Wochenende in Taupo, Nightmarket & Hunua Falls

So mal wieder ein wenig mit Verspätung komme ich dazu einen neuen Blogeintrag zu schreiben… Aber wie beim letzten Mal schon erwähnt hatten die Kids die letzten beiden Wochen Winterferien, was nicht nur schön sondern auch sehr anstrengend war, sodass ich abends oftmals echt platt war oder mal meine Ruhe haben wollte :D.

Ich habe mit Kyla und Cooper echt viel unternommen und war so gut wie jeden Tag unterwegs. Gemeinsam waren wir bei einem Farmtruck (könnte man vielleicht als Bauernhof für Stadtkinder bezeichnen, aber ich war schon etwas enttäuscht), haben einen total coolen Rainbow-Cake & Bananenbärchen gebacken, waren am Strand, auf Spielplätzen, im Schwimmbad, im Museum, im Indoorspielplatz, im Motat (eine Mischung aus Technikmuseum, verschiedenen Stellen zum Experimentieren und Spielmöglichkeiten) und einiges mehr :-).
Besonders cool war, dass die Kids von Julia und mir gleich alt sind und sich echt gut verstanden haben. So haben wir des Öfteren was zusammen unternommen und sowohl die Kids als auch wir hatten unseren Spaß.

Aber natürlich waren wir auch an den Wochenenden wieder unterwegs und haben unsere freie Zeit genossen.
Letzten Wochenende durften ich mit Juliana, Julia und Chiara in die Ferienwohnung der neuen Gastfamilie von Juliana in Taupo fahren. Bereits freitags nach der Arbeit machten wir uns auf den Weg und kamen gegen halb zehn in Taupo an (leider standen wir auf dem Weg aus Auckland raus komplett in der Rushhour L). Nach einem gechillten Abend auf der Couch ging es samstags zuerst nochmal zu den Huka Falls, weil Chiara und Juliana dort noch nicht gewesen waren. Zum Glück schien die Sonne auch wenn es sehr windig war und so schauten wir uns im Anschluss noch die Craters of the Moon an, obwohl die leider nicht so interessant waren. Vielleicht waren wir mit Wai-O-Tapu auch einfach anderes gewohnt, aber hier gab es „nur“ viele dampfende, schlammige Löcher und man fühlte sich ein wenig wie auf einem anderen Planeten.


Spontan hatten wir uns am Vorabend entschlossen für nachmittags eine Segeltour auf dem Lake Taupo zu buchen, auch wenn wir angenommen hatten, dass es eher eine entspannte Bootsfahrt mit Picknick… wird. Doch die Kapitänin begrüßte uns schon damit, dass es bei dem Wind heute ein Abenteuer werden würde und meinte wir sollten unser Gepäck unter Deck verstauen und die dicken Fleece-Ponchos anziehen. Schon bei der Fahrt aus dem Harfen wehte uns ein starker Wind entgegen und nachdem wir eine Weile am Ufer entlanggefahren waren, hissten wir die Segel, womit das Abenteuer begann. Erst schlugen nur ein paar Wellen gegen unser Boot, doch dann lag es immer wieder so in Schieflage, dass wir uns mit unser Füßen gegen die Seile, die als Begrenzung um das Boot gespannt waren, pressen mussten und ich mich noch an die Hände meiner Nachbarinnen klammerte, um nicht im Wasser zu laden. Es machte echt viel Spaß, war zugleich jedoch mega anstrengend. Später fuhren wir dann noch an den Maori Rock Carvings vorbei, die echt sehenswert waren, auch wenn wir erstmal froh waren wieder bei etwas ruhigerer See zu segeln. Auf dem Rückweg gabs für uns alle noch ein heiße Schokolade zum Aufwärmen, bevor wir durchgefroren, aber glücklich zurück in den Hafen kehrten.

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Am Abend schauten wir uns nach einer leckeren Portion Spaghetti Cabonara 😉 noch den Lichtergarten des Winterfestivals in Taupo an. Dies war ebenfalls sehr schön und hatte ein wenig Weihnachtsmarktfeeling (wenn auch leider ohne Glühwein- oder andere Stände :D).


Den Sonntagmorgen starteten wir entspannt mit einem kostenlosen Pancakefrühstücks anlässlich des Winterfestivals. Obwohl wir von der Mischung aus süßen Pancakes mit Sahne, roten Früchten und Bananen und gebackenen Bacon erstmal ein wenig geschockt

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Taupo DeBretts

waren, schmeckte es wenn man es nicht zusammen aß echt gut.
Im Anschluss war es mal wieder Zeit für die Hotpools, wie auch schon in Rotorua gab es hier einige Schwimmbäder, die ihre Pools mithilfe der heißen Quellen beheizen und die dann kuschelige 40 oder 42 Grad warm sind. Wunderschön, da störte auch der leichte Regen von oben nicht wirklich!
Als wir uns am Nachmittag auf den Heimweg machen wollten, erlebten wir leider eine weniger erfreuliche Überraschung. Eines unserer Räder war ziemlich platt und so durften wir mit vier Mädels zum ersten Mal in unserem Leben einen Reifen wechseln. Nachdem die Leute an diversen Tankstellen echt unfreundlich gewesen waren, trafen wir glücklicherweise einen netten Neuseeländer, der uns helfen wollte und schließlich eigentlich den kompletten Reifen für uns wechselte. Nochmal danke an den Unbekannten!
Als alles wieder repariert war, konnten wir endlich Richtung Auckland fahren und wieder ging ein sehr schönes Wochenende langsam vorbei!

Dieses Wochenende ließ ich es dann mal ein wenig ruhiger angehen, unter der Woche den ganzen Tag die Kids bespaßen und am Wochenende reisen wird auf Dauer doch anstrengend.
So traf ich mich gestern mit Chiara sowie Hannah und Kim (zwei Au Pairs, die ich bis dahin noch nicht kannte) im Sylvia Park, einem Shoppingcenter in unserer Nähe, weil das Wetter ziemlich schlecht war, um einfach ein wenig durch die Geschäfte zu bummeln und zu quatschen. Abends waren wir dann noch mit Jasmin auf dem Nightmarket verabredet, den ich einfach liebe, weil es so viel verschiedenes leckeres Essen gibt und man sich kaum entscheiden kann, was man nehmen soll. Diesmal fiel meine Wahl auf eine Portion Nudeln mit Sahne-, Pilz- und Bacon-Soße und zum Nachtisch einen Crepe mit Sahne, Vanilleeis, Erdbeeren und Schokosoße. Nach dem Markt ließ ich den Abend noch entspannt mit Jasmin bei mir ausklingen.
Heute fuhren wir (die gleichen Mädels wie gestern plus eine Freundin von Hannah) dann relativ spontan, da das Wetter doch überraschend gut war, zu den Hunua-Falls. Auch wenn sie durch die großen Regenfälle der letzten Tage echt anders und vor allem viel brauner als im Internet aussahen, waren sie echt cool! Da wir dort nicht allzu viel Zeit verbrachten gings auf dem Rückweg nochmal nach Maraetai an den Strand, wo wir jedoch zuerst mal wieder von einem Regenschauer überrascht wurden (die ständigen Wetterumschwünge sind echt anstrengend). Doch nach einer heißen Schokolade konnten wir dann doch noch den Strand entlang schlendern und kehrten nach einem ruhigen Wochenende nach Hause zurück.

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Black Water Rafting in den Waitomo Caves

Heute haben die Winterferien hier unten begonnen, was für mich zwar zum Einen auch mehr Arbeit bedeutet, weil zwei Kids nun den ganzen Tag bespaßt werden wollen, zum Anderen freue ich mich auch total darauf zwei Wochen täglich etwas mit den Kids unternehmen zu können.
Letzte Woche hatten wir aber auch schon deutlich mehr Programm, da in der letzten Woche des Terms (das neuseeländische Schuljahr wird in 4 Terme aufgeteilt, die immer mit den Ferien enden) sowohl Kyla als auch Cooper Termine hatten. So stand zum Beginn der Woche zum Beispiel die Tanzshow meiner Großen in der Schule auf dem Programm, auf welche sie sich schon so lange gefreut hatte und die sie echt super gemeistert hat. Der Tanz war total süß und ich war total stolz auf sie. Bei Cooper stand noch die End-of-Term-Celebration der Playgroup an, für die extra eine Zauberin gebucht worden war, die neben allerlei Tieren auch einige Zaubertricks im Gepäck hatte. Auch das anschließende gemeinsame Frühstück fiel deutlich größer aus und es gab echt viele leckere Sachen. Aber irgendwie hatten nicht nur meine Kids, sondern auch ich viel in der vergangen Woche vor: so war ich abends noch verabredet und zwei Tage in unterschiedlichen Coffeegroups (einmal in der von Dream Au Pair und das andere Mal in der, die wöchentlich bei mir um die Ecke stattfindet) und so war ich richtig froh und doch fertig, als ich donnerstags mal nichts vorhatte.

Das Wochenende waren wir hingegen auch wieder unterwegs und genossen das einigermaßen schöne Wetter :-). Freitags trafen wir uns zum vorerst letzten Mal zu dritt beim Starbucks, weil Juliana nun bei einer Gastfamilie im nördlichen Teil von Auckland lebt und am Nachmittag ging ich eine Runde schwimmen.
Samstagmorgen startete ich dann wieder mit Julia, Vicki und Chiara, wie bereits das vergangene Wochenende, nach Waitomo zum Black Water Rafting. Wir hatten unsere Tickets bereits am Vorabend gebucht, jedoch wussten wir nicht, dass es so viele verschiedene Unternehmen gibt, welche Touren durch die Höhlen anbieten. So fragten wir erst dreimal bei anderen anderen Anbietern nach, bevor wir schließlich auf einer Farm landeten. Ja, ihr habt richtig gehört, während die anderen teilweise riesig und modern waren, standen wir nun irgendwo im nirgendwo neben Kühen und einem geschlossenen Büro. Der nächste Schock folgte direkt im Anschluss, wir hatten dort noch nicht mal Handyempfang und wir brauchten etliche Versuche um mit dem Telefon, das zum Schutz vor Wind und Wetter in einer Art grünem runden Kasten aufbewahrt wurde. Ein wenig später konnte die Tour dann auch schon beginnen!
Wir waren zum Glück nur wir vier und unsere Betreuerin, was echt vorteilhaft war, weil wir in den paar Stunden schon einiges machen wollten. Zuerst einmal fuhren wir mit einem Van noch weiter auf Feldwegen in die Pampa hinein, bevor wir schließlich bei einigen Baucontainern und einer kleinen Hütte anhielten, um unsere Ausrüstung zu bekommen und uns umzuziehen. Neben Neoprenanzug, Stiefeln und Helm mit Taschenlampe bekam auch jeder von uns noch einen Klettergurt.
Nach einer kurzen Weiterfahrt ging unser Abenteuer dann endlich los! Nach einer kurzen Einweisung seilten wir uns nacheinander 27m in die Höhle ab, was echt schon ein cooler Anfang war. Danach bekam jeder einen Reifen zum Raften, jedoch mussten wir erstmal gegen die Strömung laufen bzw. an den Seiten der Höhle klettern. Schon relativ zu Beginn zeigte uns die Betreuerin immer wieder ziemlich kleine Felslöcher, durch die wir hindurch klettern sollten. Es war zwar manchmal ein wenig Überwindung nötig, weil man nicht glauben konnte, dass man dort durch passt aber es hat echt Spaß gemacht. Weiter ging es dann mit ein wenig Entspannung in einer großen Höhle mit sehr vielen Glühwürmchen (wobei Glowworms hier unten nicht das Selbe sind wie Glühwürmchen in Deutschland!). Es war einfach wunderschön und wir hätten dort ewig verweilen können!

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Zurück zum Ausgangspunkt ließen wir uns mit den Ringen über den Fluss gleiten. Bevor es weiter in die andere Richtung ging, hier war die Strömung schon deutlich heftiger aber es machte uns allen viel Spaß. Auch hier gab es zwischendurch wieder viele Möglichkeiten zum Canyoning. Vicki und ich trauten uns schließlich sogar durch das Loch, bei dem unsere Betreuerin uns erzählt hatte, wer das schafft könnte sich als Trainer bewerben :D. Ich hätte es zwar anfangs fast abgebrochen, weil meine Lampe nicht ganz in Ordnung war und als ich grade mit meinem Oberkörper in der Höhle festhing ausfiel, war aber stolz dann doch weiter gemacht zu haben. Auf dem Rückweg beobachteten wir nochmals an einer anderen Stelle hunderte von Glühwürmchen bevor wir uns auf den Rückweg zum Ausgang der Höhle machten.
Die letzte Etappe während es schon dämmerte, war die 20m hohe Steinwand die wir wieder hochklettern mussten, um zurück zum Van zu kommen. Ziemlich platt ließen wir uns zurück fahren und genossen die warme Dusche, wobei wir alle in der Höhle trotz Winter kaum gefroren hatten. Bevor wir bei einer heißen Tasse Tomatensuppe noch die Bilder des Tages anschauten und uns von der Farm aus wenig später auf den Heimweg machten.

Sonntags war eher weniger spannend, den der vorherige Tag war doch relativ anstrengend gewesen. Nichts desto trotz war ich mit Jasmin verabredet, die wiederum sich mit einigen Leuten, welche sie aber auch noch nicht kannte im Sylviapark traf. Also ging es erst einige Runde durchs Shoppingcenter… bevor wir das Wochenende am späten Nachmittag mit einem Strandspaziergang ausklingen ließen 🙂

Die Tour am Samstag war aber mit Abstand das Beste, was ich bis jetzt hier unten in Neuseeland gemacht habe und auch wenn ich anfangs ein wenig geschockt war würde ich es immer wieder so machen und es auch jedem Anderen der hier runterkommt empfehlen <3.

(der Bericht stammt schon von Montag, aber ich wollte euch die Fotos nicht vorenthalten, daher lade ich ihn leider erst heute Abend noch :-))

 

Klettern, Hobbiton, Blue Spring

Nachdem Cooper und ich die letzten Wochen immer abwechselnd krank waren, sind jetzt wieder alle fit und so komme ich dazu mal wieder einen neuen Blogeintrag zu schreiben :-). Dazu kommt, dass das Wetter bis letzten Freitag fast zwei Wochen durchgängig schlecht war und deswegen nicht so viel Spannendes geschehen ist. Diese Mischung hat mich teilweise auch echt deprimiert, sodass ich nicht so viel Lust hatte zu schreiben, aber jetzt ist alles wieder gut.

Vorletztes Wochenende wollten wir eigentlich von freitags bis sonntags wegfahren, doch dies haben wir kurzfristig wegen des Wetters abgesagt und stattdessen umgeplant.
IMG_2682Samstags hat mich Julia gegen Mittag abgeholt und wir sind nach Panmure zum Klettern gefahren, wo wir uns auch noch mit Juliana getroffen haben. Die Kletterhalle war echt riesig, wenn auch ein wenig kalt, und es gab total viele verschiedene Möglichkeiten zum Klettern. Besonders toll fand ich die riesige Auswahl an Klettermöglichkeiten für Kinder, sodass ich diese auch direkt ausprobieren musste :-). Da Juliana nicht mitklettern wollte, konnten Julia und ich uns immer gegenseitig sichern. Nachdem ich anfangs ein wenig Angst hatte, dass ich sie aus irgendeinem Grund nicht richtig sichere, hat es uns echt Spaß gemacht. Auch wenn wir danach ziemlich platt waren.
Juliana hat mich dann gegen Abend wieder daheim abgesetzt, wo ich noch mit Vicki verabredet war. Gemeinsam mit ihr und Jasmin, einem anderen deutschen Au Pair, die ich durch Zufall kennengelernt habe und die nur ein paar Straßen weiter wohnt, sind wir dann nach Paguranga auf den Nightmarket gefahren. Ich war zwar ein paar Wochen vorher schon mal unter der Woche auf einem anderen Nightmarket gewesen, aber dieser war deutlich schöner und viel größer. Es gab vor allem asiatisches Essen, aber auch Spezialitäten aus allen anderen Teilen der Welt (auch einen Stand mit deutschem Essen). Bei so viel Auswahl fiel uns die Entscheidung echt richtig schwer, doch letztlich entschied ich mich für ein indisches Curry und zum Nachtisch Churros mit Schokolade und Mandeln. So lecker! Da der Markt auf einem überdachten Parkplatz stattfand, konnte uns auch das schlechte Wetter nichts anhaben. Vicki übernachtete dann im Anschluss bei mir, weil wir am nächsten Tag noch was zusammen unternehmen wollten.


Nach einem leckeren Pancake-Frühstück fuhren wir zuerst kurz zu Vicki und von dort aus in die City. Dort waren wir mit Chiara aus meiner Stufe und einem anderen Au Pair verabredet, das gerade angekommen war. Leider konnten wir den Beiden nicht allzu viel zeigen, weil es dauernd regnete. Aber um an den Hafen zu laufen, zur Touristeninformation zu gehen, ein wenig die Queenstreet entlang zu schlendern und Pizza zu essen reichte es.

Im Laufe der Woche ging ich neben dem normalen Wochenprogramm montags zum Ersten Mal hier zum Zumba (was leider aber nicht so besonders gut war), besuchte mit Cooper ein Angebot von Dream Au Pair in der Palmure Library (die Songs und die Bastelidee war gut, doch die Geschichten einfach zu schwer für Kleinkinder) und fuhr mittwochs mit Jasmin zu einer privaten Coffeegroup, die sich wöchentlich hier in der Nähe trifft (war echt cool und ich komme bestimmt wieder :-)).
Am Freitag wurde das Wetter dann auch endlich wieder besser und nachdem ich den Tag wie immer freitags mit einem Kaffee bei Starbucks mit Julia und Juliana gestartet hatte, konnte ich mittags endlich mal wieder ans Meer. Mit dabei war diesmal Rufus, unser Hund, denn nachdem er mir die Woche vorher durch die Katzenklappe (ja er hat rausgefunden, wenn er sich ganz klein macht passt er dadurch) ausgebüxt war, startete ich einen Versöhnungsversuch und nahm ich zweimal mit auf einen Spaziergang. Im Anschluss fuhr ich mit Jasmin noch zum Sylviapark, dem größten Shoppingcenter in Auckland und startete so in mein Wochenende :-).

Samstagmorgen war dann trotz Wochenende früh aufstehen angesagt, weil Julia, Chiara, Vicki und ich nach Hobbiton fahren wollten und ich schon gegen halb neun abgeholt wurde. Nachdem wir Chiaras Auto bei Julia geparkt hatten, ging es von dort aus nach Matamata, wo auf einer riesigen Farm große Teile von den Hobbit und Herr der Ringe Filmen gedreht wurden. Nach einer zweistündigen Fahrt durch die Pampa kamen wir endlich an und zum ersten Mal erlebte ich Neuseeland so, wie ich es mir immer vorgestellt hatte :-D. So weit wir blicken konnten nur grüne Hügel, ein paar einsame Straßen, Schafe und Kühe! Mit einem Bus fuhren wir von dort zum Drehort und hatten eine zweistündige Führung. Es war echt interessant und toll einmal die verschieden großen Hobbitlöcher, das Pub „Green Dragon“, die Wassermühle und vieles weitere zu sehen, auch wenn ich 79 Dollar Eintritt echt viel fand.


Da wir ja schon relativ früh dort waren, hatten wir nachmittags noch Zeit zu der Blue Spring zu fahren, was wir an unserem Weekend-Trip nach Rotorua nicht geschafft hatten. Das ist ein Fluss, durch den glasklares Wasser mit total vielen Wasserpflanzen fließt. Die Wassertemperatur beträgt das ganze Jahr über 11 Grad Celsius, damit ist es zum Baden ein wenig zu kalt, aber genau richtig für einen wunderschönen (wenn auch ein wenig langen und matschigen) Spaziergang entlang des Wassers :-). Es hat uns alles echt gut gefallen, auch wenn wir nicht damit gerechnet hätten über zwei Stunden zu laufen, aber sowas sieht man immerhin nicht alle Tage.


Auf dem Rückweg waren wir dann alle echt hungrig, wobei es in der Einöde Neuseelands nicht so einfach ist etwas zu Essen zu finden. Schließlich hielten wir dann doch relativ schnell in dem größten Ort weit und breit, aber auch hier gab es bis auf einen Subway und einen Take-away-Shop, nichts was offen hatte. So entschieden wir uns für eine Portion Fish’n’Ships, die uns ganz neuseeländisch in einer Lage Papier serviert wurde :-D. Wenn auch relativ einfach (es gab nur einen kleinen Tisch und statt Becher nur Strohhalme), hat es lecker geschmeckt und so neigte sich ein schöner Tag langsam dem Ende. Wobei wir den langen Heimweg noch mit der ein oder anderen Gesangseinlage verkürzten.
Von Samstag auf Sonntag schlief ich dann bei Julia und diese Nacht war auch für neuseeländische Verhältnisse richtig kalt. Auch wenn hier die Temperaturen deutlich höher sind als im deutschen Winter ist es in den Häusern viel kälter, weil hier kaum jemand eine Zentralheizung hat und die Isolierung echt nicht gut ist.
Auch Sonntag schliefen wir nicht aus, da wir die Chance nutzen wollten wenigstens mal ein EM Spiel der Deutschen zu sehen (was schon um sieben neuseeländischer Zeit begann). Doch nicht nur wir, sondern auch Julias Hostdad fieberten bis zur letzten Minute mit, was ich richtig cool fand :-D. Natürlich hat man hier unten nicht die Stimmung wie zuhause beim Public Viewing, aber wir waren trotzdem stolz es gesehen zu haben.
Nachdem wir uns im Anschluss in Ruhe fertig gemacht haben, fuhren wir nach Clevdon auf den Farmermarkt, der wohl in ganz Auckland bekannt ist. Hier gab es alles Mögliche von frischem Obst bis leckeren Brownie und von neuseeländischen Lachs bis süßen ungarischen Spezialitäten. Auch hier musste man natürlich mal wieder das Ein oder Andere probieren, wirklich gefreut habe ich mich über ein Laugenbrötchen, was im Gegensatz zu allem anderen Brot mal wirklich Ähnlichkeit mit deutschen Lebensmitteln hatte. Wir trafen hier auch auf Juliana und Pia, ein anderes Au Pair von meiner DSC08609Orientation, mit denen wir verabredet waren. Um die Sonne richtig genießen zu können, fuhren wir im Anschluss nach Maraetai an den Strand, der wirklich schön ist.
Am späten Nachmittag nahm mich Juliana mit nach Botany, wo wir noch Gastgeschenke für ihre neue Gastfamilie besorgten und von da aus machte ich mich dann mit dem Bus auf den Heimweg.

 

Ein tolles, endlich mal wieder richtig sonniges Wochenende neigte sich dem Ende!