Klettern, Hobbiton, Blue Spring

Nachdem Cooper und ich die letzten Wochen immer abwechselnd krank waren, sind jetzt wieder alle fit und so komme ich dazu mal wieder einen neuen Blogeintrag zu schreiben :-). Dazu kommt, dass das Wetter bis letzten Freitag fast zwei Wochen durchgängig schlecht war und deswegen nicht so viel Spannendes geschehen ist. Diese Mischung hat mich teilweise auch echt deprimiert, sodass ich nicht so viel Lust hatte zu schreiben, aber jetzt ist alles wieder gut.

Vorletztes Wochenende wollten wir eigentlich von freitags bis sonntags wegfahren, doch dies haben wir kurzfristig wegen des Wetters abgesagt und stattdessen umgeplant.
IMG_2682Samstags hat mich Julia gegen Mittag abgeholt und wir sind nach Panmure zum Klettern gefahren, wo wir uns auch noch mit Juliana getroffen haben. Die Kletterhalle war echt riesig, wenn auch ein wenig kalt, und es gab total viele verschiedene Möglichkeiten zum Klettern. Besonders toll fand ich die riesige Auswahl an Klettermöglichkeiten für Kinder, sodass ich diese auch direkt ausprobieren musste :-). Da Juliana nicht mitklettern wollte, konnten Julia und ich uns immer gegenseitig sichern. Nachdem ich anfangs ein wenig Angst hatte, dass ich sie aus irgendeinem Grund nicht richtig sichere, hat es uns echt Spaß gemacht. Auch wenn wir danach ziemlich platt waren.
Juliana hat mich dann gegen Abend wieder daheim abgesetzt, wo ich noch mit Vicki verabredet war. Gemeinsam mit ihr und Jasmin, einem anderen deutschen Au Pair, die ich durch Zufall kennengelernt habe und die nur ein paar Straßen weiter wohnt, sind wir dann nach Paguranga auf den Nightmarket gefahren. Ich war zwar ein paar Wochen vorher schon mal unter der Woche auf einem anderen Nightmarket gewesen, aber dieser war deutlich schöner und viel größer. Es gab vor allem asiatisches Essen, aber auch Spezialitäten aus allen anderen Teilen der Welt (auch einen Stand mit deutschem Essen). Bei so viel Auswahl fiel uns die Entscheidung echt richtig schwer, doch letztlich entschied ich mich für ein indisches Curry und zum Nachtisch Churros mit Schokolade und Mandeln. So lecker! Da der Markt auf einem überdachten Parkplatz stattfand, konnte uns auch das schlechte Wetter nichts anhaben. Vicki übernachtete dann im Anschluss bei mir, weil wir am nächsten Tag noch was zusammen unternehmen wollten.


Nach einem leckeren Pancake-Frühstück fuhren wir zuerst kurz zu Vicki und von dort aus in die City. Dort waren wir mit Chiara aus meiner Stufe und einem anderen Au Pair verabredet, das gerade angekommen war. Leider konnten wir den Beiden nicht allzu viel zeigen, weil es dauernd regnete. Aber um an den Hafen zu laufen, zur Touristeninformation zu gehen, ein wenig die Queenstreet entlang zu schlendern und Pizza zu essen reichte es.

Im Laufe der Woche ging ich neben dem normalen Wochenprogramm montags zum Ersten Mal hier zum Zumba (was leider aber nicht so besonders gut war), besuchte mit Cooper ein Angebot von Dream Au Pair in der Palmure Library (die Songs und die Bastelidee war gut, doch die Geschichten einfach zu schwer für Kleinkinder) und fuhr mittwochs mit Jasmin zu einer privaten Coffeegroup, die sich wöchentlich hier in der Nähe trifft (war echt cool und ich komme bestimmt wieder :-)).
Am Freitag wurde das Wetter dann auch endlich wieder besser und nachdem ich den Tag wie immer freitags mit einem Kaffee bei Starbucks mit Julia und Juliana gestartet hatte, konnte ich mittags endlich mal wieder ans Meer. Mit dabei war diesmal Rufus, unser Hund, denn nachdem er mir die Woche vorher durch die Katzenklappe (ja er hat rausgefunden, wenn er sich ganz klein macht passt er dadurch) ausgebüxt war, startete ich einen Versöhnungsversuch und nahm ich zweimal mit auf einen Spaziergang. Im Anschluss fuhr ich mit Jasmin noch zum Sylviapark, dem größten Shoppingcenter in Auckland und startete so in mein Wochenende :-).

Samstagmorgen war dann trotz Wochenende früh aufstehen angesagt, weil Julia, Chiara, Vicki und ich nach Hobbiton fahren wollten und ich schon gegen halb neun abgeholt wurde. Nachdem wir Chiaras Auto bei Julia geparkt hatten, ging es von dort aus nach Matamata, wo auf einer riesigen Farm große Teile von den Hobbit und Herr der Ringe Filmen gedreht wurden. Nach einer zweistündigen Fahrt durch die Pampa kamen wir endlich an und zum ersten Mal erlebte ich Neuseeland so, wie ich es mir immer vorgestellt hatte :-D. So weit wir blicken konnten nur grüne Hügel, ein paar einsame Straßen, Schafe und Kühe! Mit einem Bus fuhren wir von dort zum Drehort und hatten eine zweistündige Führung. Es war echt interessant und toll einmal die verschieden großen Hobbitlöcher, das Pub „Green Dragon“, die Wassermühle und vieles weitere zu sehen, auch wenn ich 79 Dollar Eintritt echt viel fand.


Da wir ja schon relativ früh dort waren, hatten wir nachmittags noch Zeit zu der Blue Spring zu fahren, was wir an unserem Weekend-Trip nach Rotorua nicht geschafft hatten. Das ist ein Fluss, durch den glasklares Wasser mit total vielen Wasserpflanzen fließt. Die Wassertemperatur beträgt das ganze Jahr über 11 Grad Celsius, damit ist es zum Baden ein wenig zu kalt, aber genau richtig für einen wunderschönen (wenn auch ein wenig langen und matschigen) Spaziergang entlang des Wassers :-). Es hat uns alles echt gut gefallen, auch wenn wir nicht damit gerechnet hätten über zwei Stunden zu laufen, aber sowas sieht man immerhin nicht alle Tage.


Auf dem Rückweg waren wir dann alle echt hungrig, wobei es in der Einöde Neuseelands nicht so einfach ist etwas zu Essen zu finden. Schließlich hielten wir dann doch relativ schnell in dem größten Ort weit und breit, aber auch hier gab es bis auf einen Subway und einen Take-away-Shop, nichts was offen hatte. So entschieden wir uns für eine Portion Fish’n’Ships, die uns ganz neuseeländisch in einer Lage Papier serviert wurde :-D. Wenn auch relativ einfach (es gab nur einen kleinen Tisch und statt Becher nur Strohhalme), hat es lecker geschmeckt und so neigte sich ein schöner Tag langsam dem Ende. Wobei wir den langen Heimweg noch mit der ein oder anderen Gesangseinlage verkürzten.
Von Samstag auf Sonntag schlief ich dann bei Julia und diese Nacht war auch für neuseeländische Verhältnisse richtig kalt. Auch wenn hier die Temperaturen deutlich höher sind als im deutschen Winter ist es in den Häusern viel kälter, weil hier kaum jemand eine Zentralheizung hat und die Isolierung echt nicht gut ist.
Auch Sonntag schliefen wir nicht aus, da wir die Chance nutzen wollten wenigstens mal ein EM Spiel der Deutschen zu sehen (was schon um sieben neuseeländischer Zeit begann). Doch nicht nur wir, sondern auch Julias Hostdad fieberten bis zur letzten Minute mit, was ich richtig cool fand :-D. Natürlich hat man hier unten nicht die Stimmung wie zuhause beim Public Viewing, aber wir waren trotzdem stolz es gesehen zu haben.
Nachdem wir uns im Anschluss in Ruhe fertig gemacht haben, fuhren wir nach Clevdon auf den Farmermarkt, der wohl in ganz Auckland bekannt ist. Hier gab es alles Mögliche von frischem Obst bis leckeren Brownie und von neuseeländischen Lachs bis süßen ungarischen Spezialitäten. Auch hier musste man natürlich mal wieder das Ein oder Andere probieren, wirklich gefreut habe ich mich über ein Laugenbrötchen, was im Gegensatz zu allem anderen Brot mal wirklich Ähnlichkeit mit deutschen Lebensmitteln hatte. Wir trafen hier auch auf Juliana und Pia, ein anderes Au Pair von meiner DSC08609Orientation, mit denen wir verabredet waren. Um die Sonne richtig genießen zu können, fuhren wir im Anschluss nach Maraetai an den Strand, der wirklich schön ist.
Am späten Nachmittag nahm mich Juliana mit nach Botany, wo wir noch Gastgeschenke für ihre neue Gastfamilie besorgten und von da aus machte ich mich dann mit dem Bus auf den Heimweg.

 

Ein tolles, endlich mal wieder richtig sonniges Wochenende neigte sich dem Ende!

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