Wochenende im Schnee mit meiner Hostfamily

Das vergangene Wochenende habe ich mit meiner Gastfamilie bei Ohakune in der Nähe des Mount Ruapehu verbracht. Sie haben dort seit ein paar Jahren ein Ferienhaus, auch „Bach“ von den Neuseeländern genannt, und luden mich am Wochenende davor dazu ein, gemeinsam mit ihnen in den Schnee zu fahren.

Am Freitag nachdem alle zuhause waren, packten wir gemeinsam das Auto und fuhren am frühen Abend mit Sack und Pack los. Auch wenn die Kids zum Glück beide im Auto schliefen, war die Fahrt doch relativ anstrengend und wir alle echt froh, als wir nach mehr als 5 Stunden Fahrt endlich ankamen.
Dennoch war ich erstmal über die kalten Temperaturen im Haus geschockt (mir war zwar vorher bewusst, dass das Haus wieder einige Wochen leergestanden hatte, aber so eine Kälte hätte ich dann doch nicht erwartet).  Wir machten zum Glück direkt den Karmin im Wohnzimmer an und so wurde es langsam warm. Doch mein Zimmer schloss an den Flur an und die Heizdecke funktionierte leider nicht, sodass ich um nicht zu frieren in dieser Nacht mit drei Decken, einer Wärmflasche, zwei Paar Socken, zwei Hosen und meinem dicksten Pulli schlief :D.

Am nächsten Morgen suchten wir dann die Schneesachen zusammen. Zum Glück hatten sie sehr viele Sachen in unterschiedlichen Größen und statteten mich mit Schneeanzug, zwei Paar Schneeboots und sogar besseren Handschuhen (hatte mir vorher ein einfaches Paar gekauft, weil ich nicht wusste was sie alles hatten) aus. Außerdem wollte mein Hostdad, bevor wir uns auf den Weg zum Berg machen, wissen, ob ich zuerst Snowboard- oder Skifahren ausprobieren wollte. Ich war mir nicht ganz sicher entschied mich dann aber fürs Snowboard, weil das meine Hostparents auch selbst fahren.
Anders als in den meisten anderen Skigebieten in Europa mussten wir zuerst einmal einen Teil des Berges mit dem Auto hochfahren. Hier mal wieder eine kleine Geschichte, die die Lebensart der Neuseeländer deutlich macht ;-): während wir gut den Berg hochkamen, war vor uns ein Auto was kurz vor dem Parkplatz im Schnee stecken blieb. Doch anstatt hektisch zu werden, kam einfach der nächstbeste Schneetruck vorbei, schob von hinten „vorsichtig“ das Auto an und schon konnte die Fahrt weitergehen. Das letzte Stück nutzen wir einen Busshuttle und aßen noch eine Kleinigkeit bevor in den Schnee ging. Leider war das Wetter nicht wirklich gut (es war sehr windig und schneite), weswegen ein Teil der Lifte geschlossen war und Cooper nicht wirklich in den Schnee wollte. Aber so nutzen mein Hostdad Rob und ich die Zeit für einen Einführungskurs „wie fahre ich Snowboard?“ im Anfängerbereich. Auch wenn ich zu Beginn mehr durch den Schnee rollte als auf meinem Board zu stehen machte es mir viel Spaß. Mit der Zeit, während er mit Kyla Schlitten fuhr, wurde es dann langsam besser und ich war überglücklich als ich zum ersten Mal den Hügel in einem Stück herunter fuhr. Doch das Wetter wurde leider immer schlechter und so entschieden wir uns später wieder zurück zu unserem Haus zu fahren. Dort ließen wir den Tag entspannt mit Spiel & Spaß vor dem Karmin ausklingen :-).

Als ich am Sonntag aufwachte hörte ich die beiden Kleinen schon vor Freude jauchzend durchs Haus rennen und noch bevor ich wirklich das Wohnzimmer betreten hatte, zog mich Kyla schon Richtung Haustür, wo sie mir zeigte, dass es in der Nacht auch bei uns geschneit hatte. Leider hieß dies aber zugleich, dass das Wetter auf dem Berg deutlich schlechter war als am Vortag und das Skigebiet deswegen geschlossen war. Nach einem gemütlichen Pancake-Frühstück (yummi!!!) ging es in den Garten, um einen Schneemann zu bauen, Schneeengel zu machen und durch den Schnee zu toben. Doch es war kein wirklich langes Vergnügen, da der Schnee recht schnell anfing zu schmelzen! Bevor wir aufräumten, packten und uns auf den Heimweg machten, gingen wir noch mit Rufus an einem Fluss spazieren.

Auch wenn wir leider weniger Zeit im Schnee verbrachten als geplant, war es ein schönes Wochenende und als ich mich abends dafür bedankte, meinten meine Hostparents, dass sie hoffen das ich nochmal mit ihnen runterfahren kann :-).

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