Christmas Parade, Te Henga Walkway, Schwimmen an den Hunua Falls & Christmas in the Park

Hier kommt nun endlich mal wieder ein Bericht von mir. Eigentlich wollte ich letzte Woche schon was schreiben, doch da ich meine Kamera in Julias Auto vergessen habe wäre das Ganze ein wenig langweilig geworden… .

Auch wenn ich die letzten drei Wochenenden nicht so viel gereist bin, da noch einiges zu erledigen war, habe ich einiges erlebt und möchte euch daran teilhaben lassen.
Am ersten Adventswochenende hab ich mich vor allem für die Planung um Australien gekümmert, denn es wurde Zeit meine Rückfluge umzubuchen. Ich musste mir erstmal überlegen, was ich im Anschluss an meine Au Pair Zeit noch machen möchte sowie wie viel Zeit ich dafür benötige. Jetzt steht aber alles fest: ich werde noch bis in den März hinein (zwei Wochen länger als geplant) bei meiner Gastfamilie bleiben, dann nach Melbourne fliegen und von dort in etwas weniger als fünf Wochen bis nach Cairns reisen und zurück nach Melbourne fliegen. Von dort aus geht es dann nach Singapur, wo ich auch nochmal für vier Tage stoppen werde und dann Mitte April zurück in Deutschland sein werde. Den Großteil meiner Reise werde ich alleine unterwegs sein, da meine Freunde entweder länger oder kürzer als ich arbeiten, doch zwischendurch bin ich wahrscheinlich noch eine Zeitlang mit Celine, die auch mit auf Samoa war, unterwegs. Soweit so gut, um die restliche Planung werde ich mich dann kümmern wenn ich wieder von der Südinsel zurück bin.
Sonntags war ich zudem noch mit Nadja auf der Christmas Parade in Auckland. Ich hatte bereits vor ein paar Monaten gelesen, dass jährlich eine weihnachtliche Parade in Auckland stattfindet und da schon beschlossen dort, wenn möglich, hinzugehen. Wir fuhren morgens in die Stadt, wo wir Ende November! am Bahnhof direkt mit einem fröhlichen „Merry Christmas“ begrüßt wurden. Wir sicherten uns einen Platz in der ersten Reihe und staunten nicht schlecht wie voll es letztlich wurde. Die Parade startete pünktlich um halb zwei und es war eine kunterbunte Mischung aus weihnachtlich gestalteten Wägen, vielen tanzenden Fußgruppen, Kindheitshelden wie Mickey Maus oder Elsa, Duddelsackgruppen (wir zählten mindestens vier Stück) und und und. Insgesamt war es echt richtig gut gemacht, auch wenn der Santa ganz am Ende, welcher eigentlich der Höhepunkt des Umzugs sein sollte, doch ein wenig enttäuschend war (andere Wägen waren einfach größer und vor allem spektakulärer). Obwohl bei mir keine wirkliche Weihnachtsstimmung aufkam, war es auf alle Fälle eine tolle Erfahrung. Nach etwas mehr als einer Stunde war das Spektakel dann vorüber und es fing wenig später an richtig zu schütten, das nennt man wohl Timing. Wir gingen dann noch ein bisschen shoppen, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten.

In der folgenden Woche hatten wir dann auch wieder richtig gutes Wetter, sodass ich mich samstags mit Nadja am Strand traf. An sich nichts Besonderes, doch mein Highlight des Tages erlebte ich auf dem Hinweg. Als ich am Hafen vorbeilief, sprach mich ein älteres Pärchen an und meinte, ich solle mal ins Hafenbecken schauen. Zuerst fiel mir nichts Spektakuläres auf, doch dann sah ich auf einmal wie ein riesiges Etwas sich durch Wasser bewegte. Nach einem Moment wurde mir bewusst, dass es sich hierbei um einen riesigen Rochen handelt, der eine Körpergröße von etwa einem Meter auf einen Meter plus einen langen Schwanz hatte. So einen großen Rochen hatte ich noch nie in meinem Leben noch nie gesehen! Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus, als er auch noch sein gewaltiges Auge zeigte. Der Mann erklärte mir, dass er hochgefährlich sei und sich nur so nah am Ufer aufhalten würden, da die Orcas zurzeit in der Nähe unterwegs seien. Ich blieb auch noch nachdem das Pärchen weitergegangen war eine ganze Weile stehen, doch er zeigte sich leider nicht nochmal… . Wir hatten dann noch einen schönen Nachmittag am Strand, auch wenn ich nicht schwimmen ging, weil ich mal wieder etwas erkältet war.
dsc09756Am Sonntag war ich dann endlich mal wieder mit Julia unterwegs (wer sich wundert, was sie die letzten Wochenenden getrieben hat: sie hatte Besuch von ihrem Vater). Da richtig gutes Wetter gemeldet hat machten wir uns auf zum Te Henga Walkway, einer Klippenwanderung in Westauckland, die wir schon länger machen wollten. Sie startete am Bethells Beach und führte bis zum Muriwai Beach. Weil man für eine Strecke 3-4 Stunden brauchen sollte, obwohl sie nur etwa 8km lang war, zweifelten wir schon im Vorhinein daran es vollständig zu schaffen.dsc09793
Doch wir wollten es auf alle Fälle probieren und liefen schon morgens gegen halb zehn am Parkplatz los. Das Wetter war fantastisch und schon der erste Strand richtig schön. Nachdem wir einen kleinen Fluss durchquert hatten, machten wir uns auf die Suche nach dem Startpunkt der Wanderung. Doch dies war leider gar nicht so einfach (das etwas klein geratene Schild war hinter einem Felsen versteckt) und auch trotz Wegbeschreibung der Einheimischen fanden wir den Weg nicht. Da jedoch ein älterer Mann gemeint hatte es ginge auf einem Trampelpfad den Berg hinauf, kletterten wir img_5789wenig später den Felsen auf einem sagen wir „eher wenig gutem“ Pfad rauf. Nach einer Ewigkeit kamen wir, wenn auch geschafft, auf dem eigentlichen Weg an und konnten nach einer kurzen Verschnaufpause endlich richtig starten. Die Ausblicke von den Klippen hinab waren atemberaubend und wir hätten jeden Meter wieder stehenbleiben können, um die Aussicht erneut zu genießen. Jede neue Bucht war auf ihre ganz eigene Art faszinierend und der Begriff „wilder Westen“ bekam hier eine ganz neue Bedeutung. Solch ein kilometerlange, naturbelassene Küste hatte ich noch nie gesehen und das Zusammenspiel der Farben wirkte wie gemalt, einfach bezaubernd. Aber bevor ich versuche dies nun alles bis ins Detail zu beschreiben schaut ihr euch am besten die Bilder an.  Auch wenn die Wanderung mit ständigen Auf- dsc09889sowie Abstiegen sowie teilweise echt schlechten Wegen kein Zuckerschlecken war, lohnte es sich total. Gegen Mittag wurde es jedoch immer heißer und die Sonne knallte total auf uns, sodass wir immer mehr daran zweifelten es komplett zu schaffen (wir hatten nicht genügend zu trinken für dieses Wetter dabei, es gab kaum Schatten und der nicht geplante Aufstieg am Anfang hatte uns einiges an Kraft geraubt). Nicht so weit vorm Muriwai Beach entfernt legten wir eine weitere Pause ein und genossen die Aussicht, dann dsc09856entschlossen wir umzudrehen und uns dann auf den Rückweg zu machen. Es war im Endeffekt auch wirklich richtig und weiterzulaufen wäre nur verantwortungslos gewesen. Durch das letzte Stück mussten wir uns so schon kämpfen und waren sehr froh, als wir uns zurück am Bethells Beach mit einem Eis eine Zeitlang im Schatten ausruhen konnten. Bevor wir uns abends auf den Heimweg machten, ging es dann nochmal zurück an den Strand und eine Runde schwimmen. Ein echt perfekter Tag bis auf den etwas erschwerten Start!

img_5808Das vergangene Wochenende startete für mich bereits am Freitag, da meine Hostoma die Kids von Creche und Schule abholte und ich mich schon vormittags auf den Weg zur Julia machte. Entgegen des Wetterberichts war das Wetter top und wir entschieden uns spontan an den Hunuafalls schwimmen zu gehen. Ich bin ja mittlerweile echt kein Fan mehr von Wasserfällen, aber bei einem Pool mit solch einer wunderschönen Aussicht sagt man natürlich nicht nein :-). Auch wenn das Wasser richtig kalt war genossen wir diesen kleinen Ausflug total.
Im Anschluss kümmerten wir uns dann nochmal um die Planung der Südinsel, denn immerhin geht es in knapp zwei Wochen los. Die Vorfreude ist schon riesig, auch wenn wir unsere Pläne aufgrund des Erdbebens ein wenig abändern mussten. So werden wir leider kein Whalewatching machen können und einen Tag früher in Christchurch sein als geplant. Aber ansonsten werden wir doch relativ viel von der Südinsel sehen und viel unterwegs sein.
Samstags war das Wetter dann leider weniger gut und es sah so aus als würden unsere Pläne abends zu Christmas in the Park (das größte freie Outdoorkonzert Neuseelands) zu gehen sprichwörtlich ins Wasser fallen… . Erst einmal fuhren wir aber mit Mareike und Melanie in den Sylviapark und erledigten noch ein paar letzte Einkäufe für Weihnachten.
Nachmittags schüttete es dann wie vorhergesagt, aber da wir uns so gefreut hatten wollten wir es dennoch probieren. Bis wir von der Zugstation zur Auckland Domain gelaufen waren, waren unsere Klamotten schon komplett durchgeweicht und zuerst war leider keine Besserung in Sicht. Es war total diesig und wir waren erstmal froh als wir uns am Museum unterstellen konnten und ein wenig trockneten. Während einer kurzen Regenpause liefen wir dann doch hinunter zu der riesigen Bühne und standen, wie könne es auch anders sein, schon wieder im strömenden Regen. Wir versuchten uns wieder unterzustellen und das Beste aus der Situation zu machen (da natürlich viel weniger Leute als geplant gekommen waren, musste man bei kostenlosen Aktionen natürlich kaum anstehen). Gegen viertel vor sieben wurde das Wetter aber plötzlich schlagartig besser: der Nebel verschwand, die Sonne kam heraus und alles fing an zu trocknen. Rettung in letzter Sekunde! Wir machten es uns mit einer Wolldecke sowie unserem Picknick auf der Wiese bequem und nun kamen die Leute auch von überall her. Als die Show schließlich um halb acht anfing, war das Wetter perfekt und es wurde ein richtig guter Abend! Zu Beginn wurde vor allem ein bunter Mix aus Weihnachtsliedern von allen möglichen neuseeländischen Künstlern gesungen. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde das Programm durch Songs aus den Charts, sehr bekannten anderen Liedern… ergänzt und letztlich mit einem riesigen Feuerwerk gekrönt. Es war echt eine mega Show und das größte Feuerwerk, welches ich bis jetzt gesehen habe, das direkt über uns abgeschossen wurde. Wir hätten uns auf alle Fälle geärgert, hätten wir dies aufgrund des Wetters verpasst, auch wenn unsere Füße auch am Ende des Konzerts noch nass waren.

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Gestern war ich dann nochmal mit Helena verabredet, die jetzt auch schon ihre letzten Tage als Au Pair hat :-(. Wir waren frühstücken und haben nochmal richtig viel gequatscht. Schon komisch das Gefühl, dass nun einige meiner neugewonnenen Freunde nacheinander abreisen und auch wenn alle in Deutschland wohnen wird es erstmal eine Zeitlang dauern bis man einander wiedersieht, aber umso mehr genießen wir natürlich noch die gemeinsame Zeit :-).

Ich muss jetzt nur noch diese Woche arbeiten und habe dann über Weihnachten vier Wochen frei. Die erste Woche werde ich anders als geplant mit Chrissi ins Coromandel fahren und dort drei Tage einen Surfkurs machen sowie in der übrigen Zeit die Halbinsel erkunden. Für Weihnachten komme ich dann nochmal zurück nach Auckland und feiere mit meiner Gastfamilie bevor es für Julia und mich ab dem 26. Dezember für drei Wochen auf die Südinsel geht. Hoffe ich schaffe es noch vor Weihnachten über meine Zeit im Coromandel zu schreiben, aber mal schauen wie das alles klappt… .

Bis dahin noch eine schöne Adventszeit :-)!

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