Die erste Woche alleine mit den Kids

Ich komme leider erst jetzt dazu euch über die vergangene Woche zu berichten, weil ich von Samstag bis Montag mit Julia und Anni, zwei anderen Au Pairs, nach Rotorua fuhr und gestern relativ anstrengend war, da der Kleine keine gute Laune hatte…

Letzten Montag war mein erster Arbeitstag ohne Kathleen und zugleich der erste Tag, an dem ich überall hin laufen musste bzw. mit dem Bus gefahren bin, weil ich hier unten noch kein Auto fahre.
Während es die Woche davor morgens oft relativ entspannt war, musste ich nun besonders drauf achten immer pünktlich los zu gehen. Dies hieß zum Beispiel, dass ich schon bevor ich meine Große zur Schule brachte den Buggy für den Kleinen packte. Hier zuhause war an diesem Morgen auch noch alles gut und wir brachen gegen halb neun zur Schule auf, die glücklicherweise ja direkt nebenan ist. Doch leider hatte ich den Plan ohne meine Große gemacht, die muss von montags bis mittwochs vor der Schule immer noch ein Buch in der Library lesen und hatte an diesem morgen keinerlei Lust dazu. Also trödelte sie total rum und raubte mir den ein oder anderen Nerv, weil ich ja die Uhr im Blick hatte. Mit ein paar Minuten Verspätung trafen wir dann wieder zuhause ein, wo ich mir nur noch den Biggy schnappte, den Kleinen reinsetzte und zügig Richtung Creche lief (immerhin braucht man bis dahin ungefähr 20 Minuten). Wir waren zwar nicht pünktlich um neun da, doch das war kein Problem für seine Betreuerinnen.
Auf dem Nachhauseweg legte ich noch einen kurzen Stopp beim Schwimmbad ein, um mir mal die Öffnungszeiten, Preise,… anzuschauen. Zuhause genoß ich ein wenig die Ruhe und kümmerte mich mal wieder um meinen Blog. Bevor ich um kurz nach eins mich wieder auf den Weg Richtung Creche machte. Der Kleine freute sich  mich wiederzusehen und schlief auf dem Heimweg direkt im Buggy ein. Nach einem kurzen Mittagsschlaf holten wir die Große um drei wieder an der Schule, die wieder sehr viel besser drauf war, ab und vertrieben uns einen Großteil des Nachmittags mit den Dominosteinen. Nachdem ich den Kleinen gebadet hatte, kam mein Gastvater schon ein wenig früher von der Arbeit und übernahm das Kochen. Dennoch war ich relativ fertig von meinen ersten Tag und verbrachte den Großteil des Abends in meinem Bett.

Dienstags wollte ich vormittags mit dem Kleinen ins Pakuranga Plaza zum wöchentlichen Kinderprogramm fahren. Also brachten wir erst die Große zur Schule und machten uns dann mit Buggy, Morning Tea,… direkt auf zur Bushaltestelle. Auch wenn es ein wenig anstrengend war alles in den Bus rein bzw. raus zu heben, hatte der Kleine seinen Spaß. Auch das Kinderprogramm fand er wieder toll, wobei er an diesem Tag ziemlich an mir lang und nur wenig alleine machte. Auf dem Rückweg mussten wir dann leider auch noch im Regen auf den Bus warten… . Nachdem der Kleine ausgeschlafen hatte und die Große wieder daheim war, spielten wir die meiste Zeit mit den Legos der Großen.
Abends hatten Julia, mit ihr teilte ich mir schon auf der Orientation ein Zimmer, und ich uns für das Bowling von Dream Au Pair angemeldet, doch es gab einen Unfall auf den Schienen, sodass sowohl meine als auch ihre Bahnlinie für einige Stunden ausfiel und wir deswegen nicht in die Stadt kamen.

IMG_2245Am nächsten Tag war ich vormittags zuerst einmal zuhause mit dem Kleinen. Ich hatte mir überlegt, dass ich mit ihm gerne Amerikaner backen wollte (wobei ich die Rezeptangaben immer nur schätzen konnte, da ich keine Waage fand :D), was ihm sehr viel Spaß machte. Nachdem ich die Amerikaner aus dem Ofen geholt hatte brachen wir auf zum Spielplatz am Strand und verbrachten dort noch ein wenig Zeit in der Sonne.
Nachdem die Große wieder daheim war verzierten wir die Amerikaner (weil sie vorher drauf bestanden hatte ebenfalls zu helfen), wobei die Große leider an diesem Mittag keine wirkliche Geduld hatte und mir bei den Allermeisten nur der Kleine half. Der Ergebnis konnte sich aber sehen lassen und vor allem der Kleine war total stolz.

Donnerstags war ich dann mit dem Kleinen hier um die Ecke in der Playgroup mit dem Kleinen. Da das Wetter schön war konnten wir den ganzen Vormittag draußen spielen und er hatte wie immer seinen Spaß. Leider sind dort keine anderen Au Pairs, aber so habe ich halt ein wenig mit den anderen Eltern, Großeltern und Nannys gequatscht.
Mittags durfte sich diesmal der Kleine was wünschen und so fiel die Entscheidung auf kneten und ich kann euch sagen so eine große Auswahl an Knetspielzeug hab ich noch nicht gesehen 😀 (das wäre das Paradies für mich als Kind gewesen). Leider meinte meine Große nur sie würde kneten nicht mögen und verschwand mit ihrem iPod. Aber der Kleine und ich probierten alles mal aus, bevor er sein tägliches Bad nahm. Abends schaute ich mit den Eltern ein wenig fernsehen und genoß die Zeit in meinem Zimmer wie eigentlich jeden Abend.

IMG_2253Der letzte Arbeitstag der Woche sollte total entspannt werden, was ich morgens jedoch noch nicht ganz ahnte. Da beide Kids ja freitags morgens aus dem Haus sind hatte ich mich mit Juliana, einem anderen deutschen Au Pair von meiner Orientation, auf einen Kaffee bei Starbucks im Botany Town Center verabredet. Doch da ich ja hier noch kein Auto fahre hatte ich morgens wieder einen strengen Zeitplan. Erst die Große in die Schule, danach pünktlich den Kleinen in die Creche und dann von dort zur Bushaltestelle damit ich zum Shoppingcenter fahren konnte. Natürlich war das Alles mal wieder mit Hektik verbunden, da meine Große ausnahmsweise nicht ihre Schuluniform anziehen musste (auch genannt „Maskyday“ oder so ähnlich…) und sie dann ihre tollen Katzenplüschhausschuhe in die Schule anziehen wollte. Nach einigen Schuhwechseln und einer längeren Diskussion hat sie sich dann aber doch umentschieden :D. Dennoch habe ich es erstaunlicherweise noch zum Bus geschafft und hatte einen schönen Vormittag in Botany mit Juliana. Währenddessen hatte sich meine Hostmum bei mir gemeldet, dass „Nanna“ (die neuseeländische Oma :-)) nachmittags mit den Kids was unternehmen

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Blick auf Auckland von unserem Haus aus

wollte und ich so auch mittags nur kurz arbeiten musste. So konnte ich dann auch zum ersten Mal ins Schwimmbad gehen und dort meine üblichen Bahnen ziehen. Abends hatte ich noch mit meinem Hostdad ein sehr interessantes Gespräch u.a. über die verschiedenen Völker in Neuseeland, Rugby und Rotorua. Stichpunkt Rotorua: natürlich musste ich auch noch die Sachen für unseren ersten Wochenendtrip packen, der am nächsten Morgen startete :-).

Auch wenn die erste Woche nicht ganz einfach war, weil die Kids sich erst umgewöhnen müssen und auch ich erst meine Routine finden muss, haben wir alles gemeinsam gemeistert und ich freue mich auf die nächsten Wochen und Monate, die vor mir liegen.

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