredet. Sie war nicht nur total nett, sondern auch das Essen war richtig lecker und vor allem für neuseeländische Verhältnisse (hier ist alles so teuer) richtig günstig.

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unsere Rasseln

Am Donnerstag war dann leider durchgängig schlechtes Wetter und mein Kleiner wollte nicht in die Playgroup, daher machten wir uns zuhause einen schönen Tag. Erst backten wir Cookies (die sogar meiner Großen schmeckten, worauf ich total stolz war)

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die leckeren Cookies

und im Anschluss wurden noch Rasseln aus Klopapierrollen, Reis und Backpapier gebacken.
Mittags spielten wir dann zu dritt ein wenig mit den Monstertrucks und den Rampen, die sie in den Tagen zuvor mit ihrem Vater aus alten Kartons gebastelt hatten.

Freitags hatte ich morgens ja wieder frei, da beide in Schule und Creche waren, und so ging ich erstmal eine Runde schwimmen, bevor ich es mir daheim noch nen paar Minuten gemütlich machte :-). Leider war der Kleine nach der Creche so überdreht, dass er nur schwierig einschief und ich ihn nach 20 min wieder wecken musste und er zuerst einmal dementsprechend schlecht drauf war. Weil die Oma für diesen Nachmittag abgesagt hatte, probierten wir erstmal die neuen Bügelperlen aus (was meine Große echt toll machte) und brachen dann zum McDonald’s auf (Fr ist bei denen Take-Away-Day und in den meisten Fällen fährt die Oma mit ihnen auf dem Heimweg beim Megges vorbei). Nach einer Runde toben gab es dann etwas zu essen, bevor uns mein Hostdad nach einer Runde Eis abholte.

Zuhause wartete schon Julia auf mich, da wir ein wenig zu spät waren, wir machten uns bei mir fertig und brachen dann zum Dream-Au-Pair-Dinner in der City auf. Natürlich waren wir wieder ein wenig zu spät, weil wir erstmal den Weg suchen mussten :-D. Aber es waren eine ganze Menge netter Mädchen aus Deutschland, Österreich, Amerika und Holland da. Nach dem wirklich leckeren Essen gingen wir erst noch kurz in ein Irish Pub bevor uns Dream Au Pair freien Eintritt in irgendeinem schickeren Club organisiert hatte. Da die Musik aber dennoch nicht besonders gut war, blieben wir dort nicht lange und die Anderen wollten dann noch einen kurzen Stopp beim Megges einlegen (der letztendlich doch länger dauerte :-D), sodass wir danach nur noch mit ein paar wenigen unterwegs waren und es sich auch nicht wirklich lohnte noch wo anders hinzugehen.
Die anderen drei liefen noch mit uns zur Bushaltestelle, wo wir den letzten Nachtbus um drei nehmen wollten und unser Unglück seinen Anfang nahm. Um sicher zu gehen, dass es auch die richtige Bushaltestelle sei fragten wir den Busfahrer, der grade dort hielt, ob von hier gleich der Bus abfahren würde. Er meinte aber es hätte sich wegen den Baustellen alles geändert und wir müssten zu einer anderen Haltestelle, die etwa 1km entfernt war, also nahmen wir unsere Beine in die Hand und rannten los. Obwohl wir nicht mehr konnten, schafften wir es noch zu der anderen Haltestelle, an der sich dann rausstelle, dass dort der Bus erst 10min später abfuhr uns wir noch maßig Zeit hatten. Doch unsere Pechsträhne war noch nicht vorbei, während wir warteten quatsche uns ein junger Mann an, welchen Nachtbus er nehmen müsse. Wir versuchten ihm zu helfen, doch dies hätten wir lieber nicht getan, denn unser Nachtbus war früher dran und nicht gut beschriftet…, doch das realisierten wir erst als er nach seinem Sekundenstopp weiterfuhr. So standen wir alleine um viertel nach drei in einer fremden Millionenstadt am anderen Ende der Welt. Zum Glück half uns eine total freundliche Spanierin, die uns über Uber ein Taxi bestellte (normale Taxis kann man nämlich hier unten kaum bezahlen) und auch direkt über ihre Kreditkarte bezahlte und wir fielen bei mir um kurz vor vier total aufgedreht wegen der Aufregung und trotzdem todmüde ins Bett. Immerhin wird uns sowas bestimmt nicht nochmal passieren, ab jetzt wissen wir wo der Bus abfährt und werden anstatt anderen zu helfen auf unseren Bus achten!

Am nächsten Morgen schliefen wir dann erstmal aus und frühstückten in Ruhe. Natürlich musste Julia auch unsere leckeren Orangen aus dem Garten probieren (ja ihr habt richtig gehört die wachsen hier direkt hinterm Haus wie auch die Zitronen und sind nicht vergleichbar mit denen aus dem Supermarkt in Deutschland). Danach machten wir uns, weil schönes Wetter gemeldet war, auf zum Strand nach St. Heliers. Aber wie auch sonst fing es als wir ankamen dort erstmal an zu regnen…, aber die schnellen Wetterumschwünge haben auch ihre guten Seiten und so saßen wir 10 Minuten später bei strahlenden Sonnenschein am Strand :-). Der Nachmittag verging beim Strandspaziergang, Picknicken, Sonne tanken und quatschen wie im Flug, aber wir sind uns sicher, dass war auf keinen Fall der letzte Tag an diesem schönen Strand. Wir kommen bald wieder!
Nachdem mich Julia zuhause abgesetzt hatte, ließ ich den Abend beim Dinner mit meiner Hostfamily ruhig ausklingen und chillte  danach noch in meinem Zimmer.

Heute geschah nicht so viel Spannendes zuerst schlief ich wieder aus und frühstückte. Bevor ich mich nochmal in mein Zimmer zurückzog.
Da ich hier unten ja immer noch kein Auto gefahren bin, wollten mein Gastvater und ich, dass heute endlich mal ausprobieren und ich hatte natürlich gleich mal mit den Anfangsfehlern zu kämpfen. Statt dem Blinker schaltete ich fast jedes Mal den Scheibenwischer an, schaute auch mal in die verkehrte Richtung und musste mich generell total konzentrieren. Im Anschluss fuhr auch nochmal mein Hostdad um mir ein paar Besonderheiten auf den Straßen Neuseelands zu zeigen. Doch wir waren hauptsächlich auf kaum befahrenden Straßen unterwegs und bin jetzt echt mal gespannt, ob ich jetzt morgen früh schon das Auto zur Creche nehmen soll (ist zwar nicht weit, aber man muss über sehr viel stärker befahrene Straßen :D). Den restlichen Mittag verbrachte ich mit meiner Hostfamily und den Abend wieder an Handy, Laptop…, weil ich irgendwie ein wenig erkältet bin :-(.

Mein erster Wochenendtrip nach Rotorua

Endlich es war soweit! Letzten Samstag starteten Julia, Anni, die Julia durch ihre Playgroup kennt, und ich zu meinem ersten Roadtrip nach Rotorua.

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„Autobahnen“ in Neuseeland

Morgens fuhr mich mein Hostdad zu Julia, die das Auto glücklicherweise auch immer am Wochenende benutzen darf. Von dort aus ging es dann gegen neun Uhr auf den Motorway und wir waren erstmal von der ganzen weiten Natur rund um Auckland beeindruckt. Teilweise fuhren wir fast 20 Minuten ohne auch nur ein Haus zu sehen. Auch sonst kamen wir auf der ganzen Strecke nur vereinzelt durch größere Dörfer oder Siedlungen. Da man in Neuseeland höchstens 100 km/h fahren darf und bereits das schon auf den meisten Straßen außerhalb von Auckland nicht möglich ist, benötigten wir für die knapp 200 km mehr als 3,5h. Dennoch genossen wir es zum ersten Mal aus Auckland raus zu kommen und etwas mehr von Neuseeland zu sehen. Als wir uns gegen Mittag Rotorua näherten wurden wir direkt von den typischen Dampfwolken aus Tümpeln, Bächen, aber auch Kanaldeckeln begrüßt, der Gestank, für den die Kleinstadt ebenfalls bekannt ist, blieb uns hingegen zuerst einmal erspart.
Wir legten dann einen kurzen Zwischenstopp in unserem Hostel ein, das uns bis auf die Größe unseres Zimmers positiv überraschte, bevor wir Richtung Green Lake und Blue Lake aufbrachen. Auch wenn wir zuerst ein wenig enttäuscht waren, da die Seen doch nicht so farbig waren wie im Internet beschrieben, liefen wir um den Blue Lake, da wir das tolle Wetter genießen wollten und wir nach der langen Autofahrt uns doch mal ein wenig bewegen wollten.

Gegen Abend kehrten wir dann ins Hostel zurück, wo wir uns erstmal ein paar Nudeln kochten, bevor wir den den Abend gemütlich in dem Hotpool des Hostels ausklingen ließen. Der Pool gefiel uns allen so gut, dass wir über drei Stunden darin verbrachten, was nachträglich vielleicht doch nicht das Beste für uns war, sodass wir im Anschluss ziemlich erschöpft in unsere Betten fielen.

Der nächste Tag begann schon relativ früh, weil wir uns vorgenommen hatten pünktlich zum täglichen Ausbruch des Geysirs um 10:15 Uhr im thermalen Wunderland „Wai-O-Tapu“ zu sein. Obwohl der Ausbruch durch eine Ladung Waschpulver verstärkt wird, waren wir bereits vom Geysire begeistert. Im Anschluss schauten wir uns auch noch die übrigen Schwefelseen, Mud Pools, Krater etc. des Parks an, wobei mein absolutes Highlight der neongrüne See am Ausgang des Parks war. Immer wieder hatte man das Gefühl über einen anderen Planeten zu laufen oder zu träumen.

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Im Anschluss fuhren wir Richtung der Hula-Falls (Bild rechts unten) in der Nähe des Lake Taupo. Auch dieser Zwischenstopp hat sich echt gelohnt, auch wenn sie natürlich etwas komplett anderes als der geothermale Park waren. Zum Abschluss genossen wir vom Ufer des Sees (Bild links & rechts oben) die Sicht auf die Berge und es ist echt erstaunlich wie unterschiedlich Neuseeland sein kann.

Obwohl wir uns eigentlich überlegt hatten abends nochmal nach Rotorua reinzulaufen, verfielen wir wieder der Anziehungskraft unseres heißen Pools. Was gibt es schöneres als sich nach einem langen Tag in einen kuschelig warmen Outdoor-Pool zum Quatschen zurückzuziehen? Dieser machte unser Hostel eindeutig zu etwas ganz Besonderem und ich bin mir sicher, falls wir nochmal nach Rotorua fahren sollten, werden wir wieder das Selbe buchen.

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Seilbahn hoch zur Luge

Auch für den dritten Tag hatten wir uns noch einiges an Programm vorgenommen. Vormittags fuhren wir mit den der Seilbahn auf Berg, um die Luges, eine Art Seifenkistenrennen, auszutesten, von denen uns vorher jeder vorgeschwärmt hatte und sie hatten echt nicht untertrieben. Es machte total Spaß mit diesen Gefährten die drei unterschiedlichen Strecken herunter zu düsen, auch wenn wir leider ein wenig unter Zeitdruck standen, weil es leider wegen Queens Birthday total überfüllt war und wir für mittags eine Tour in einem der Maori Dörfer gebucht hatten.

Wir schafften es dann aber doch noch halbwegs pünktlich zur Tanzshow nach „Whakarewarewa“. Es war auf alle Fälle interessant ein paar Traditionen der Ur-Einwohner Neuseelands zu sehen, auch wenn es auf uns Europäer ziemlich befremdlich wirkt. Besonders die Gestik und Mimik bei den Gesängen und Tänzen waren einzigartig und so ließen wir es uns natürlich nicht entgehen im Anschluss an die Show mit den Darstellern ein Foto zu machen. Nachdem wir das Dorf, was bis heute noch von ca 60 Maori bewohnt wird, ein wenig auf eigene Faust erkundeten, nahmen wir noch an einer Führung von einem der Bewohner durch das Dorf teil. Er brachte uns nicht nur die Aussprache des Dorfnamens bei, sondern erzählte uns viel über das Leben und die Wertevorstellungen der Maori, wobei er immer wieder Geschichten aus seinem eigenen Leben einfließen ließ und zeigte uns zum Abschluss die zwei Geysire, welche auch ohne Waschpulver stündlich hochgehen, und direkt neben dem Dorf liegen. Sodass dies ein gelungener Abschluss des Wochenendes war, bevor wir uns auf den Rückweg Richtung Auckland machen mussten.

Mein persönliches Fazit: die Zeit in Rotorua war echt ein gelungener Start in unsere Roadtripserie, die wir bestimmt sehr bald fortsetzten werden, denn nur so kann man möglichst viel von unserem „Zuhause auf Zeit“ sehen und es tut auch echt gut am Wochenende mal rauszukommen, wenn man die ganze Woche auf die Kids aufpasst.

Gastgeschenke

Als kurzer Einschub möchte ich, wie versprochen, noch etwas zu meinen Gastgeschenken schreiben. Auch wenn es thematisch nicht passt, weil eigentlich die Erlebnisse von Rotorua an der Reihe wären… aber ich will endlich wieder aktuell mit meinen Beiträgen werden habe aber jetzt keine Lust mehr wieder einen halben Aufsatz zu schreiben und mich durch die vielen Bilder zu suchen :D.

DSC07764Bei meinen Gastgeschenken war es mir wichtig, dass ich einerseits allen etwas Selbstgemachtes mitbringe und ich zugleich besonders bei den Kindern durch das Geschenk einen ersten Zugang zu ihnen habe :-).
Für den Kleinen hatte ich Stifte für die Badewanne (ich darf ihn täglich baden), ein Wimmelbuch (die mag doch jedes kleine Kind), einen supersüßen Teddy (an dem konnte ich einfach nicht vorbeigehen) und einer selbstgemachten Wimpelkette mit seinem Namen im Gepäck. Besonders über das Buch, anfangs musste ich es mehrfach täglich mit ihm anschauen, und die Stifte, unsere Badewanne war bis meine Hostmum sie richtig sauber gemacht hat kunterbunt, hat er sich total gefreut. Außerdem hat sie die Kette direkt am zweiten Tag über seinem Bett aufgehängt.
Die Große habe ich mit Bügelperlen (meine Hostparents haben mir vorher erzählt, dass sie gerne kreativ ist), eine Kochschürze, Bär-Backförmchen (das Gleiche gilt fürs Backen) und einen Keilrahmen mit süßen, farbenfrohen Eulen überrascht. Da wir in der Schulzeit nicht wirklich viel Zeit zusammen haben, weil sie bis drei in der Schule ist, konnten wir die Geschenke leider noch nicht ausprobieren. Zudem war die Schürze letzte Woche gerade dreckig als wir die Amerikaner verziert haben.
Meinen Hostparents habe ich einen Schal für meine Hostmum, Pralinen & Mozartkugeln für meinen Hostdad und für Beide selbsgemachte Teelichtgläser mitgebracht. Auch darüber haben sie sich gefreut und die Pralinen sind bereits aufgegessen.
Zum Schuss habe ich noch eine Kleinigkeit (Armband und Karte) für Kathleen besorgt. Sie hat es natürlich nicht als Gastgeschenk bekommen, sondern vor ihrer Abreise als Dankeschön für die Mühe vor meiner Anreise, aber auch in unserer gemeinsamen Woche hier unten. Denn so eine tolle Vorgängerin zu haben ist keinesfalls selbstverständlich :-).

Das wars auch schon so weit zu den Geschenken, ich denke man bekommt vom Bild schon mal einen guten ersten Eindruck und ansonsten hab ich ja meist kurz erläutert weshalb ich mich für was entschieden habe ;-).

Die erste Woche alleine mit den Kids

Ich komme leider erst jetzt dazu euch über die vergangene Woche zu berichten, weil ich von Samstag bis Montag mit Julia und Anni, zwei anderen Au Pairs, nach Rotorua fuhr und gestern relativ anstrengend war, da der Kleine keine gute Laune hatte…

Letzten Montag war mein erster Arbeitstag ohne Kathleen und zugleich der erste Tag, an dem ich überall hin laufen musste bzw. mit dem Bus gefahren bin, weil ich hier unten noch kein Auto fahre.
Während es die Woche davor morgens oft relativ entspannt war, musste ich nun besonders drauf achten immer pünktlich los zu gehen. Dies hieß zum Beispiel, dass ich schon bevor ich meine Große zur Schule brachte den Buggy für den Kleinen packte. Hier zuhause war an diesem Morgen auch noch alles gut und wir brachen gegen halb neun zur Schule auf, die glücklicherweise ja direkt nebenan ist. Doch leider hatte ich den Plan ohne meine Große gemacht, die muss von montags bis mittwochs vor der Schule immer noch ein Buch in der Library lesen und hatte an diesem morgen keinerlei Lust dazu. Also trödelte sie total rum und raubte mir den ein oder anderen Nerv, weil ich ja die Uhr im Blick hatte. Mit ein paar Minuten Verspätung trafen wir dann wieder zuhause ein, wo ich mir nur noch den Biggy schnappte, den Kleinen reinsetzte und zügig Richtung Creche lief (immerhin braucht man bis dahin ungefähr 20 Minuten). Wir waren zwar nicht pünktlich um neun da, doch das war kein Problem für seine Betreuerinnen.
Auf dem Nachhauseweg legte ich noch einen kurzen Stopp beim Schwimmbad ein, um mir mal die Öffnungszeiten, Preise,… anzuschauen. Zuhause genoß ich ein wenig die Ruhe und kümmerte mich mal wieder um meinen Blog. Bevor ich um kurz nach eins mich wieder auf den Weg Richtung Creche machte. Der Kleine freute sich  mich wiederzusehen und schlief auf dem Heimweg direkt im Buggy ein. Nach einem kurzen Mittagsschlaf holten wir die Große um drei wieder an der Schule, die wieder sehr viel besser drauf war, ab und vertrieben uns einen Großteil des Nachmittags mit den Dominosteinen. Nachdem ich den Kleinen gebadet hatte, kam mein Gastvater schon ein wenig früher von der Arbeit und übernahm das Kochen. Dennoch war ich relativ fertig von meinen ersten Tag und verbrachte den Großteil des Abends in meinem Bett.

Dienstags wollte ich vormittags mit dem Kleinen ins Pakuranga Plaza zum wöchentlichen Kinderprogramm fahren. Also brachten wir erst die Große zur Schule und machten uns dann mit Buggy, Morning Tea,… direkt auf zur Bushaltestelle. Auch wenn es ein wenig anstrengend war alles in den Bus rein bzw. raus zu heben, hatte der Kleine seinen Spaß. Auch das Kinderprogramm fand er wieder toll, wobei er an diesem Tag ziemlich an mir lang und nur wenig alleine machte. Auf dem Rückweg mussten wir dann leider auch noch im Regen auf den Bus warten… . Nachdem der Kleine ausgeschlafen hatte und die Große wieder daheim war, spielten wir die meiste Zeit mit den Legos der Großen.
Abends hatten Julia, mit ihr teilte ich mir schon auf der Orientation ein Zimmer, und ich uns für das Bowling von Dream Au Pair angemeldet, doch es gab einen Unfall auf den Schienen, sodass sowohl meine als auch ihre Bahnlinie für einige Stunden ausfiel und wir deswegen nicht in die Stadt kamen.

IMG_2245Am nächsten Tag war ich vormittags zuerst einmal zuhause mit dem Kleinen. Ich hatte mir überlegt, dass ich mit ihm gerne Amerikaner backen wollte (wobei ich die Rezeptangaben immer nur schätzen konnte, da ich keine Waage fand :D), was ihm sehr viel Spaß machte. Nachdem ich die Amerikaner aus dem Ofen geholt hatte brachen wir auf zum Spielplatz am Strand und verbrachten dort noch ein wenig Zeit in der Sonne.
Nachdem die Große wieder daheim war verzierten wir die Amerikaner (weil sie vorher drauf bestanden hatte ebenfalls zu helfen), wobei die Große leider an diesem Mittag keine wirkliche Geduld hatte und mir bei den Allermeisten nur der Kleine half. Der Ergebnis konnte sich aber sehen lassen und vor allem der Kleine war total stolz.

Donnerstags war ich dann mit dem Kleinen hier um die Ecke in der Playgroup mit dem Kleinen. Da das Wetter schön war konnten wir den ganzen Vormittag draußen spielen und er hatte wie immer seinen Spaß. Leider sind dort keine anderen Au Pairs, aber so habe ich halt ein wenig mit den anderen Eltern, Großeltern und Nannys gequatscht.
Mittags durfte sich diesmal der Kleine was wünschen und so fiel die Entscheidung auf kneten und ich kann euch sagen so eine große Auswahl an Knetspielzeug hab ich noch nicht gesehen 😀 (das wäre das Paradies für mich als Kind gewesen). Leider meinte meine Große nur sie würde kneten nicht mögen und verschwand mit ihrem iPod. Aber der Kleine und ich probierten alles mal aus, bevor er sein tägliches Bad nahm. Abends schaute ich mit den Eltern ein wenig fernsehen und genoß die Zeit in meinem Zimmer wie eigentlich jeden Abend.

IMG_2253Der letzte Arbeitstag der Woche sollte total entspannt werden, was ich morgens jedoch noch nicht ganz ahnte. Da beide Kids ja freitags morgens aus dem Haus sind hatte ich mich mit Juliana, einem anderen deutschen Au Pair von meiner Orientation, auf einen Kaffee bei Starbucks im Botany Town Center verabredet. Doch da ich ja hier noch kein Auto fahre hatte ich morgens wieder einen strengen Zeitplan. Erst die Große in die Schule, danach pünktlich den Kleinen in die Creche und dann von dort zur Bushaltestelle damit ich zum Shoppingcenter fahren konnte. Natürlich war das Alles mal wieder mit Hektik verbunden, da meine Große ausnahmsweise nicht ihre Schuluniform anziehen musste (auch genannt „Maskyday“ oder so ähnlich…) und sie dann ihre tollen Katzenplüschhausschuhe in die Schule anziehen wollte. Nach einigen Schuhwechseln und einer längeren Diskussion hat sie sich dann aber doch umentschieden :D. Dennoch habe ich es erstaunlicherweise noch zum Bus geschafft und hatte einen schönen Vormittag in Botany mit Juliana. Währenddessen hatte sich meine Hostmum bei mir gemeldet, dass „Nanna“ (die neuseeländische Oma :-)) nachmittags mit den Kids was unternehmen

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Blick auf Auckland von unserem Haus aus

wollte und ich so auch mittags nur kurz arbeiten musste. So konnte ich dann auch zum ersten Mal ins Schwimmbad gehen und dort meine üblichen Bahnen ziehen. Abends hatte ich noch mit meinem Hostdad ein sehr interessantes Gespräch u.a. über die verschiedenen Völker in Neuseeland, Rugby und Rotorua. Stichpunkt Rotorua: natürlich musste ich auch noch die Sachen für unseren ersten Wochenendtrip packen, der am nächsten Morgen startete :-).

Auch wenn die erste Woche nicht ganz einfach war, weil die Kids sich erst umgewöhnen müssen und auch ich erst meine Routine finden muss, haben wir alles gemeinsam gemeistert und ich freue mich auf die nächsten Wochen und Monate, die vor mir liegen.