Waiheke, Tongariro Crossing & Mermaidpools

Es ist mal wieder Zeit einen Blog zu schreiben, um euch von den letzten drei vergangenen Wochenenden zu berichten! Ich war viel unterwegs und habe einiges erlebt… .

dsc00607An dem Wochenende, nachdem wir von Samoa zurückgekommen waren, sind Julia und ich samstags mit der Fähre nach Waiheke, einer etwa 18km von Auckland entfernte Insel, gefahren. Für mittags hatten wir eine Winetasting-Tour gebucht und wollten die Insel vorher noch ein wenig auf eigene Faust erkunden.
Nach etwa einer Stunde Fährzeit kamen wir auf Waiheke an und schon rund um das Fährterminal war die Natur richtig schön. Zu Fuß machten wir uns dann auf zum einem tollen kleinen Strand nahe Oneroa. Dort angekommen war die Sonne gerade rausgekommen, so legten wir uns eine Runde an den Strand, picknickten und genossen die Wärme. Als wir dann wenig später Bilder machen wollten, hatte es sich natürlich innerhalb kürzester Zeit zugezogen.
Weiter ging es durch das Zentrum von Oneroa, indem sich ein schönes Cafe/ Restaurant an das Nächste reihte und wir bei genügend Zeit gerne einen Stopp eingelegt hätten, aber so ging es weiter (im Nachhinein hätten wir uns vielleicht doch dsc00643überlegen sollen auf der Insel zu übernachten). Unser zweiter Stopp, bevor es zur anderen Fähre der Insel ging, war das Weingut „Cable Car“, welches auf einem Berg lag. Der Ausblick war noch besser als erwartete und der Weg hierhin hatte sich mehr als gelohnt.
An der Fähre nach Auckland City warteten wir dann im Anschluss auf unseren Guide sowie die restliche Gruppe, mit denen wir die Tour um kurz vor zwei starteten. Wir waren etwa 20 Leute, die meisten Studenten aus Auckland. Zuerst fuhren mit unserem kleinen Bus zu einem weiteren Aussichtspunkt, von dem man sehr gut in zwei kleine Buchten schauen konnte.
img_5173Dann gings weiter in das erste Weingut „Peacock Sky“, eines der höchstgelegenen auf Waiheke, dennoch war die Sicht von dort eher enttäuschend, da es hinter einem Hügel las. Dafür war die Weinprobe, aber richtig schön angerichtet und zu den vier verschiedenen Weinen gab es jeweils einen kleinen Snack.
Zum zweiten Weingut „Passage Rock mussten wir eine ganze Weile über die Insel fahren und kamen auch an dem bekanntesten Strand vorbei. Die Lage dieses Weinguts war total schön, zudem war auch die komplette Anlage toll gestaltet und die Weine waren mit Abstand die Besten. Toll war auch, dass die Probe in den Weinbergen begann und dann über die Terrasse nach drinnen führte, wo ein Teil der Weine gelagert wird.
Das letzte Weingut war gefühlt irgendwo im Nirgendwo und unterschied sich generelldsc00684 ein wenig von den beiden Vorherigen. Der Winzer sah mehr aus wie der Braumeister höchstpersönlich und es wirkte mehr als seien wir in einem Gartenhaus anstatt in einem Weingut. Wir bekamen hier neben zwei Weinen auch einen Christmaspudding-Likör zu probieren und ich kann sagen, dass dies mit Abstand das schrecklichste Getränk des ganzen Tages war. Wir hatten uns natürlich einen schöneren Abschluss erhofft, aber so machten wir uns mit diesem „tollen“ Geschmack im Mund auf den Rückweg. Zur Fähre mussten wir dann nochmal ein Stück laufen, da die Tour an der anderen Seite der Insel endete und wir auf dem Weg rausgelassen wurden.
Zurück in Auckland konnten wir dann noch einige Feuerwerke anlässlich der Guy Fawkes Night anschauen, auch wenn es sehr ungewohnt ist, dass man mehrere Tage lang zu jeder Zeit Feuerwerke zünden darf.

Das nächste Wochenende hatten wir geplant das Tongariro Alpine Crossing, die bekannteste Tageswanderung Neuseelands, zu machen. Da die Wanderung doch seine Zeit dauert und anstrengend ist, machte ich mich mit Celine, Melanie, Merle sowie Helena (eine Freundin aus der Coffeegroup) schon freitags abends auf den Weg zu unserem Hostel im Nationalpark.
Nach einer kurzen Nacht hieß es schon vor sechs wieder aufstehen, obwohl mir eigentlich schon da bewusst war, dass es nichts werden würde, weil es die ganze Nacht durchgeregnet hatte. So kam es dann letztlich auch und wir bekamen komplett fertig angezogen gesagt, dass wir nicht gehen könnten. Die Enttäuschung war bei allen groß, doch wir entschieden uns es sonntags noch einmal zu versuchen, da das Wetter dann besser sein sollte. Den Tag über fuhren wir ein wenig durch die Umgebung, machten zwei kürzere Walks und waren nachmittags in Hotpools nahe des Lake Taupo. Um für den nächsten Tag gerüstet zu sein (diesmal sollte es noch eine Stunde früher losgehen), gingen wir nach einem entspannten Abend auch relativ früh ins Bett.
dsc08977Sonntags standen wir auf bevor es überhaupt hell wurde, aber dafür war das Wetter besser: es war zwar noch neblig, aber hatte aufgehört zu regnen. So fuhren wir pünktlich mit dem Shuttle los zum Ausgangspunkt der Wanderung. Gegen halb sieben waren wir dann startbereit und liefen los. Die Umgebung war von Anfang an faszinierend und ich hätte andauernd stehenbleiben können, um die Aussicht zu genießen. Die ersten Kilometer brachten wir relativ schnell hinter uns, da es noch kaum Steigung gab und die Wege gut waren. Wir hatten eigentlich die dsc08995Hoffnung gehabt, dass der Nebel sich noch verzieht, aber dieser Wunsch wurde uns leider nicht erfüllt.
Bei einer kleinen Pause, die wir vor dem ersten wirklichen Anstieg einlegten, schauten wir einer Nebelwand entgegen und schon wenige Meter später hatte sich unsere Sichtweite drastisch reduziert. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit wurde der Aufstieg natürlich deutlich erschwert und wir mussten alle paar Meter eine Pause zum Durchatmen einlegen. Die Natur um uns herum begann sich relativ schnell zu verändern, was auch trotz des Nebels beeindruckend war. Das Wetter hingegen wurde dsc09032immer schlechter ebenso die Wege und mit der Zeit kamen uns immer mehr Leute entgegen, die sich entschieden hatten die Wanderung abzubrechen. Auch wir zweifelten unsere Entscheidung an, als sowohl Wind als auch Regen immer stärker wurden. Letztlich gaben wir aber nicht auf, sondern zogen die ausgeliehenen Regenhosen an und kämpften uns weiter.
Nach einiger Zeit erreichten wir wieder ein relativ gerades Stück und es hörte zum Glück auch wieder auf so stark zu regnen. Soweit wie wir es erkennen konnten bestand die Natur um uns herum mittlerweile fast nur noch aus Vulkangestein sowie vereinzelt trockenen Büschen. Hier machte das Laufen, auch wenn man kaum Pausen einlegen konnte, da es ansonsten einfach zu kalt wurde, auch wieder Spaß.
Bis zum berühmten roten Krater mussten wir noch einen weiteren, in meinen Augendsc09035 noch anstrengenderen Anstieg meistern. Während es vorher oftmals noch Treppen bzw. befestigte Pfade gab, war der Untergrund nun sehr sandig und man musste sich seinen eigenen Weg suchen. Es kostete echt viel Kraft, aber immerhin waren wir nun wieder von mehreren anderen Wanderern umgeben und man fühlte sich nicht so einsam. Der Wind wurde von Meter zu Meter immer stärker und so waren wir froh, als wir einen windgeschützten Platz hinter einem Felsen fanden, an dem wir eine kurze Snackpause einlegen konnten.
Ein letztes Stück gab es noch zu meistern und dann hatten wir es geschafft! Wir waren oben, am höchsten Punkt der Wanderung auf über 1900m. Es fühlte sich zwar keinesfalls so an, weil man nur in den Nebel blickte, aber alleine das Gefühl schien einem wieder Kraft zu geben. Nach einem kurzen Stück oben ging es relativ schnell dsc09058wieder ein steiles Stück abwärts zu den leuchtenden Emerald Lakes. Diese konnte man wegen ihrer Farbe sogar durch den Nebel durchsehen und so entschieden wir uns hier nochmal eine kleine Pause einzulegen, wobei wir nicht lange sitzenblieben, da es doch ziemlich kalt wurde.
Von hier aus ging es fast stetig ein wenig bergab, wir kamen vorbei an einzelnen Schneefeldern und einem gefrorenen Wasserfall. Ansonsten war dieses Stück aufgrund der geringen Sicht nicht so interessant und wir kamen gut voran. Am Rande des Berges wurde es danndsc09080 wieder interessanter und die Sicht auch gleichzeitig etwas besser. Dennoch war sie noch stark eingeschränkt bis wir an der Ketetahi Hütte eine Pause einlegten. Auch wenn die Hütte komplett voll war mit anderen Wanderern, genossen wir es zum ersten Mal seit Langen mal wieder einen Platz zu haben, wo wir unser Gepäck trocken ablegen und uns ohne zu frieren kurz ausruhen konnten. Die größte Überraschung des Tages gab es dann als wir wieder nichts ahnend weiterlaufen wollten und wir wollten unseren Augen kaum trauten als wir aus der Tür traten. Innerhalb weniger Minuten hatte es total aufgeklart und wir konnten sogar den Lake Taupo unten im Tal sehen. Wir waren allesamt total überwältigt von der Aussicht und es wurde von Minute von Minute besser. Auf den nächsten Kilometern hätte ich echt Stunden verbringen können, die Natur sah aus wie gemalt und doch entdeckte man bei jedem Schritt wieder etwas Neues. Unglaublich! Ich vergaß direkt, dass ich total durchnässt war und die Anderen mussten mich öfters daran erinnern ein wenig schneller zu laufen, da wir ja noch zurückfahren mussten. Diesen Ausblick werde ich auf alle Fälle nicht so schnell vergessen und hoffe die Wanderung bei gutem Wetter vielleicht sogar nochmal machen zu können.

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Die letzten drei Kilometer der 20km langen Wanderung führten dann nochmal durch einen kleinen Wald, sodass wir hier getrost schneller laufen konnten, um unseren Bus zu bekommen. Nach 6,5h kamen wir dann am zweiten Parkplatz an, wo schon unser Shuttle auf uns wartete und konnten es im ersten Moment noch gar nicht glauben. Wir hatten es trotz des schlechten Wetters geschafft und am Ende sogar noch eine wunderschöne Aussicht hoch in die Berge aber vor allem runter ins Tal gehabt!
Im Hostel zogen wir uns frisch und zogen uns um, bevor wir geschafft aber überglücklich ins Auto fielen. Das Tongariro Crossing sollte man meiner Meinung nach auf alle Fälle machen, wenn man in Neuseeland ist. Auch wenn wir nicht viel Glück mit dem Wetter hatten, war es eine richtig tolle Erfahrung (abgesehen von dem Muskelkater in den folgenden Tagen natürlich) und ich hoffe wirklich es nochmal bei Sonnenschein und blauem Himmel wiederholen zu können.

Das vergangene Wochenende hingegen war der totale Kontrast zum Tongariro Crossing… Da die Wetteraussichten für den Norden viel besser waren als in Auckland, dsc09213hatte ich mir mit Chrissi und Nadja (beides Freundinnen aus der Coffegroup) überlegt zu den Mermaidpools zu fahren. Wir machten uns entspannt Samstagmorgen auf den Weg und legten erstmal noch einen Zwischenstopp am bekannten Farmersmarket von Matakana ein. Bei strahlendblauen Sonnenschein drehten wir gemütlich eine Runde über den Markt, welcher echt toll ist und überall die Möglichkeit bietet etwas zu probieren. Egal ob veganes Köstlichkeiten, gefüllte 100 verschiedene Marmeladen oder auch Büffelkäse, hier gab es echt alles!
Nach einem entspannten Spaziergang über den Markt ging es weiter nach Whangerei, wo wir uns nach den Wanderungen durch die Whangerei Heads erkundigten. Der Walk auf den Mount Manaia, welchen wir eigentlich machen wollten, war leider gesperrt. So entschieden wir uns schließlich für einen Anderen, der auch hoch auf einen Berg führte.
dsc09260Wir starteten an der Küste und liefen dann zuerst einmal ein Stück am Wasser entlang, die Natur war auch hier richtig schön, auch wenn die Wolken es alles ein wenig trist wirken ließen. Dann ging es auch bald schon auf den Berg hinauf und irgendwie hatten wir es echt unterschätzt. Wir hatten uns eigentlich auf einen entspannten Spaziergang eingestellt, aber es war dann doch ein wenig anstrengender, wenn auch natürlich nicht vergleichbar mit den Anstiegen des vorherigen Wochenendes. Oben waren wir zuerst einmal ein wenig enttäuscht, da die Sicht zum Großteil durch Bäume verdeckt war, aber mit etwas Suchen fanden wir dann doch sehr schöne Aussichtspunkte. Am besten war der dsc09278Ausblick von einem riesigen Stein aus, denn wir erst gar nicht sahen und auf welchen wir dann hochklettern mussten. Es war zwar ein wenig Vorsichtig geboten, weil es hinter uns direkt abwärtsging, aber der Ausblick war richtig toll (auch wenn man zuerst auf eine Industrieanlage schaute). Ich hatte mir, als ich vor einigen am Waipu Beach war, vorgenommen einmal auf diesen Berg (bzw. Mount Manaia) zu laufen, da der von dort schon richtig toll aussah und jetzt stand ich dort.
Auf dem Rückweg machten wir noch ein paar anderen Stellen Stop um den Ausblick zu genießen und machten uns dann mit dem Auto Richtung Tutukaka Coast, wo wir uns für die Nacht ein Airbnb gemietet hatten.
dsc09377Dort angekommen waren wir dann doch erstmal ein wenig überrascht, wir hatten zwar schon auf den Bildern erkennen können, dass sich um einen Caravan handelt, aber wir hatten doch damit gerechnet, dass er größer sei und auch sonst war alles sehr einfach (Gartendusche, Kompostiertoilette, Hühnerstall direkt nebendran…). Die Gastgeberin war aber total nett und brachte uns zur Begrüßung einen frisch geräucherten Fisch, eine Flasche Wasser sowie ein Packet Milch. Nachdem wir zu Abend gegessen hatten machten wir noch einen Spaziergang zum Strand und machten es uns am Feuer vor dem Caravan gemütlich.
Ausschlafen konnten wir am nächsten Morgen leider nicht, weil der Hahn uns schon früh weckte. So frühstückten wir gemütlich, packten unsere Sachen und fuhren weiter zu den Mermaidpools.
Die Sonne strahlte vom Himmel, es war keine Wolke in Sicht und es wurde auch angenehm warm, als wir ankamen. Der riesige Strand, über den wir zu den Pools gelangten, war alleine schon ein Paradies. Das Wasser war richtig klar und türkis, es gab mehrere kleine Buchten und sah auch sonst aus wie im Paradies. Dennoch machten wir uns direkt auf zu den Mermaidpools. Auf dem Weg mussten wir zuerst einmal ein ganzes Stück über Steine klettern, da die Flut zu hoch war und dann noch einen Hügel überwinden, bei dem wir mit Flip-Flops echt vorsichtig sein mussten. Die Aussicht aufs offene Meer sowie die Pools selbst waren dann aber mehr als eine Belohnung. Da wir relativ früh dort ankamen, waren wir anfangs fast die einzigen Gäste, was richtig cool war. Das Wasser war zwar anfangs richtig kalt, aber erst einmal drinnen wollte ich nicht mehr raus. Es war wunderschön, das Wasser hatte eine grüne Farbe aber war trotzdem total klar und man hatte eine tolle Sicht auf den Ozean. Zum ersten Mal seit ich in Neuseeland bin, war das Wetter so gut, dass wir einen Strandtag machen konnten und dies nutzen wir natürlich auch gleich aus. Erst gingen wir mehrfach in die Mermaidpools schwimmen, dann erkundeten wir noch ein wenig die Umgebung und auf dem Rückweg am Nachmittag legten wir noch zwei Stopps am Strand an. Es war so toll, dass es sich richtig unreal anfühlte! Auch dass das Wetter endlich Mal mitspielte machte mich richtig glücklich und ich hätte ewig dort bleiben können!

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Am frühen Abend als wir alle genug gebadet, gesonnt… hatten machten wir uns entspannt zurück auf den Heimweg. Ich hoffe echt, das Wetter wird jetzt bald endlich mal durchgängig besser und wir können so etwas öfters machen :-).

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