Mein erster Wochenendtrip nach Rotorua

Endlich es war soweit! Letzten Samstag starteten Julia, Anni, die Julia durch ihre Playgroup kennt, und ich zu meinem ersten Roadtrip nach Rotorua.

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„Autobahnen“ in Neuseeland

Morgens fuhr mich mein Hostdad zu Julia, die das Auto glücklicherweise auch immer am Wochenende benutzen darf. Von dort aus ging es dann gegen neun Uhr auf den Motorway und wir waren erstmal von der ganzen weiten Natur rund um Auckland beeindruckt. Teilweise fuhren wir fast 20 Minuten ohne auch nur ein Haus zu sehen. Auch sonst kamen wir auf der ganzen Strecke nur vereinzelt durch größere Dörfer oder Siedlungen. Da man in Neuseeland höchstens 100 km/h fahren darf und bereits das schon auf den meisten Straßen außerhalb von Auckland nicht möglich ist, benötigten wir für die knapp 200 km mehr als 3,5h. Dennoch genossen wir es zum ersten Mal aus Auckland raus zu kommen und etwas mehr von Neuseeland zu sehen. Als wir uns gegen Mittag Rotorua näherten wurden wir direkt von den typischen Dampfwolken aus Tümpeln, Bächen, aber auch Kanaldeckeln begrüßt, der Gestank, für den die Kleinstadt ebenfalls bekannt ist, blieb uns hingegen zuerst einmal erspart.
Wir legten dann einen kurzen Zwischenstopp in unserem Hostel ein, das uns bis auf die Größe unseres Zimmers positiv überraschte, bevor wir Richtung Green Lake und Blue Lake aufbrachen. Auch wenn wir zuerst ein wenig enttäuscht waren, da die Seen doch nicht so farbig waren wie im Internet beschrieben, liefen wir um den Blue Lake, da wir das tolle Wetter genießen wollten und wir nach der langen Autofahrt uns doch mal ein wenig bewegen wollten.

Gegen Abend kehrten wir dann ins Hostel zurück, wo wir uns erstmal ein paar Nudeln kochten, bevor wir den den Abend gemütlich in dem Hotpool des Hostels ausklingen ließen. Der Pool gefiel uns allen so gut, dass wir über drei Stunden darin verbrachten, was nachträglich vielleicht doch nicht das Beste für uns war, sodass wir im Anschluss ziemlich erschöpft in unsere Betten fielen.

Der nächste Tag begann schon relativ früh, weil wir uns vorgenommen hatten pünktlich zum täglichen Ausbruch des Geysirs um 10:15 Uhr im thermalen Wunderland „Wai-O-Tapu“ zu sein. Obwohl der Ausbruch durch eine Ladung Waschpulver verstärkt wird, waren wir bereits vom Geysire begeistert. Im Anschluss schauten wir uns auch noch die übrigen Schwefelseen, Mud Pools, Krater etc. des Parks an, wobei mein absolutes Highlight der neongrüne See am Ausgang des Parks war. Immer wieder hatte man das Gefühl über einen anderen Planeten zu laufen oder zu träumen.

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Im Anschluss fuhren wir Richtung der Hula-Falls (Bild rechts unten) in der Nähe des Lake Taupo. Auch dieser Zwischenstopp hat sich echt gelohnt, auch wenn sie natürlich etwas komplett anderes als der geothermale Park waren. Zum Abschluss genossen wir vom Ufer des Sees (Bild links & rechts oben) die Sicht auf die Berge und es ist echt erstaunlich wie unterschiedlich Neuseeland sein kann.

Obwohl wir uns eigentlich überlegt hatten abends nochmal nach Rotorua reinzulaufen, verfielen wir wieder der Anziehungskraft unseres heißen Pools. Was gibt es schöneres als sich nach einem langen Tag in einen kuschelig warmen Outdoor-Pool zum Quatschen zurückzuziehen? Dieser machte unser Hostel eindeutig zu etwas ganz Besonderem und ich bin mir sicher, falls wir nochmal nach Rotorua fahren sollten, werden wir wieder das Selbe buchen.

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Seilbahn hoch zur Luge

Auch für den dritten Tag hatten wir uns noch einiges an Programm vorgenommen. Vormittags fuhren wir mit den der Seilbahn auf Berg, um die Luges, eine Art Seifenkistenrennen, auszutesten, von denen uns vorher jeder vorgeschwärmt hatte und sie hatten echt nicht untertrieben. Es machte total Spaß mit diesen Gefährten die drei unterschiedlichen Strecken herunter zu düsen, auch wenn wir leider ein wenig unter Zeitdruck standen, weil es leider wegen Queens Birthday total überfüllt war und wir für mittags eine Tour in einem der Maori Dörfer gebucht hatten.

Wir schafften es dann aber doch noch halbwegs pünktlich zur Tanzshow nach „Whakarewarewa“. Es war auf alle Fälle interessant ein paar Traditionen der Ur-Einwohner Neuseelands zu sehen, auch wenn es auf uns Europäer ziemlich befremdlich wirkt. Besonders die Gestik und Mimik bei den Gesängen und Tänzen waren einzigartig und so ließen wir es uns natürlich nicht entgehen im Anschluss an die Show mit den Darstellern ein Foto zu machen. Nachdem wir das Dorf, was bis heute noch von ca 60 Maori bewohnt wird, ein wenig auf eigene Faust erkundeten, nahmen wir noch an einer Führung von einem der Bewohner durch das Dorf teil. Er brachte uns nicht nur die Aussprache des Dorfnamens bei, sondern erzählte uns viel über das Leben und die Wertevorstellungen der Maori, wobei er immer wieder Geschichten aus seinem eigenen Leben einfließen ließ und zeigte uns zum Abschluss die zwei Geysire, welche auch ohne Waschpulver stündlich hochgehen, und direkt neben dem Dorf liegen. Sodass dies ein gelungener Abschluss des Wochenendes war, bevor wir uns auf den Rückweg Richtung Auckland machen mussten.

Mein persönliches Fazit: die Zeit in Rotorua war echt ein gelungener Start in unsere Roadtripserie, die wir bestimmt sehr bald fortsetzten werden, denn nur so kann man möglichst viel von unserem „Zuhause auf Zeit“ sehen und es tut auch echt gut am Wochenende mal rauszukommen, wenn man die ganze Woche auf die Kids aufpasst.

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