Ausflug nach Rangitoto Island und in den Long Bay Regional Park

Heute melde ich mich mal wieder bei euch vom anderen Ende der Welt :-). Die Zeit rast und die Vorstellung, dass ich nun schon fast 3,5 Monate hier unter lebe ist schon merkwürdig, auch wenn ich natürlich schon super viel erlebt habe.
Vorletzte Woche hatte Kyla dienstags Geburtstag und wurde sechs Jahre alt. Ich hatte ihr

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Kylas Geburtstagstisch

einen Schmetterlingskuchen gebacken und wir haben nachmittags ein wenig zu dritt gefeiert. Abends sind wir dann noch mit meinen Hostparents, Oma und Opa sowie ihrem Bruder und dessen Freundin zum Dinner in ein Restaurant gegangen. Insgesamt war es ein schöner Tag, auch wenn die Geburtstagstraditionen hier unten ein wenig anders sind… so wurde zum Beispiel auch ihr Kindergeburtstag einfach vorgefeiert :D.

Am Wochenende war ich dann samstags mit Julia, Melanie, Merle, Leonie und einem schwedischen Mädchen (alles Leute aus Julias Umgebung) auf Rangtoto. Nach einem etwas  turbulenten Start am Morgen (die Busse hier fahren nach dem Motto „komm ich heute nicht, komm ich morgen“) nahmen wir bei starkem Wind, obwohl eigentlich tolles Wetter gemeldet war, die Fähre auf die Insel. Nach einer etwa 20 minütigen Fahrt waren wir auch schon da. Der Weg zur Spitze des Vulkans war relativ steil und ziemlich überfüllt, weshalb ich erstmal ein wenig enttäuscht war. Von oben hatte man dann aber doch einen tollen Blick auf die Stadt sowie die Nachbarinsel Motutapu, die komplett unberührt aussah. Nach einer Lunchpause liefen wir zu den Lavahöhlen und kletterten durch einige durch. Danach entschieden wir uns für einen langen, jedoch nicht so überlaufenden Weg entlang der Küste nahe der Nachbarinsel. Hier war es richtig schön und ich hätte niemals gedacht, dass ein Vulkan so grün ist, Wälder wechselten sich mit Moorlandschaften, Geröllfeldern, die von Sträuchern bewuchert waren, und der Küstenlandschaft ab. Wir waren froh, diesen Weg genommen zu haben, auch wenn wir anfangs ein wenig Angst hatten wir würden es nicht zurück zu Fähre schaffen. Dennoch legten wir die ein oder andere Pause ein, um das Alles auf uns wirken zu lassen. Einzig negative war der „tolle“ Weg, im Endeffekt wunderte ich mich, weshalb man diesen Trampelpfad überhaupt auf der Wegekarte eingezeichnet hatte, weil er echt schlecht zu laufen war und man wegen dem ganzen Vulkangestein total aufpassen musste, wo man hin trat. Ziemlich platt ,aber voller toller Eindrücke erreichten wir am Nachmittag pünktlich unsere Fähre zurück in die Stadt.

Dort ließen wir uns dann noch einen Kaffee beim Starbucks schmecken, bevor Julia und ich zu mir nach Hause fuhren. Den Abend verbrachten wir auf der Suche nach günstigen Reisepreisen 😉 und mit einem kurzen Besuch auf dem Nightmarket, weil wir dann doch auf einmal ziemlich hungrig waren.
Den Sonntag ließen wir entspannt angehen und chillten am Eastern Beach (meinem Lieblingsstrand in meiner nahen Umgebung). Die Sonne zu Beginn, auch wenn es windig war, und wieder einmal wunderte man sich über das tolle Wetter im Winter :D. Doch schon nach kurzer Zeit zogen ein paar Wolken auf und direkt war es ziemlich kalt. So entschieden wir uns für einen Abstecher ins Botany Town Center und ließen den Sonntag dort ausklingen.

Dieses Wochenende war dann leider wieder schlechteres Wetter gemeldet und so überlegten wir uns zumindest für Samstag Indoorprogramm. Nachdem ich freitags abends mit ein paar Mädels bowlen war, traf ich mich am nächsten Tag mit Julia, Chiara, Marieke und Celine (die kommt auch aus Julias Nähe) in der City. Wir hatten ein Escapegame gebucht, dabei ist man als Gruppe in einem Raum gefangen und muss sich innerhalb von einer Stunde durch das Lösen von Rätseln und anderen Aufgaben befreien. Ich hatte so etwas vorher noch nie gemacht, aber es machte viel Spaß, auch wenn wir das ein oder andere Verständigungsproblem hatten (wir konnten über ein Walk-Talky nach Tipps fragen, doch die Frau verstand man einfach superschlecht) :D. Das war auch der Grund weshalb wir 62 Minuten brauchten, dennoch waren wir stolz auf uns.
Im Anschluss liefen wir dann in den Silo-Park, der am Hafen ist, und schauten uns dort um, da von uns es dahin noch keiner dorthin geschafft hatte. Aber ist auf alle Fälle ein toller Ort, an den wir wahrscheinlich spätestens im Sommer bei tollem Wetter zurückkehren werden. Ansonsten aßen wir noch Eis, liefen durch die City… .
Am Sonntag fuhren wir dann mit einer großen Gruppe (Julia, Chiara, einige Leute aus St. Heilers und ich) in den Long Bay Regionalpark in Nordauckland. Das Wetter war wieder ziemlich gut und so ließen wir uns erstmal am Strand nieder, der auch richtig schön war. Als dann kurzzeitig die Wolken die Sonne verdeckten, machten wir uns auf zu einem kurzweiligen Spaziergang durch den kleinen Regenwald, über grüne Wiesen mit Aussicht auf wunderschöne Buchten und am Meer entlang wieder zurück am Strand. Echt toll wie vielfältig die Natur hier unten einfach ist und dass sie sich so schnell verändert. Hinter dem Strand gabs auch noch einen großen Park, den bei dem tollen Wetter viele zum Grillen nutzen. Auch der Strand hatte sich mittlerweile echt gefüllt und es nutzen einige Kiwis den Strand für einen Spaziergang oder aber auch für ein Bad im Meer trotz Winter (typisch Kiwis eben :D).

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Tauranga, Rugby-Spiel, Coast to Coast Walk & Dinner auf dem Skytower

Nun gibt es auch mal wieder einen neuen Blogeintrag von mir… . Auch wenn ich euch natürlich gerne von alldem berichte, was ich hier unten erlebe, ist dies auch nicht in ein paar Minuten erledigt und so komme ich wieder einmal erst jetzt dazu. Die letzten zwei Wochen (und insbesondere diese Woche) ist das Wetter meistens besser gewesen und bei den ein oder anderen Tag konnte man auch schon mal ein wenig im T-Shirt rumlaufen. Ich hoffe es wird jetzt endlich bald Frühling bzw. Sommer den Neuseeland ist einfach ein Outdoorland und soviel gibt es gar nicht, was man bei schlechtem Wetter machen kann.

Vorletztes Wochenende bin ich mit Jasmin, Pernille, die kenne ich aus der Dream Au Pair-Coffeegroup, Isabella, die kenne ich aus meiner privaten Coffeegroup, und Tatjana, einer gemeinsamen Freundin von den Beiden, nach Tauranga gefahren.
Nachdem wir erst ein wenig unentschlossen waren, buchten wir freitags morgen endlich unser Hostel und auch einen Leihwagen (weil keiner von uns ein Auto für Wochenendtrips hat). Am nächsten Tag ging dann früh morgens bei schüttendem Regen los, was mich ein wenig deprimierte, aber im Laufe der Fahrt wurde es dann besser und so war der Himmel als wir nach 3h ankamen zwar teilweise noch dunkel und wir bekamen keinen Tropfen ab. Da wir bereits gegen Mittag da waren, fuhren wir direkt zum Mount Manganui und machten einen wunderschönen, wenn auch langen Spaziergang um und auf den Berg, der von fast allen Seiten ans Meer grenzt. Wir legten auf unserem Weg nicht nur einen Stopp zum Genießen und Bilder machen ein und insbesondere der Blick von der Spitze runter auf den Strand war atemberaubend. Zum Abschluss legten wir wir noch einen Stopp am Strand ein und genossen das Meeresrauschen, sammelten Muscheln und quatschten. Im Anschluss fuhren wir dann nach Tauranga, wo unser Hostel war und kauften uns auf dem Weg noch eine Portion Fish’n’Chips beim Fish Market, die wir dann im Hostel aßen. Es war echt das beste Fish’n’Chips, das ich bis jetzt hier gegessen habe, was bestimmt auch daran lag, dass der Fisch direkt vom Boot runter in die Küche kam, wo er paniert und gebraten wurde (solo lecker!!!). Auch mit unserem Hostel hatten wir wieder Glück! Zum Einen war es ein schönes, wenn auch kleines Hostel und zum Anderen war der Chef total gesprächig und so unterhielten wir uns ziemlich lange mit ihm über Tauranga, das Reisen… . Um den Abend ausklingen zu lassen, liefen wir wieder runter an den Hafen, wo wir uns in einem Pub Cocktails gönnten.

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Am nächsten Tag besuchten wir nach dem Frühstück noch die kleine Art Galerie, die ich jedoch nicht so besonders fand wie im Reiseführer beschrieben und einen kleinen Craft-Market. Danach ging wieder zurück an den Strand, wo wir wunderschöne Muscheln fanden, und diesmal liefen wir noch auf eine kleine Halbinsel. Das Wetter war sonntags echt mega und wieder war ich mehr als überzeugt im Sommer hierher noch einmal zurückzukehren :-). Auf dem Rückweg legten wir noch einen Zwischenstopp an den McLaren Falls ein, die auch sehr schön waren, und fuhren dann Richtung Auckland, da das Auto pünktlich beim Verleih zurückgegeben werden musste. Tauranga bzw. der Mount Manganui ist meiner Meinung nach einfach so schön, dass ein paar Bilder einfach mehr als tausend Worte sagen, weswegen ich mich doch ein wenig kürzer gefasst habe und es ein paar mehr Bilder gibt ;-).

Dieses Wochenende waren wir jetzt wieder daheim bzw. haben von Auckland aus einiges unternommen. Für Freitag Abend hatten wir spontan Rugbykarten gekauft und ich schaute mir mit Julia und ein paar Mädels, die rund um Papakura wohnen ein Trainingsspiel der All Blacks in Pukekohe an. Es hat echt Spaß gemacht und ich kenne jetzt auch zumindest teilweise die Rugbyregeln, auch wenn die Spieler natürlich nicht den typischen Haka Tanz gemacht haben und auch nur ihre Trainingstrikots
trugen. Dafür haben wir für die Karten aber auch nur sieben anstatt über achtzig Dollar bezahlt und wir können ja nochmal auf eins gehen :-). Im Anschluss waren wir dann noch in Pukekohe unterwegs, wo aufgrund des des Spieles wirklich einiges los war bevor ich bei Julia geschlafen habe.


Am nächsten Morgen haben wir spontan überlegt, was wir machen könnten, da das Wetter nicht so gut aber auch nicht so schlecht war. Wir entschieden uns dann für den Coast to Coast Walk in Auckland, der von Onehunga 16km quer durch die Stadt bis zum Hafen führt und waren zu dem Zeitpunkt der Überzeugung, dass wir es eh niemals an einem Tag schaffen. Wir holten dann noch das Nachfolge-Au Pair von Anni, ab und fuhren mit dem Auto nach Onehunga. Von dort ging dann mit Blick aufs Wasser los, unser Weg führte durch schöne Wohnviertel (die wir wahrscheinlich sonst nie gesehen hätten), hoch auf den One Tree Hill, durch viele verschiedene Parks, auf den Mount Eden und schließlich über die Queensstreet in die City. Insgesamt haben wir fünf Stunden gebraucht, doch es war einfach schön, sodass wir auf dem Weg entschieden den kompletten Walk an einem Tag zu machen. Anschließend waren wir zwar ziemlich platt, doch dafür ließen wir es uns auf dem Nightmarket dann gut gehen. Es klingt jetzt vielleicht so als wäre ich da dauernd, aber das Essen schmeckt einfach gut, es gibt unglaublich viele Sachen zu probieren und außerdem war Julia dort noch nicht gewesen und wollte wissen wovon wir öfters schwärmen :-).

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Sonntags war ich dann abends mit meiner Coffeegroup, mit der ich mich immer mittwochs abends treffe, zum Dinner auf dem Skytower verabredet. Ich fuhr mit Jasmin und Helena schon mittags in die Stadt, weil wir schon vorher gemeinsam etwas machen wollten und ich noch ein Geburtstagsgeschenk für Kyla brauchte (die hatte am Dienstag Geburtstag und wurde sechs). Nach einem entspannten Nachmittag trafen wir uns kurz vor Sonnenuntergang mit den anderen Mädels und fuhren mit dem Aufzug zu erstmal auf die zwei normalen Besucherebenen. Der Ausblick war insbesondere jetzt bei Dämmerung überwältigend und wir konnten wegen des guten Wetters auch echt weit schauen. Im Anschluss ging dann ins echt schicke Restaurant zum Dinner. Mittlerweile war es komplett dunkel und die Aussicht von unserem Tisch, der als Teil einer großen Schreibe, langsam rotierte war echt wunderschön. Dazu verstanden wir uns auch wieder alle sehr gut und das Essen war auch toll. So ließen wir das Wochenende richtig gut ausklingen!

Wochenende im Schnee mit meiner Hostfamily

Das vergangene Wochenende habe ich mit meiner Gastfamilie bei Ohakune in der Nähe des Mount Ruapehu verbracht. Sie haben dort seit ein paar Jahren ein Ferienhaus, auch „Bach“ von den Neuseeländern genannt, und luden mich am Wochenende davor dazu ein, gemeinsam mit ihnen in den Schnee zu fahren.

Am Freitag nachdem alle zuhause waren, packten wir gemeinsam das Auto und fuhren am frühen Abend mit Sack und Pack los. Auch wenn die Kids zum Glück beide im Auto schliefen, war die Fahrt doch relativ anstrengend und wir alle echt froh, als wir nach mehr als 5 Stunden Fahrt endlich ankamen.
Dennoch war ich erstmal über die kalten Temperaturen im Haus geschockt (mir war zwar vorher bewusst, dass das Haus wieder einige Wochen leergestanden hatte, aber so eine Kälte hätte ich dann doch nicht erwartet).  Wir machten zum Glück direkt den Karmin im Wohnzimmer an und so wurde es langsam warm. Doch mein Zimmer schloss an den Flur an und die Heizdecke funktionierte leider nicht, sodass ich um nicht zu frieren in dieser Nacht mit drei Decken, einer Wärmflasche, zwei Paar Socken, zwei Hosen und meinem dicksten Pulli schlief :D.

Am nächsten Morgen suchten wir dann die Schneesachen zusammen. Zum Glück hatten sie sehr viele Sachen in unterschiedlichen Größen und statteten mich mit Schneeanzug, zwei Paar Schneeboots und sogar besseren Handschuhen (hatte mir vorher ein einfaches Paar gekauft, weil ich nicht wusste was sie alles hatten) aus. Außerdem wollte mein Hostdad, bevor wir uns auf den Weg zum Berg machen, wissen, ob ich zuerst Snowboard- oder Skifahren ausprobieren wollte. Ich war mir nicht ganz sicher entschied mich dann aber fürs Snowboard, weil das meine Hostparents auch selbst fahren.
Anders als in den meisten anderen Skigebieten in Europa mussten wir zuerst einmal einen Teil des Berges mit dem Auto hochfahren. Hier mal wieder eine kleine Geschichte, die die Lebensart der Neuseeländer deutlich macht ;-): während wir gut den Berg hochkamen, war vor uns ein Auto was kurz vor dem Parkplatz im Schnee stecken blieb. Doch anstatt hektisch zu werden, kam einfach der nächstbeste Schneetruck vorbei, schob von hinten „vorsichtig“ das Auto an und schon konnte die Fahrt weitergehen. Das letzte Stück nutzen wir einen Busshuttle und aßen noch eine Kleinigkeit bevor in den Schnee ging. Leider war das Wetter nicht wirklich gut (es war sehr windig und schneite), weswegen ein Teil der Lifte geschlossen war und Cooper nicht wirklich in den Schnee wollte. Aber so nutzen mein Hostdad Rob und ich die Zeit für einen Einführungskurs „wie fahre ich Snowboard?“ im Anfängerbereich. Auch wenn ich zu Beginn mehr durch den Schnee rollte als auf meinem Board zu stehen machte es mir viel Spaß. Mit der Zeit, während er mit Kyla Schlitten fuhr, wurde es dann langsam besser und ich war überglücklich als ich zum ersten Mal den Hügel in einem Stück herunter fuhr. Doch das Wetter wurde leider immer schlechter und so entschieden wir uns später wieder zurück zu unserem Haus zu fahren. Dort ließen wir den Tag entspannt mit Spiel & Spaß vor dem Karmin ausklingen :-).

Als ich am Sonntag aufwachte hörte ich die beiden Kleinen schon vor Freude jauchzend durchs Haus rennen und noch bevor ich wirklich das Wohnzimmer betreten hatte, zog mich Kyla schon Richtung Haustür, wo sie mir zeigte, dass es in der Nacht auch bei uns geschneit hatte. Leider hieß dies aber zugleich, dass das Wetter auf dem Berg deutlich schlechter war als am Vortag und das Skigebiet deswegen geschlossen war. Nach einem gemütlichen Pancake-Frühstück (yummi!!!) ging es in den Garten, um einen Schneemann zu bauen, Schneeengel zu machen und durch den Schnee zu toben. Doch es war kein wirklich langes Vergnügen, da der Schnee recht schnell anfing zu schmelzen! Bevor wir aufräumten, packten und uns auf den Heimweg machten, gingen wir noch mit Rufus an einem Fluss spazieren.

Auch wenn wir leider weniger Zeit im Schnee verbrachten als geplant, war es ein schönes Wochenende und als ich mich abends dafür bedankte, meinten meine Hostparents, dass sie hoffen das ich nochmal mit ihnen runterfahren kann :-).