Kurzes Update aus Australien :-)

So heute will ich zumindest mal einen kurzen Blogeintrag verfassen, nachdem ich die letzten Wochen nichts von mir hören gelassen habe.

Insgesamt geht es mir gut und ich genieße meine letzten Tage in Australien. Bevor ich hier herkam hatte ich mir eigentlich vorgenommen immer mal wieder zumindest ein paar Bilder hochzuladen, um euch auf den aktuellen Stand zu halten. Doch an wie vielem in den letzten Wochen, konnte ich auch daran nicht festhalten. Nach einem super Start in Melbourne hatte ich in Sydney leider fünf Tage Dauerregen, was mir auch in Hinsicht auf den weiteren Wetterbericht die Reiselust schon zum ersten Mal nahm. Aber ich machte tapfer weiter und ganz so schlimm wie angekündet war das Wetter dann auch in Byron Bay, Surfers Paradies sowie Brisbane nicht. Mit meinem Besuch im Australia Zoo sowie einem super Tag im Noosa Nationalpark dachte ich das Glück wieder auf meiner Seite zu haben. Doch bevor wir unsere Tour auf Fraser Island starteten kam schon die nächste Hiobsbotschaft, denn für den weiteren Norden (wo alle anderen meine Reiseziele lagen) war eine Zyklone angekündigt worden. Auch wenn es erst ein wenig schwer viel genossen wir die Zeit auf der Insel und es war echt ein einmaliges Erlebnis! Noch in total guter Stimmung wurde dann zurück im Hostel meine Befürchtung war: die Zyklone war direkt auf Airlie Beach getroffen und hatte dort, wo ich eigentlich wenige Tage später segeln gehen wollte viel zerstört. Auch die Busverbindung würde für die kommenden Tage gecancelt, sodass ich mich entschied wieder nach Brisbane zu fahren und von dort einen Flieger zu nehmen, um wenigstens den Rest meiner Reise wie geplant fortsetzten zu können. Doch diesen Plan hatte ich leider ohne die Zyklone Debbie gemacht, denn am nächsten Tag erreichten die Ausläufer auch Noosa und neben viel Regen und Wind hatten wir 18h keinen Strom, die Nacht über kein Telefonsignal, überfüllte Hostels und nun weder eine Busverbindung nach Norden noch nach Süden. Zwangsweise blieben wir alle also noch etwas länger, was richtig cool war, um mal länger was mit den selben Leuten zu machen, aber mir jegliche Lust am weiterreisen nahm. Nach zwei weiteren Tagen konnte ich dann endlich zurück nach Brisbane fahren und noch am gleichen Tag  einen Flug nach Townsville nehmen. Um die kommenden Tage mal komplett genießen zu können, setzte ich am ä Abend noch nach Magnetic Island über und wurde am nächsten Morgen von der strahlenden Sonne geweckt. Neuen Mutes startete ich in den Tag, doch wie sollte es anders sein verletzte ich mich am gleichen Tag noch etwas am Zeh und bin seitdem nicht mehr ganz so gut zu Fuß unterwegs… . Nach drei Tagen Insel, habe ich nun den gestrigen Tag in Mission Beach an einem wunderschönen Strand verbracht und fahre heute weiter nach Cairns, um noch das Great Barrier Reef zu besuchen, einen Trip zum Cape Tribulation zu machen und nach Port Douglas zu fahren.

Auch wenn ich in den vergangen Wochen oft umplanen musste und meinen vorher gemachten Plan teilweise vergessen konnte, habe ich viel erlebt und gesehen und freue mich auch noch auf die kommenden Tage. Ich durfte viele liebe Menschen kennenlernen und Chrissi in Sydney wiedertreffen. Ich bin, auch wenn es vielleicht nicht so klingt, dankbar für die Zeit und zugleich für jeden Sonnenstrahl der mich hier unten erreicht (hätte niemals gedacht, dass ich dies jemals über Australien sagen würde). Eine Freundin aus Neuseeland hat auch die Woche einen Spruch zu mir gesagt, welcher ziemlich gut zu meiner Reise passt: By walking up a mountain your legs get stronger! Vielleicht habe ich zum Teil nicht das Australien erlebt, was ich mir gewünscht hätte, aber dennoch hatte ich auch viele sehr tolle Momente und bin an anderen Herausforderungen gewachsen!

Alles andere gibt es dann in kürze persönlich, wenn ich euch alle bald wiedersehen werde. Ich freue mich auf alle Fälle!

Eure Lena ❤

Ostküste, nochmal Norden & Goatisland

Heute gibt es mal nur einen kurzen Bericht von mir über die vergangenen drei Wochenenden, da ich im Moment viel für Australien… plane und nicht so viel Zeit habe. Die ersten Beiden davon bin ich wieder komplett gereist, glücklicherweise war montags jeweils ein Feiertag, sodass wir immer noch einen weiteren Tag zum Reisen hatten.

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Lake Taharoa

Am Auckland Anniversary Wochenende machten ich mich mit Chrissi, Nadja und einem Engländer aus der Coffeegroup nochmal auf den Weg in den Norden. Wir fuhren dieses Mal auf die Westküste herauf und legten Stopps an den Kai Iwi Lakes, den größten Kauri-Bäumen Neuseelands sowie am Hokianga Harbour ein. Den Tipp mit den Seen hatte uns Chrissis Hostoma gegeben und sie hatte echt nicht untertrieben. Das Wasser hatte eine wunderschöne Farbe, die Seen waren von Sandstrand umgeben und sie wirkten total unecht. Wären unsere Pläne nicht andere gewesen, hätte man hier echt

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Tane Mahuta

einige Tage verbringen können, aber so war es eine perfekte Lunchpause.
Die riesigen Kauribäume, welche wir an zwei verschiedenen Orten besuchten, waren auch echt beeindruckend und teilweise sah es aus als sei der Stamm ein Hügel, auf dem einige „kleine“ Bäume wachsen würden. Dennoch war es ein wenig enttäuschend, dass man nicht komplett an die Bäume dran konnte und man so die wahre Größe nur erahnen konnte.
Der Blick über den Hokianga Hafen war dann die Überraschung des Tages! Mit dieser grandiosen Aussicht hatte echt keiner gerechnet, wir konnten gar nicht anders als unser Auto bei nächster Gelegenheit zu parken, auszusteigen und zu genießen.
Geschafft kamen wir gegen Abend bei unserem Hotel in Kaitaia an, dennoch entschieden wir uns nur schnell Essen zu kochen und dann zum Sonnenuntergang an das nahegelegene Ende des 90 Mile Beaches zu fahren. Superschön und ein gelungener Abschuss des Tages!

 

Auch am nächsten Tag starteten wir wieder früh Richtung Cape Reinga. Ich war dort zwar schon mal gewesen, doch bei diesem wunderbaren Wetter war es etwas ganz anderes! Zum Glück hatten wir ein gutes Timing und kamen vor den ganzen Touristenbussen an, sodass es noch relativ leer war. Die Natur hier oben ist einfach wunderschön und so entschieden Chrissi und ich uns auch, nachdem wir am Leuchtturm gewesen waren, (heute konnte man sogar sehen, wo die zwei Ozeane zusammenfließen) noch einen kleinen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt in die andere Richtung zu machen. Hier waren wir komplett alleine und konnten die tolle Aussicht in Ruhe genießen.


thumb_dsc02460_1024Als nächstes machten wir uns auf zum Sandsurfen, was die Anderen auch noch nicht gemacht hatten. Es machte wieder viel Spaß, auch wenn es bei heutigen Hitze noch anstrengender war die Düne hochzulaufen.
Mit einigen kleinen Stopps zum Aussicht genießen ging es die Spitze Neuseelands wieder herunter und dann auf die Karikari Peninsula, wo wir in einer hübschen Bucht den Nachmittag am Strand verbrachten. Diese Abkühlung hatten wir uns mehr als verdient!

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Karikari Peninsula

Bis zu unserem Hostel in Paihia mussten wir dann am Abend noch ein Stück mit dem Auto zurücklegen. Dort kochten wir entspannt zusammen und machten nachher noch einen Spaziergang den Strand entlang.
Das Highlight unseres Wochenende hatten wir uns jedoch für montags aufgehoben: mit einem Segelboot ging es durch die wunderschöne Bay of Islands. Wir waren den ganzen Tag auf dem Boot schipperten entspannt bei purem Sonnenschein entspannt an kleinen Inseln vorbei, gingen gegen Mittag an einer Insel schnorcheln, genossen die traumhafte Aussicht von einem Hügel herunter und und und. Beim Schnorcheln entdeckte ich plötzlich einen riesigen Rochen erst unter und dann neben mir, es war richtig cool und zugleich ein wenig beängstigten, weil ich nicht wusste wie gefährlich er mir werden konnte. Die Bootscrew war auch richtig nett, erklärte viel und man durfte auch zusammen mit der Kapitänin ans Steuer. Die Bay of Islands gehört auf alle Fälle zu den schönsten Dingen, welche ich in Neuseeland gesehen habe, und wer dort keine Bootstour macht verpasst echt was. Ein perfekter Tag bis auf, dass wir leider zu den 20% gehören, die dort keine Delfine gesehen haben, und so schon gar nicht mit ihnen schwimmen konnten.
Auch wenn wir natürlich ein wenig enttäuscht waren genossen wir trotzdem die Tour und machten uns nach einem Eis am Strand zurück auf den Weg nach Auckland.

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Auch das kommende Wochenende war montags nochmal ein Feiertag und mit Christi, Nadja und Larissa startete ich bereits freitags abends Richtung Ostküste. Zum Übernachten legten wir eine Pause in Taupo ein, brachten dann früh am nächsten Morgen die letzten zwei Autostunden hinter uns und erreichten am Vormittag Napier. Nachdem diese Stadt 1931 bei einem Erdbeben stark zerstört wurde, ist sie im Art-Deco Stil wieder aufgebaut worden. Vor allem drei Straßen im Zentrum der Stadt sind richtig schön gestaltet und ich hätte ewig damit verbringen durch die Länden zu schlendern… . Wir besuchten dann noch den hübschen Park sowie den angrenzenden Farmers Market, der echt hungrig machte.


thumb_dsc02789_1024Von hier aus ging unsere Fahrt weiter zum Aussichtspunkt Te Mata Peak in der Nähe von Hastings. Ich hatte hier von vorher noch nie gehört, aber die Aussicht auf die Küste, aber auch Richtung Tongariro Nationalpark war überragend und ich muss echt sagen die Ostküste gefällt mir thumb_dsc02776_1024entgegen vieler Aussagen auch richtig gut.
Für Nachmittags hatten wir noch eine Traktortour zum Cape Kidnappers sowie zur der dort lebenden größten Tölpelkolonie der Welt gebucht. Auch wenn ich anfangs ein wenig skeptisch war, war ein echt cooles Erlebnis! Die Natur, mit den am Strand steil ansteigenden Klippen, dem einsamen Kap, den vielen Vögeln… war alleine schon richtig schön und dazu noch die Unterhaltung durch unseren Fahrer. Zu den Tölpeln an sich mussten wir nochmal ein Stück nach oben laufen und hatten von dort auch eine tolle Aussicht auf die umliegende Landschaft.


Am Abend waren wir dann wieder zurück und fuhren nachdem wir zu Abend gegessen hatten noch ein gutes Stück weiter bis Wairoa, wo wir wohl mit Abstand die beste Unterkunft bis jetzt hatten (anstatt ein Hotelzimmer mit Anderen zu teilen, hatten wir hier ein Apartment mit Küche, Bad sowie Schlafzimmer ganz für uns alleine).
Für sonntags hatten wir dann auch wieder einiges geplant. Zuerst ging es ein wenig die Küste bis auf die Mahia Pensinula entlang. Hier hatten wir einen wunderschönen, langen Strand nach einer Fahrt über eine Schottenpiste ganz für uns alleine. Auch wenn wir wegen den hohen Wellen nicht allzu tief ins Wasser gingen gefiel es uns sehr.


thumb_dsc03002_1024Nach einer Mittagspause an einem weiteren Aussichtspunkt ging es zur Rede Rockslide, einem flachabfallendem etwa 60m langen Wasserfall, den man mit einem Bodyboard herunterrutschen kann. Diesen Spaß ließen wir uns natürlich nicht entgehen, auch wenn es erstmal etwas Überwindung kostete mit dem Kopf voran hier runterzusausen. Aber es lohnte sich total und es blieb nicht bei einmal Rutschen!
In der Nähe hielten wir im Anschluss noch an den Rerefalls, Wasserfälle unter denen man thumb_dsc03018_1024„duschen“ kann. Auch dieses Wochenende war wieder perfektes Wetter, sodass die ständigen Abkühlungen gut taten.
Am Abend schauten wir uns noch ein wenig in Gisborne um, doch wir waren einstimmig der Meinung, dass man nichts verpasst, wenn man diese Stadt nicht gesehen hat.
Bekannt ist Gisborne für den ersten Sonnenaufgang der Welt und so standen wir am nächsten Morgen extra früh auf uns machten uns auf den Weg zum Strand. Der Sonnenaufgang war echt schön und ein guter Start in den Tag.
Da es von hier noch ein ganzes Stück bis nach Auckland zurück war, verbrachten wir einen großen Teil des Tages im Auto. Besonders sehenswert war dabei die Inlandsstrecke von Gisborne nach Whatakane, die sich vor allem durch enge Schluchten, tiefe Täler,… auszeichnete.
In Whatakane machten wir dann mittags auch nochmal eine Badepause und diesmal konnte man niedrigeren Wellen auch richtig schwimmen gehen, dafür war der Strand wieder etwas voller. Über die große Plastikkiwi in Te Puke und einen Stopp für einen Eiscafe in Tauranga machten wir uns auf den Weg zurück nach Auckland. Wieder ein richtig tolles Wochenende, was zu Ende ging!thumb_dsc03036_1024

thumb_dsc03074_1024Das dritte Wochenende war dann ein wenig umspektakulärer. Ich brauchte mal wieder etwas Zeit zuhause und musste mich endlich mal um Australien kümmern. Samstags nutzen wir dennoch nochmal das tolle Wetter für einen Schnorchelausflug zur Goat Island. Unterwegs war ich diesmal mit Meike, Julia (einer anderen) sowie Marita, drei Mädels auf meiner Coffegroup. Zuerst machten wir einen kleinen Spaziergang entlang der Küste und ließen uns dann am total überfüllten Strand nieder. Beim Schnorcheln gab es vor allem img_6682richtig große Snapper zu sehen, die länger als mein Arm waren und in Greifnähe schwammen. Ansonsten war es natürlich im Vergleich zum Schnorcheln auf Samoa eher unspektakulär, aber dennoch einen Ausflug wert. Abends belohnten wir uns noch einmal mit leckerem Essen auf dem Nightmarket, definitiv auch etwas, was ich in Deutschland vermissen werde.

Nun bleiben mir gerade mal noch drei Wochen hier in diesem wundervollen Land, die Zeit vergeht einfach zu schnell. Den Wochenendausflug nach New Plymouth für dieses Wochenende haben wir leider wegen Dauerregen abgesagt (laut allen möglichen Hostparents haben wir den schlechtesten Sommer seit Jahren erwischt) und so werden wir in Auckland bleiben. Aber es bleibt ja noch etwas Zeit also Daumendrücken, dass das Wetter wieder besser wird :-).

Drei Wochen Südinsel – eine unvergessliche Reise

Nach einer langen Pause melde ich mich wieder bei euch :-). Erst wollte ich meinen Urlaub bis zur letzten Sekunde auskosten und die vergangene Woche brauchte ich einfach um mich wieder einzuleben, meine Fotos zu sortieren und um mich mal auszuruhen. Hoffentlich hattet ihr alle schöne Weihnachtstage und seid gut ins neue Jahr gekommen.

Über die Zeit auf der Südinsel könnte ich natürlich 1000 und eine Geschichte erzählen und ich wäre immer noch nicht fertig: um es zusammenzufassen es war wunderschön, unvergesslich und einzigartig. Wir hatten geniale drei Wochen mit meist gutem Wetter, vielen netten Leuten, viel Bewegung und vor allem ganz viel unterschiedlicher Natur, sodass wir am liebsten noch verlängert hätten. Da es wie schon geschrieben eindeutig den Rahmen sprengen würde, werde ich mich auf ein paar Highlights beschränken und ansonsten einfach Fotos sprechen lassen.

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185 Empty White Chairs

Los ging es für Julia und mich am 26. Dezember in Christchurch, eine Stadt, die von den vergangenen Erdbeben bis heute stark geprägt ist. Auch wenn viele sie immer als hässlich bezeichnen, bin ich froh auch dort gewesen zu sein, denn Erdbeben gehören leider einfach zu Neuseeland dazu und vor allem das Museum „Quake City“ fand ich sehr gut gestaltet.

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Re:Start Mall

Ansonsten war es auch interessant zu sehen wie die Neuseeländer versuchen das Image der Stadt wieder aufzupolieren und das Beste aus der Situation zu machen.
Am nächsten Tag ging es direkt auf die längste Busfahrt der ganzen Tour hoch bis nach Picton, da Kaikoura zu diesem Zeitpunkt immer noch auf Grund des Erdbebens im November schwer zugänglich war. Dies war natürlich schade, da ich so gerne Whalewatching gemacht hätte, aber so genossen wir einen freien Tag in Picton. Diesen nutzten wir um eine Bootstour durch die Marlborough Sound zu machen. Bei bestem Wetter ging es direkt morgens los

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Snout Track Picton

und es war einfach traumhaft. Wir umgeben der riesigen grünen Berge und des tiefblauen Ozeans, dieser Ort hatte ich wirklich total unterschätzt. Wir sahen Pinguine im Wasser, hielten an der Stelle, wo einst Cook mit seinem Segelschiff angekommen war, und fuhren auf dem Rückweg in mehrere Seitenarme rein, die noch schöner waren. Mittags nachdem wir wieder zurück waren beschlossen wir uns die Fjordlandschaft noch aus einer ganz anderen Perspektive anzuschauen: bei einer Wanderung bis zu einem wunderschönen Aussichtspunkt. Mir fehlen wirklich die Worte es angemessen zu beschreiben, aber bereits am dritten Tag unserer Reise erlebte ich eines meiner Highlights des ganzen Trips.

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Marlborough Sounds

Weiter ging es von dort aus am nächsten Tag Richtung Abel Tasman mit Zwischenstopp in einem Weingut. Wir wohnten für die nächsten drei Tage direkt am Rande des

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vom Kayak hat man nochmal eine ganz andere Sicht auf den Park

Nationalparks und entdeckten ihn wiederrum auf unterschiedliche Weise. Das Wetter war entgegen der Prognosen gut und wir konnten die Zeit voll auskosten. Am ersten Tag liehen wir uns Kajaks und nach einer kurzen Einweisung paddelten wir das erste Stück bis kurz vor Anchorage hinauf und später wieder hinunter. An einer Insel sahen wir Robben, die sich sonnten, stoppten an mehreren Stränden und genossen die Sicht vom Meer auf den Park. Während die Strände morgens aufgrund der Flut echt schmal waren, zeigten sie sich nachmittags in ihrer wahren Schönheit:

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Mittagspause am Strand

leuchtend gelb mit feinem Sand und türkisem Wasser. Wir genossen die Freiheit hin paddeln zu können, wo auch immer wir wollten und kamen schließlich doch ziemlich platt wieder nach Marahau zurück. Auch dies ein Ausflug den ich so schnell nicht vergessen werde!
Am zweiten Tag nutze ich das Wassertaxi, was alleine schon eine Erfahrung war, und wanderte durch einen Teil in der Mitte des Parks. Die Strecke war zum Glück nicht allzu lange und so hatte ich genügend Zeit überall Pausen einzulegen, schwimmen zu gehen, die Aussicht zu genießen… . Es stimmte zudem, dass dieser Part des Parks noch schöner ist und vor allem nicht ganz so überlaufen wie der untere. Es war das beste Geschenk was ich mir selbst zu Silvester hätte machen können, auch wenn ich vor Neuseeland niemals gedacht hätte, dass ich mal alleine wandern gehen würde!


Der Silvesterabend war auch toll, auch wenn wir ein wenig abgeschottet waren. Wir feierten im Hostel zusammen mit allen anderen aus unserem Bus, hatten auch ohne Feuerwerk viel Spaß und ließen die Nacht später am Strand ausklingen. Ein super Start in 2017!
Den letzten Tag ließen wir dann entspannt angehen und schliefen erstmal aus, bevor es an den Strand zum Baden und Sonnen ging.

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Cape Foulwind

Unsere Tour ging weiter Richtung Westküste ans Cape Foulwind sowie in die verregnete Stadt Westport. Von dort aus ging es am nächsten Tag langsam die Küste entlang mit Zwischenstopp an den beeindruckenden Pancake-Rocks sowie an einer der vielen Greenstonefabriken (dort werden die berühmten grünen neuseeländischen Ketten aus grünem Flussstein produziert).

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Pancake Rocks

Am Abend erreichten wir das Franz-Josef Village, was total von Touristen überlaufen. Cool war die Bar, welche zum Hostel gehörte und in welcher abends immer viel los war. Für den nächsten Tag hatte ich eine Helikopterwanderung auf dem Gletscher gebucht, welche aber wegen Nebel, Wolken und Wind gecancelt wurde. So blieb uns nichts Anderes übrig als von unten an den Gletscher zu wandern. Es war echt faszinierend, dass der Regenwald direkt bis an den Gletscher reichte, aber zugleich schockierend zu sehen, wie viel der Gletscher in den letzten Jahren geschmolzen war. Aus diesem Grund war ich im Nachhinein gar nicht so unglücklich, dass es mit meiner Wanderung nicht geklappt hatte.

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Franz Josef Glacier

Nach einem Tag Fahrpause ging es am nächsten Morgen zurück in den Bus, weiter die Westküste entlang. Vormittags machten wir eine Pause am wunderschönen Spiegelsee

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Zwischenstopp am Lake Matheson 

„Lake Matheson“ und später noch einem tollen Strand. Dies war auch das letzte Mal, dass wir das Meer für die kommenden Tage sahen, denn von hier aus ging es landeinwärts. Wir näherten uns langsam wieder den Bergen und die Fahrt entlang der Seen Wanaka und Hawea war wirklich eine der schönsten Strecken der ganzen Reise. Es gab uns einen leichten Vorgeschmack auf alles, was uns die nächsten 1,5 Tage erwarten würde. Wiederrum ging es aus dem Bus und direkt rein in die Natur. Nachmittags verbrachten wir Zeit am See und besuchten den berühmten „Lonely Tree“ und abends ging es auf den Berg Iron, um die untergehende Sonne zu beobachten. Ich weiß ich wiederhole mich, aber es war wunderschön! Für den nächsten Tag hatten wir wohl die anstrengendsten unserer Wanderungen auf der Südinsel geplant: wir wollten hoch zu Roys Peak. Schon vorher war uns klar, dass wir uns diesen tollen Blick erst erarbeiten mussten (wie so vieles hier), aber dass es so hart werden würde hätten wir auch nicht gedacht. Es ging drei Stunden lang nur bergauf und wären Julia & ich nicht zu zweit unterwegs gewesen, hätten wir sicherlich aufgegeben. Wir kämpften uns am Ende Meter für Meter voran und schafften es letztlich auch. Die Aussicht von oben war einfach mega und es war alle Anstrengung wert gewesen! Gewiss einer der tollsten Ausblicke meines bisherigen Lebens, wir waren mehr als glücklich und wollten eigentlich gar nicht mehr herunter! Eindeutig ist diese Region mit den schönen Bergen, dem tollen See und der einzigarten Landschaft im Hinterland ein weiteres meiner Highlights, wenn nicht sogar das Beste, auf der Südinsel!

Nachdem wir am nächsten Morgen noch die Puzzling World besucht hatten, mussten wir uns auch von diesem wundervollen Ort verabschieden und es ging weiter in die Action-

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Paragliding – fliegen wie ein Vogel

und Partymetropole Neuseelands: Queenstown. Ob Bungy, Skydive, Jetboat oder oder oder – hier gibt es wohl alles. Um die Frage im Vorhinein zu beantworten: nein, ich war nicht mutig genug (für die Actiondinge ist eher Julia zuständig…) und so entschied ich mich für einen vielleicht etwas unspektakulären, aber dennoch superschönen Gleitschirmflug. Nach zwei erfolglosen Versuchen klappte es im dritten Anlauf endlich. Zwar war die Thermik nicht gut und der Flug so relativ kurz, doch es war ein tolles Gefühl durch die Luft zu schweben und die Hinterlandschaft von Queenstown aus der Vogelperspektive zu sehen. Sollte man auf alle Fälle mal in seinem Leben gemacht haben! Als Bonus für den kurzen Flug durfte ich sogar noch ein zweites Mal abheben und ein wenig „funny stuff“ in der Luft zusammen mit meinem Begleiter ausprobieren, echt cool! Ansonsten gingen wir mit dem kompletten Bus inklusive Fahrer feiern, was richtig gut war, probierten die angeblich besten Burger der Welt (gut waren sie ,aber ersteres bezweifle ich), entspannten am Seeufer und wanderten mal wieder ein wenig (aber nach vier Bergen in fünf Tagen hatten wir echt genug).

Nach drei Nächten war es aber auch gut, denn Neuseeland bietet einfach noch sooo viel mehr und es ging weiter Richtung Fjordland, dem größten Nationalparks Neuseelands.

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Fjordland Nationalpark

Insbesondere bei diesem tollen Wetter war die Fahrt dorthin einfach ein Traum und man konnte gar nicht genug Stopps machen. Langsam schlängelten wir uns an den Bergen, vielen Wasserfällen sowie kleinen Seen und Flüssen vorbei zum Milford Sound. Der Blick, als wir aus dem steinzeitartigen Tunnel herausfuhren, haute mich einfach nur um: ich hatte das Gefühl in einer anderen Welt

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Bootstour Milford Sound

angekommen zu sein! Die Fahrt zum Hafen war fast schöner als die Bootstour selbst. Auch wenn die spitz aus dem Wasser herausschießenden Berge, die mehr als 100 Meter hohen Wasserfälle und einfach die tolle Farbkombination natürlich auch beeindruckend war. Ich kann es gar nicht oft genug sagen, wie unbeschreiblich schön und vor allem abwechslungsreich dieses Land ist :-). So war ich auch mehr als froh, dass wir nicht

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blauer Himmel an dort, wo es über 200 Tage im Jahr regnet

am gleichen Tag noch zurückmussten, sondern nach ein paar weiteren Stopps direkt im Nationalpark übernachten konnten. Zwar war alles sehr einfach und es gab nur Strom und Licht bis um zehn, aber es reichte völlig aus.

Der Wanderung am Morgen des nächsten Tages fiel aufgrund des schlechten Wetters leider aus und wir verbrachten mehr oder weniger den ganzen Tag im Bus, da unsere Fähre nach Steward Island erst abends ging. Aber unser Busfahrer versuchte die Fahrt mit Musikwünschen, Zwischenstopps… so angenehm wie möglich zu gestalten. Nachdem wir einige Zeit in Te Anau, dem Eingangstor des Nationalparks, am südlichsten Punkt Neuseelands und einigen weiteren Orten verbracht hatten setzten wir nach Stewart Island über. Trotz des schlechten Wetters beobachteten wir abends am Hafen über zehn wildlebende Pinguine, die über die Steine in ihre Höhlen watschelten, und hielten fast drei Stunden lang nach Kiwis Ausschau, doch leider sahen wir nur einen wegrennen. Aber schon cool was dort alles für Tiere leben! Am nächsten Tag erkundeten wir bei einer Wanderung zu Fuß noch ein wenig die Insel bevor es nachmittags wieder zurück ans Festland ging. Doch diese Fährfahrt werde ich so schnell leider nicht vergessen. Noch nie habe ich so eine schlimme Bootsfahrt gehabt, denn die Wellen schwappten so hoch, dass man aus den Fenster nur noch Wasser sah, als wir aus dem Hafen waren durfte außer der Crew keiner mehr aufstehen und es waren mehr als ausreichend Spucktüten, nasse Tücher etc. in Benutzung. Ich war total froh, als nach knapp einer Stunde das Festland in Sicht kam und es nicht mehr als zu viel schaukelte.

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Fahrt nach Mount Cook

Unsere Reise ging nun leider schon dem Ende zu und nach einer weiteren Nacht in Queenstown fuhren wir Richtung Mount Cook. Die Fahrt dorthin war schon total sehenswert, wieder einmal veränderte sich die Landschaft alle paar Meter und es war super schön. Als wir dann am Lake Pukaki vorbeikamen traute ich meinen Augen kaum, noch nie in meinem Leben habe ich solch einen türkisleuchtenden See gesehen. Es wirkte als hätte man Leuchtfarbe ins Wasser geschüttet und mit

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Lake Pukaki

den Bergen im Hintergrund war es einfach wunderschön! Zum Glück hielten wir auch hier mehrfach an und konnten die Szenerie bei strahlendblauem Himmel einfach nur genießen. Das tolle Wetter hielt zu Glück auch noch den übrigen Nachmittag an und wir wanderten zum Gletschersee unterhalb von Mount Cook. Die grünen Berge mit weißen Spitzen, das Tal, durch welches wir liefen, sowie der leuchtende See im Hintergrund waren einfach nur atemberaubend schön. Zudem war es echt interessant wie unterschiedlich die Landschaft

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Blick auf Mount Cook

hier im Gegensatz zu Franz Josef war, obwohl wir „nur“ auf der anderen Seite des Gebirges waren. Doch mir persönlich gefiel es hier deutlich besser und der gesamte Tag hörte ebenfalls zu meinen Höhepunkten der Reise. Es war einfach wundervoll (hoffe ihr seid nicht zu sehr genervt von meinen Beschreibungen, aber wer schon hier unten war wird mir zustimmen)! Abends wollten wir noch Sterne schauen, weil man aus Mount Cook einen der besten Blicke der Welt auf den Sternenhimmel haben soll, doch wir hatten den Vollmond nicht bedacht: er alleine war schon total hell und wurde zudem noch vom Schnee reflektiert, sodass wir nicht viele Sterne sahen.

An unserem letzten Tag im Bus ging es mit Pause am See Pukaki sowie am See Tekapo zurück nach Christchurch. Ich hatte mich auf letzteren eigentlich nochmal total gefreut, aber es war ziemlich grau und dazu war die bekannte Kirche am Ufer total überlaufen von

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Lake Tekapo

Touristen. Nachmittags kamen wir wieder an unserem Ausgangspunkt an und auch wenn wir noch Zeit mit den Anderen aus dem Bus genossen, kam bei uns doch ein wenig Wehmut auf. Die letzten drei Wochen waren viel zu schnell gegangen und zugleich ist diese Reise das letzte Große gewesen, was Julia und ich zusammen hier unten gemacht haben, da sie in weniger als einer Woche nach Australien fliegt. Schon mal an dieser Stelle: Julia, du warst der beste Travelmate, den ich mir hätte vorstellen können und auch wenn ich in meinen letzten Wochen noch einiges erleben werde wirst du mir sehr fehlen!

An unserem letzten Tag passierte dann nicht mehr viel Spannendes, wir hatten uns entschieden etwas auszuschlafen und machten uns dann auf den Weg zum Flughafen. Mit einem super Blick über die Südinsel verabschiedeten wir uns auf dem Heimflug von diesem wunderbaren Teil Neuseelands.

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Leider geht es schon zurück nach Auckland!

Es war wirklich eine wundervolle Zeit und wer mich fragt was wohl das Beste gewesen sein, dem werde ich nur sehr schwer eine Antwort geben können, denn klar habe ich Favoriten doch war vieles so unterschiedlich und supersuper schön. Diese drei Wochen bzw. auch die ganze Zeit hier unten werde ich niemals vergessen und ganz bestimmt zurückkommen!!! Und an alle, die noch einen Reisetipp brauchen, dieses Land am anderen Ende der Welt ist es auf alle Fälle wert <3.

Christmas Parade, Te Henga Walkway, Schwimmen an den Hunua Falls & Christmas in the Park

Hier kommt nun endlich mal wieder ein Bericht von mir. Eigentlich wollte ich letzte Woche schon was schreiben, doch da ich meine Kamera in Julias Auto vergessen habe wäre das Ganze ein wenig langweilig geworden… .

Auch wenn ich die letzten drei Wochenenden nicht so viel gereist bin, da noch einiges zu erledigen war, habe ich einiges erlebt und möchte euch daran teilhaben lassen.
Am ersten Adventswochenende hab ich mich vor allem für die Planung um Australien gekümmert, denn es wurde Zeit meine Rückfluge umzubuchen. Ich musste mir erstmal überlegen, was ich im Anschluss an meine Au Pair Zeit noch machen möchte sowie wie viel Zeit ich dafür benötige. Jetzt steht aber alles fest: ich werde noch bis in den März hinein (zwei Wochen länger als geplant) bei meiner Gastfamilie bleiben, dann nach Melbourne fliegen und von dort in etwas weniger als fünf Wochen bis nach Cairns reisen und zurück nach Melbourne fliegen. Von dort aus geht es dann nach Singapur, wo ich auch nochmal für vier Tage stoppen werde und dann Mitte April zurück in Deutschland sein werde. Den Großteil meiner Reise werde ich alleine unterwegs sein, da meine Freunde entweder länger oder kürzer als ich arbeiten, doch zwischendurch bin ich wahrscheinlich noch eine Zeitlang mit Celine, die auch mit auf Samoa war, unterwegs. Soweit so gut, um die restliche Planung werde ich mich dann kümmern wenn ich wieder von der Südinsel zurück bin.
Sonntags war ich zudem noch mit Nadja auf der Christmas Parade in Auckland. Ich hatte bereits vor ein paar Monaten gelesen, dass jährlich eine weihnachtliche Parade in Auckland stattfindet und da schon beschlossen dort, wenn möglich, hinzugehen. Wir fuhren morgens in die Stadt, wo wir Ende November! am Bahnhof direkt mit einem fröhlichen „Merry Christmas“ begrüßt wurden. Wir sicherten uns einen Platz in der ersten Reihe und staunten nicht schlecht wie voll es letztlich wurde. Die Parade startete pünktlich um halb zwei und es war eine kunterbunte Mischung aus weihnachtlich gestalteten Wägen, vielen tanzenden Fußgruppen, Kindheitshelden wie Mickey Maus oder Elsa, Duddelsackgruppen (wir zählten mindestens vier Stück) und und und. Insgesamt war es echt richtig gut gemacht, auch wenn der Santa ganz am Ende, welcher eigentlich der Höhepunkt des Umzugs sein sollte, doch ein wenig enttäuschend war (andere Wägen waren einfach größer und vor allem spektakulärer). Obwohl bei mir keine wirkliche Weihnachtsstimmung aufkam, war es auf alle Fälle eine tolle Erfahrung. Nach etwas mehr als einer Stunde war das Spektakel dann vorüber und es fing wenig später an richtig zu schütten, das nennt man wohl Timing. Wir gingen dann noch ein bisschen shoppen, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten.

In der folgenden Woche hatten wir dann auch wieder richtig gutes Wetter, sodass ich mich samstags mit Nadja am Strand traf. An sich nichts Besonderes, doch mein Highlight des Tages erlebte ich auf dem Hinweg. Als ich am Hafen vorbeilief, sprach mich ein älteres Pärchen an und meinte, ich solle mal ins Hafenbecken schauen. Zuerst fiel mir nichts Spektakuläres auf, doch dann sah ich auf einmal wie ein riesiges Etwas sich durch Wasser bewegte. Nach einem Moment wurde mir bewusst, dass es sich hierbei um einen riesigen Rochen handelt, der eine Körpergröße von etwa einem Meter auf einen Meter plus einen langen Schwanz hatte. So einen großen Rochen hatte ich noch nie in meinem Leben noch nie gesehen! Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus, als er auch noch sein gewaltiges Auge zeigte. Der Mann erklärte mir, dass er hochgefährlich sei und sich nur so nah am Ufer aufhalten würden, da die Orcas zurzeit in der Nähe unterwegs seien. Ich blieb auch noch nachdem das Pärchen weitergegangen war eine ganze Weile stehen, doch er zeigte sich leider nicht nochmal… . Wir hatten dann noch einen schönen Nachmittag am Strand, auch wenn ich nicht schwimmen ging, weil ich mal wieder etwas erkältet war.
dsc09756Am Sonntag war ich dann endlich mal wieder mit Julia unterwegs (wer sich wundert, was sie die letzten Wochenenden getrieben hat: sie hatte Besuch von ihrem Vater). Da richtig gutes Wetter gemeldet hat machten wir uns auf zum Te Henga Walkway, einer Klippenwanderung in Westauckland, die wir schon länger machen wollten. Sie startete am Bethells Beach und führte bis zum Muriwai Beach. Weil man für eine Strecke 3-4 Stunden brauchen sollte, obwohl sie nur etwa 8km lang war, zweifelten wir schon im Vorhinein daran es vollständig zu schaffen.dsc09793
Doch wir wollten es auf alle Fälle probieren und liefen schon morgens gegen halb zehn am Parkplatz los. Das Wetter war fantastisch und schon der erste Strand richtig schön. Nachdem wir einen kleinen Fluss durchquert hatten, machten wir uns auf die Suche nach dem Startpunkt der Wanderung. Doch dies war leider gar nicht so einfach (das etwas klein geratene Schild war hinter einem Felsen versteckt) und auch trotz Wegbeschreibung der Einheimischen fanden wir den Weg nicht. Da jedoch ein älterer Mann gemeint hatte es ginge auf einem Trampelpfad den Berg hinauf, kletterten wir img_5789wenig später den Felsen auf einem sagen wir „eher wenig gutem“ Pfad rauf. Nach einer Ewigkeit kamen wir, wenn auch geschafft, auf dem eigentlichen Weg an und konnten nach einer kurzen Verschnaufpause endlich richtig starten. Die Ausblicke von den Klippen hinab waren atemberaubend und wir hätten jeden Meter wieder stehenbleiben können, um die Aussicht erneut zu genießen. Jede neue Bucht war auf ihre ganz eigene Art faszinierend und der Begriff „wilder Westen“ bekam hier eine ganz neue Bedeutung. Solch ein kilometerlange, naturbelassene Küste hatte ich noch nie gesehen und das Zusammenspiel der Farben wirkte wie gemalt, einfach bezaubernd. Aber bevor ich versuche dies nun alles bis ins Detail zu beschreiben schaut ihr euch am besten die Bilder an.  Auch wenn die Wanderung mit ständigen Auf- dsc09889sowie Abstiegen sowie teilweise echt schlechten Wegen kein Zuckerschlecken war, lohnte es sich total. Gegen Mittag wurde es jedoch immer heißer und die Sonne knallte total auf uns, sodass wir immer mehr daran zweifelten es komplett zu schaffen (wir hatten nicht genügend zu trinken für dieses Wetter dabei, es gab kaum Schatten und der nicht geplante Aufstieg am Anfang hatte uns einiges an Kraft geraubt). Nicht so weit vorm Muriwai Beach entfernt legten wir eine weitere Pause ein und genossen die Aussicht, dann dsc09856entschlossen wir umzudrehen und uns dann auf den Rückweg zu machen. Es war im Endeffekt auch wirklich richtig und weiterzulaufen wäre nur verantwortungslos gewesen. Durch das letzte Stück mussten wir uns so schon kämpfen und waren sehr froh, als wir uns zurück am Bethells Beach mit einem Eis eine Zeitlang im Schatten ausruhen konnten. Bevor wir uns abends auf den Heimweg machten, ging es dann nochmal zurück an den Strand und eine Runde schwimmen. Ein echt perfekter Tag bis auf den etwas erschwerten Start!

img_5808Das vergangene Wochenende startete für mich bereits am Freitag, da meine Hostoma die Kids von Creche und Schule abholte und ich mich schon vormittags auf den Weg zur Julia machte. Entgegen des Wetterberichts war das Wetter top und wir entschieden uns spontan an den Hunuafalls schwimmen zu gehen. Ich bin ja mittlerweile echt kein Fan mehr von Wasserfällen, aber bei einem Pool mit solch einer wunderschönen Aussicht sagt man natürlich nicht nein :-). Auch wenn das Wasser richtig kalt war genossen wir diesen kleinen Ausflug total.
Im Anschluss kümmerten wir uns dann nochmal um die Planung der Südinsel, denn immerhin geht es in knapp zwei Wochen los. Die Vorfreude ist schon riesig, auch wenn wir unsere Pläne aufgrund des Erdbebens ein wenig abändern mussten. So werden wir leider kein Whalewatching machen können und einen Tag früher in Christchurch sein als geplant. Aber ansonsten werden wir doch relativ viel von der Südinsel sehen und viel unterwegs sein.
Samstags war das Wetter dann leider weniger gut und es sah so aus als würden unsere Pläne abends zu Christmas in the Park (das größte freie Outdoorkonzert Neuseelands) zu gehen sprichwörtlich ins Wasser fallen… . Erst einmal fuhren wir aber mit Mareike und Melanie in den Sylviapark und erledigten noch ein paar letzte Einkäufe für Weihnachten.
Nachmittags schüttete es dann wie vorhergesagt, aber da wir uns so gefreut hatten wollten wir es dennoch probieren. Bis wir von der Zugstation zur Auckland Domain gelaufen waren, waren unsere Klamotten schon komplett durchgeweicht und zuerst war leider keine Besserung in Sicht. Es war total diesig und wir waren erstmal froh als wir uns am Museum unterstellen konnten und ein wenig trockneten. Während einer kurzen Regenpause liefen wir dann doch hinunter zu der riesigen Bühne und standen, wie könne es auch anders sein, schon wieder im strömenden Regen. Wir versuchten uns wieder unterzustellen und das Beste aus der Situation zu machen (da natürlich viel weniger Leute als geplant gekommen waren, musste man bei kostenlosen Aktionen natürlich kaum anstehen). Gegen viertel vor sieben wurde das Wetter aber plötzlich schlagartig besser: der Nebel verschwand, die Sonne kam heraus und alles fing an zu trocknen. Rettung in letzter Sekunde! Wir machten es uns mit einer Wolldecke sowie unserem Picknick auf der Wiese bequem und nun kamen die Leute auch von überall her. Als die Show schließlich um halb acht anfing, war das Wetter perfekt und es wurde ein richtig guter Abend! Zu Beginn wurde vor allem ein bunter Mix aus Weihnachtsliedern von allen möglichen neuseeländischen Künstlern gesungen. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde das Programm durch Songs aus den Charts, sehr bekannten anderen Liedern… ergänzt und letztlich mit einem riesigen Feuerwerk gekrönt. Es war echt eine mega Show und das größte Feuerwerk, welches ich bis jetzt gesehen habe, das direkt über uns abgeschossen wurde. Wir hätten uns auf alle Fälle geärgert, hätten wir dies aufgrund des Wetters verpasst, auch wenn unsere Füße auch am Ende des Konzerts noch nass waren.

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Gestern war ich dann nochmal mit Helena verabredet, die jetzt auch schon ihre letzten Tage als Au Pair hat :-(. Wir waren frühstücken und haben nochmal richtig viel gequatscht. Schon komisch das Gefühl, dass nun einige meiner neugewonnenen Freunde nacheinander abreisen und auch wenn alle in Deutschland wohnen wird es erstmal eine Zeitlang dauern bis man einander wiedersieht, aber umso mehr genießen wir natürlich noch die gemeinsame Zeit :-).

Ich muss jetzt nur noch diese Woche arbeiten und habe dann über Weihnachten vier Wochen frei. Die erste Woche werde ich anders als geplant mit Chrissi ins Coromandel fahren und dort drei Tage einen Surfkurs machen sowie in der übrigen Zeit die Halbinsel erkunden. Für Weihnachten komme ich dann nochmal zurück nach Auckland und feiere mit meiner Gastfamilie bevor es für Julia und mich ab dem 26. Dezember für drei Wochen auf die Südinsel geht. Hoffe ich schaffe es noch vor Weihnachten über meine Zeit im Coromandel zu schreiben, aber mal schauen wie das alles klappt… .

Bis dahin noch eine schöne Adventszeit :-)!

Waiheke, Tongariro Crossing & Mermaidpools

Es ist mal wieder Zeit einen Blog zu schreiben, um euch von den letzten drei vergangenen Wochenenden zu berichten! Ich war viel unterwegs und habe einiges erlebt… .

dsc00607An dem Wochenende, nachdem wir von Samoa zurückgekommen waren, sind Julia und ich samstags mit der Fähre nach Waiheke, einer etwa 18km von Auckland entfernte Insel, gefahren. Für mittags hatten wir eine Winetasting-Tour gebucht und wollten die Insel vorher noch ein wenig auf eigene Faust erkunden.
Nach etwa einer Stunde Fährzeit kamen wir auf Waiheke an und schon rund um das Fährterminal war die Natur richtig schön. Zu Fuß machten wir uns dann auf zum einem tollen kleinen Strand nahe Oneroa. Dort angekommen war die Sonne gerade rausgekommen, so legten wir uns eine Runde an den Strand, picknickten und genossen die Wärme. Als wir dann wenig später Bilder machen wollten, hatte es sich natürlich innerhalb kürzester Zeit zugezogen.
Weiter ging es durch das Zentrum von Oneroa, indem sich ein schönes Cafe/ Restaurant an das Nächste reihte und wir bei genügend Zeit gerne einen Stopp eingelegt hätten, aber so ging es weiter (im Nachhinein hätten wir uns vielleicht doch dsc00643überlegen sollen auf der Insel zu übernachten). Unser zweiter Stopp, bevor es zur anderen Fähre der Insel ging, war das Weingut „Cable Car“, welches auf einem Berg lag. Der Ausblick war noch besser als erwartete und der Weg hierhin hatte sich mehr als gelohnt.
An der Fähre nach Auckland City warteten wir dann im Anschluss auf unseren Guide sowie die restliche Gruppe, mit denen wir die Tour um kurz vor zwei starteten. Wir waren etwa 20 Leute, die meisten Studenten aus Auckland. Zuerst fuhren mit unserem kleinen Bus zu einem weiteren Aussichtspunkt, von dem man sehr gut in zwei kleine Buchten schauen konnte.
img_5173Dann gings weiter in das erste Weingut „Peacock Sky“, eines der höchstgelegenen auf Waiheke, dennoch war die Sicht von dort eher enttäuschend, da es hinter einem Hügel las. Dafür war die Weinprobe, aber richtig schön angerichtet und zu den vier verschiedenen Weinen gab es jeweils einen kleinen Snack.
Zum zweiten Weingut „Passage Rock mussten wir eine ganze Weile über die Insel fahren und kamen auch an dem bekanntesten Strand vorbei. Die Lage dieses Weinguts war total schön, zudem war auch die komplette Anlage toll gestaltet und die Weine waren mit Abstand die Besten. Toll war auch, dass die Probe in den Weinbergen begann und dann über die Terrasse nach drinnen führte, wo ein Teil der Weine gelagert wird.
Das letzte Weingut war gefühlt irgendwo im Nirgendwo und unterschied sich generelldsc00684 ein wenig von den beiden Vorherigen. Der Winzer sah mehr aus wie der Braumeister höchstpersönlich und es wirkte mehr als seien wir in einem Gartenhaus anstatt in einem Weingut. Wir bekamen hier neben zwei Weinen auch einen Christmaspudding-Likör zu probieren und ich kann sagen, dass dies mit Abstand das schrecklichste Getränk des ganzen Tages war. Wir hatten uns natürlich einen schöneren Abschluss erhofft, aber so machten wir uns mit diesem „tollen“ Geschmack im Mund auf den Rückweg. Zur Fähre mussten wir dann nochmal ein Stück laufen, da die Tour an der anderen Seite der Insel endete und wir auf dem Weg rausgelassen wurden.
Zurück in Auckland konnten wir dann noch einige Feuerwerke anlässlich der Guy Fawkes Night anschauen, auch wenn es sehr ungewohnt ist, dass man mehrere Tage lang zu jeder Zeit Feuerwerke zünden darf.

Das nächste Wochenende hatten wir geplant das Tongariro Alpine Crossing, die bekannteste Tageswanderung Neuseelands, zu machen. Da die Wanderung doch seine Zeit dauert und anstrengend ist, machte ich mich mit Celine, Melanie, Merle sowie Helena (eine Freundin aus der Coffeegroup) schon freitags abends auf den Weg zu unserem Hostel im Nationalpark.
Nach einer kurzen Nacht hieß es schon vor sechs wieder aufstehen, obwohl mir eigentlich schon da bewusst war, dass es nichts werden würde, weil es die ganze Nacht durchgeregnet hatte. So kam es dann letztlich auch und wir bekamen komplett fertig angezogen gesagt, dass wir nicht gehen könnten. Die Enttäuschung war bei allen groß, doch wir entschieden uns es sonntags noch einmal zu versuchen, da das Wetter dann besser sein sollte. Den Tag über fuhren wir ein wenig durch die Umgebung, machten zwei kürzere Walks und waren nachmittags in Hotpools nahe des Lake Taupo. Um für den nächsten Tag gerüstet zu sein (diesmal sollte es noch eine Stunde früher losgehen), gingen wir nach einem entspannten Abend auch relativ früh ins Bett.
dsc08977Sonntags standen wir auf bevor es überhaupt hell wurde, aber dafür war das Wetter besser: es war zwar noch neblig, aber hatte aufgehört zu regnen. So fuhren wir pünktlich mit dem Shuttle los zum Ausgangspunkt der Wanderung. Gegen halb sieben waren wir dann startbereit und liefen los. Die Umgebung war von Anfang an faszinierend und ich hätte andauernd stehenbleiben können, um die Aussicht zu genießen. Die ersten Kilometer brachten wir relativ schnell hinter uns, da es noch kaum Steigung gab und die Wege gut waren. Wir hatten eigentlich die dsc08995Hoffnung gehabt, dass der Nebel sich noch verzieht, aber dieser Wunsch wurde uns leider nicht erfüllt.
Bei einer kleinen Pause, die wir vor dem ersten wirklichen Anstieg einlegten, schauten wir einer Nebelwand entgegen und schon wenige Meter später hatte sich unsere Sichtweite drastisch reduziert. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit wurde der Aufstieg natürlich deutlich erschwert und wir mussten alle paar Meter eine Pause zum Durchatmen einlegen. Die Natur um uns herum begann sich relativ schnell zu verändern, was auch trotz des Nebels beeindruckend war. Das Wetter hingegen wurde dsc09032immer schlechter ebenso die Wege und mit der Zeit kamen uns immer mehr Leute entgegen, die sich entschieden hatten die Wanderung abzubrechen. Auch wir zweifelten unsere Entscheidung an, als sowohl Wind als auch Regen immer stärker wurden. Letztlich gaben wir aber nicht auf, sondern zogen die ausgeliehenen Regenhosen an und kämpften uns weiter.
Nach einiger Zeit erreichten wir wieder ein relativ gerades Stück und es hörte zum Glück auch wieder auf so stark zu regnen. Soweit wie wir es erkennen konnten bestand die Natur um uns herum mittlerweile fast nur noch aus Vulkangestein sowie vereinzelt trockenen Büschen. Hier machte das Laufen, auch wenn man kaum Pausen einlegen konnte, da es ansonsten einfach zu kalt wurde, auch wieder Spaß.
Bis zum berühmten roten Krater mussten wir noch einen weiteren, in meinen Augendsc09035 noch anstrengenderen Anstieg meistern. Während es vorher oftmals noch Treppen bzw. befestigte Pfade gab, war der Untergrund nun sehr sandig und man musste sich seinen eigenen Weg suchen. Es kostete echt viel Kraft, aber immerhin waren wir nun wieder von mehreren anderen Wanderern umgeben und man fühlte sich nicht so einsam. Der Wind wurde von Meter zu Meter immer stärker und so waren wir froh, als wir einen windgeschützten Platz hinter einem Felsen fanden, an dem wir eine kurze Snackpause einlegen konnten.
Ein letztes Stück gab es noch zu meistern und dann hatten wir es geschafft! Wir waren oben, am höchsten Punkt der Wanderung auf über 1900m. Es fühlte sich zwar keinesfalls so an, weil man nur in den Nebel blickte, aber alleine das Gefühl schien einem wieder Kraft zu geben. Nach einem kurzen Stück oben ging es relativ schnell dsc09058wieder ein steiles Stück abwärts zu den leuchtenden Emerald Lakes. Diese konnte man wegen ihrer Farbe sogar durch den Nebel durchsehen und so entschieden wir uns hier nochmal eine kleine Pause einzulegen, wobei wir nicht lange sitzenblieben, da es doch ziemlich kalt wurde.
Von hier aus ging es fast stetig ein wenig bergab, wir kamen vorbei an einzelnen Schneefeldern und einem gefrorenen Wasserfall. Ansonsten war dieses Stück aufgrund der geringen Sicht nicht so interessant und wir kamen gut voran. Am Rande des Berges wurde es danndsc09080 wieder interessanter und die Sicht auch gleichzeitig etwas besser. Dennoch war sie noch stark eingeschränkt bis wir an der Ketetahi Hütte eine Pause einlegten. Auch wenn die Hütte komplett voll war mit anderen Wanderern, genossen wir es zum ersten Mal seit Langen mal wieder einen Platz zu haben, wo wir unser Gepäck trocken ablegen und uns ohne zu frieren kurz ausruhen konnten. Die größte Überraschung des Tages gab es dann als wir wieder nichts ahnend weiterlaufen wollten und wir wollten unseren Augen kaum trauten als wir aus der Tür traten. Innerhalb weniger Minuten hatte es total aufgeklart und wir konnten sogar den Lake Taupo unten im Tal sehen. Wir waren allesamt total überwältigt von der Aussicht und es wurde von Minute von Minute besser. Auf den nächsten Kilometern hätte ich echt Stunden verbringen können, die Natur sah aus wie gemalt und doch entdeckte man bei jedem Schritt wieder etwas Neues. Unglaublich! Ich vergaß direkt, dass ich total durchnässt war und die Anderen mussten mich öfters daran erinnern ein wenig schneller zu laufen, da wir ja noch zurückfahren mussten. Diesen Ausblick werde ich auf alle Fälle nicht so schnell vergessen und hoffe die Wanderung bei gutem Wetter vielleicht sogar nochmal machen zu können.

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Die letzten drei Kilometer der 20km langen Wanderung führten dann nochmal durch einen kleinen Wald, sodass wir hier getrost schneller laufen konnten, um unseren Bus zu bekommen. Nach 6,5h kamen wir dann am zweiten Parkplatz an, wo schon unser Shuttle auf uns wartete und konnten es im ersten Moment noch gar nicht glauben. Wir hatten es trotz des schlechten Wetters geschafft und am Ende sogar noch eine wunderschöne Aussicht hoch in die Berge aber vor allem runter ins Tal gehabt!
Im Hostel zogen wir uns frisch und zogen uns um, bevor wir geschafft aber überglücklich ins Auto fielen. Das Tongariro Crossing sollte man meiner Meinung nach auf alle Fälle machen, wenn man in Neuseeland ist. Auch wenn wir nicht viel Glück mit dem Wetter hatten, war es eine richtig tolle Erfahrung (abgesehen von dem Muskelkater in den folgenden Tagen natürlich) und ich hoffe wirklich es nochmal bei Sonnenschein und blauem Himmel wiederholen zu können.

Das vergangene Wochenende hingegen war der totale Kontrast zum Tongariro Crossing… Da die Wetteraussichten für den Norden viel besser waren als in Auckland, dsc09213hatte ich mir mit Chrissi und Nadja (beides Freundinnen aus der Coffegroup) überlegt zu den Mermaidpools zu fahren. Wir machten uns entspannt Samstagmorgen auf den Weg und legten erstmal noch einen Zwischenstopp am bekannten Farmersmarket von Matakana ein. Bei strahlendblauen Sonnenschein drehten wir gemütlich eine Runde über den Markt, welcher echt toll ist und überall die Möglichkeit bietet etwas zu probieren. Egal ob veganes Köstlichkeiten, gefüllte 100 verschiedene Marmeladen oder auch Büffelkäse, hier gab es echt alles!
Nach einem entspannten Spaziergang über den Markt ging es weiter nach Whangerei, wo wir uns nach den Wanderungen durch die Whangerei Heads erkundigten. Der Walk auf den Mount Manaia, welchen wir eigentlich machen wollten, war leider gesperrt. So entschieden wir uns schließlich für einen Anderen, der auch hoch auf einen Berg führte.
dsc09260Wir starteten an der Küste und liefen dann zuerst einmal ein Stück am Wasser entlang, die Natur war auch hier richtig schön, auch wenn die Wolken es alles ein wenig trist wirken ließen. Dann ging es auch bald schon auf den Berg hinauf und irgendwie hatten wir es echt unterschätzt. Wir hatten uns eigentlich auf einen entspannten Spaziergang eingestellt, aber es war dann doch ein wenig anstrengender, wenn auch natürlich nicht vergleichbar mit den Anstiegen des vorherigen Wochenendes. Oben waren wir zuerst einmal ein wenig enttäuscht, da die Sicht zum Großteil durch Bäume verdeckt war, aber mit etwas Suchen fanden wir dann doch sehr schöne Aussichtspunkte. Am besten war der dsc09278Ausblick von einem riesigen Stein aus, denn wir erst gar nicht sahen und auf welchen wir dann hochklettern mussten. Es war zwar ein wenig Vorsichtig geboten, weil es hinter uns direkt abwärtsging, aber der Ausblick war richtig toll (auch wenn man zuerst auf eine Industrieanlage schaute). Ich hatte mir, als ich vor einigen am Waipu Beach war, vorgenommen einmal auf diesen Berg (bzw. Mount Manaia) zu laufen, da der von dort schon richtig toll aussah und jetzt stand ich dort.
Auf dem Rückweg machten wir noch ein paar anderen Stellen Stop um den Ausblick zu genießen und machten uns dann mit dem Auto Richtung Tutukaka Coast, wo wir uns für die Nacht ein Airbnb gemietet hatten.
dsc09377Dort angekommen waren wir dann doch erstmal ein wenig überrascht, wir hatten zwar schon auf den Bildern erkennen können, dass sich um einen Caravan handelt, aber wir hatten doch damit gerechnet, dass er größer sei und auch sonst war alles sehr einfach (Gartendusche, Kompostiertoilette, Hühnerstall direkt nebendran…). Die Gastgeberin war aber total nett und brachte uns zur Begrüßung einen frisch geräucherten Fisch, eine Flasche Wasser sowie ein Packet Milch. Nachdem wir zu Abend gegessen hatten machten wir noch einen Spaziergang zum Strand und machten es uns am Feuer vor dem Caravan gemütlich.
Ausschlafen konnten wir am nächsten Morgen leider nicht, weil der Hahn uns schon früh weckte. So frühstückten wir gemütlich, packten unsere Sachen und fuhren weiter zu den Mermaidpools.
Die Sonne strahlte vom Himmel, es war keine Wolke in Sicht und es wurde auch angenehm warm, als wir ankamen. Der riesige Strand, über den wir zu den Pools gelangten, war alleine schon ein Paradies. Das Wasser war richtig klar und türkis, es gab mehrere kleine Buchten und sah auch sonst aus wie im Paradies. Dennoch machten wir uns direkt auf zu den Mermaidpools. Auf dem Weg mussten wir zuerst einmal ein ganzes Stück über Steine klettern, da die Flut zu hoch war und dann noch einen Hügel überwinden, bei dem wir mit Flip-Flops echt vorsichtig sein mussten. Die Aussicht aufs offene Meer sowie die Pools selbst waren dann aber mehr als eine Belohnung. Da wir relativ früh dort ankamen, waren wir anfangs fast die einzigen Gäste, was richtig cool war. Das Wasser war zwar anfangs richtig kalt, aber erst einmal drinnen wollte ich nicht mehr raus. Es war wunderschön, das Wasser hatte eine grüne Farbe aber war trotzdem total klar und man hatte eine tolle Sicht auf den Ozean. Zum ersten Mal seit ich in Neuseeland bin, war das Wetter so gut, dass wir einen Strandtag machen konnten und dies nutzen wir natürlich auch gleich aus. Erst gingen wir mehrfach in die Mermaidpools schwimmen, dann erkundeten wir noch ein wenig die Umgebung und auf dem Rückweg am Nachmittag legten wir noch zwei Stopps am Strand an. Es war so toll, dass es sich richtig unreal anfühlte! Auch dass das Wetter endlich Mal mitspielte machte mich richtig glücklich und ich hätte ewig dort bleiben können!

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Am frühen Abend als wir alle genug gebadet, gesonnt… hatten machten wir uns entspannt zurück auf den Heimweg. Ich hoffe echt, das Wetter wird jetzt bald endlich mal durchgängig besser und wir können so etwas öfters machen :-).

Meine wunderschöne Woche auf Samoa

Jetzt muss ich euch endlich mal von unserer wunderschönen Woche auf Samoa berichten. Ich bin zwar schon seit einer Woche wieder zurück in Auckland, aber jetzt habe ich endlich genügend Zeit gefunden um einen ausführlichen Bericht zu schreiben (ist auch diesmal echt lange geworden), aber von vorne….

Samstag vor einer Woche ging es für Julia, Melanie, Merle, Celine und mich endlich los nach Samoa. Wir hatten uns schon lange auf diesen Tag gefreut und konnten es als es dann soweit war dennoch nicht wirklich glauben. Während ich schon mit Merle zum Flughafen fuhr, trafen wir die Anderen dort und checkten gemeinsam entspannt ein.
Unser Flug ging erst nachmittags, sodass wir abends nach 4h Flugzeit in Faleolo landeten. Dort wurden wir erstmal von der tropischen Hitze überwältigt, wir hatten es zwar warm erwartet, aber doch nicht so heiß. Der Flughafen war echt klein, es gab nur ein einziges Gepäckband, eine Handvoll Läden (die meisten davon zum Geldwechseln) und eine Touristeninformation, die nach jedem internationalen Flug öffnet. Dazu gab es eine typische samoanische Band die in der Ankunftshalle spielte und alle ankommenden Gäste willkommen hieß. Da unser Shuttle zum Glück schon da war, konnten wir uns ziemlich schnell auf den Weg zu unserem Hotel machen.
Auf der Fahrt zeigte sich dann bereits, dass wir uns Samoa doch ein wenig anders vorgestellt hatten, als es in Wahrheit war. Neben der Straße gab es sehr viele einfach gebaute „Häuser“, die meist nur aus einem Raum bestanden und mehr einem Pavillon als einem Haus ähnelten, dazu viele Gemeinschaftshäuser, die jetzt am Samstagabend alle gut gefüllt waren und gefühlt viel zu viele Kirche für die paar Menschen, welche dort leben. Auch die Fahrweise der Samoaner sagen wir mal war recht gewöhnungsbedürftig, so ist es zum Beispiel normal, dass man durch gegenseitiges Hupen anzeigt, wenn man überholen möchte oder auch gefühlt jeden auf diese Weise grüßt. Fazit: eigentlich wird ständig gehupt….
Wir erreichten dennoch gut unsere Unterkunft „Su Accomodation“, die in der Hauptstadt Apia (die wir uns übrigens auch größer, städtischer sowie touristischer vorgestellt hatten) lag. Nach einer freundlichen Begrüßung deckten wir uns auf dem benachbarten Markt noch mit frischen Mangos ein und waren dann froh uns in das gekühlte Apartment zurückziehen zu können.

Den nächsten Morgen begannen wir erstmal mit einem entspannten Frühstück, was mit Toast, einer Sorte Marmelade und drei verschiedenen Fruchtarten zwar relativ spartanisch war, aber mehr kann man für den Preis wohl auch nicht erwarten.

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Paolo Deep Marine Reserve

Im Anschluss machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Palolo Deep Marine Reserve. Doch wir hatten die Temperaturen komplett unterschätzt und der Weg zog sich tierisch. Zudem hatten wir auch einmal zwischendurch die Orientierung verloren und legten dann am Hafen, auch wenn es dort nicht besonders sauber war, eine kurze Schwimmpause ein. Danach rauften wir uns auf und liefen weiter bis zum Reserve (vielleicht hätte sich das Taxi bis hier doch gelohnt). Nassgeschwitzt wollten wir dann nur noch ins Wasser und schnorcheln gehen.
dscn0496Die tolle Unterwasserwelt war aber mehr als eine Belohnung für den anstrengenden Hinweg. Die Anlage lag direkt an einem Riff und so gab es total viele verschiedene Fischarten in allen möglichen Farben, tolle Unterwasserpflanzen und vieles mehr. Am liebsten wären wir für immer im Wasser geblieben, denn es gab immer wieder etwas neues zu entdecken.
Danach ließen wir es uns im Schatten gut gehen, denn auch die restliche Anlage war mit vielen großen Bäumen, einigen selbstgebauten Schaukeln sowie kleinen Beach Fales schön gestaltet. Dennoch fiel uns noch am ersten dscn0261Tag auf, dass man durch kleine Veränderungen noch deutlich mehr Geld mit den Touristen verdienen könne, z.B. indem man einfach noch ein paar kühle Getränke, Snacks oder Eis an die Gäste verkauft (dies alles war nämlich leider Fehlanzeige).
Später machte ich noch einen zweiten Schnorchelgang, der mir persönlich noch besser gefiel: es waren einfach weniger Schwimmer, aber dafür deutlich mehr Fische
unterwegs.
dscn0250Abends merkten wir, dass wir die Sonne doch heftiger war als erwartet und wir alle einen heftigen Sonnenbrand abbekommen hatten. Seitdem hielten wir uns trotz 50er Sonnencreme, die wir regelmäßig verwendeten, außerhalb des Wassers so gut wie nur noch im Schatten auf und zumindest Merle, Julia und ich gingen fast nur noch mit T-Shirt ins Wasser.

dscn0355Montags wollten wir dann zu den Sliding Rocks nahe Apia und ließen uns von unserem bereits bekannten Taxifahrer in die Berge fahren. Dort angekommen waren wir jedoch erstmal leicht enttäuscht, es floss kaum Wasser über die Wasserfälle und wir waren uns zuerst nicht sicher, ob wir überhaupt einen einzigen runterrutschen konnten. Doch dann trauten sich doch auch ein paar der anderen Besucher und wir versuchten uns an einem kleinen. Es klappt und machte dazu echt Spaß. Julias Versuch einen der großen runterzurutschen war dann leider weniger erfolgreich und wir legten erstmal eine Pause ein.

Da im Internet gestanden hatte, dass es auch gut wäre einfach darauf zu achten, wo die Einheimischen rutschen würden, wagten wir uns später mehr oder weniger gezwungen

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nach ein paar Startschwierigkeiten trauten wir uns auch auf die größeren

nochmal an die Großen. Denn eigentlich hatte ich mich noch nicht ganz zum Rutschen durchgerungen als sich plötzlich meine Unterwasserkamera durch eine Welle selbstständig machte. Wie aus Reflex lehnte ich mich nach vorne, um diese wiedereinzufangen, was mir aber nicht gelang und so rutschte ich einfach hinterher. Es war super und so waren wir im Nachhinein eigentlich ganz froh um diesen Unfall (die Kamera lebt bis auf ein paar Kratzer noch), denn so trauten wir uns alle an diesen größeren Wasserfall heran und der Besuch lohnte sich doch.
Auf dem Rückweg bekamen wir mal wieder die pure Freundlichkeit der Samoaner zu spüren. Zum Einen fuhr unser Fahrer extra einen anderen Weg, um uns ein wenig mehr von der Insel zu zeigen und dann hielt er plötzlich an einem Supermarkt, um jedem von uns eine Portion samoanischen Obstsalat zu kaufen. Dieser war zwar mehr wie eine Bowle mit Kokosmilch, Peanutkernen, Ananas, Mango, Banane und diversen anderen Früchten, aber mit Abstand das Beste, was ich auf Samoa gegessen hatte.

Am Dienstag war dann auch schon Umzugstag und es ging in den Südosten der Insel. Da wir vorher mehrfach gehört hatten, dass man auf Samoa auch unbedingt den Bus testen solle, machten wir uns vormittags auf zum Busbahnhof. Wir hatten zwar schon vorher versucht herauszufinden wann die Busse fahren, aber es erzählte uns jeder etwas Anderes und so mussten wir uns erstmal durchfragen (weil es weder einen Plan mit Zeiten noch einen mit Abfahrtsorten gibt). Schließlich fanden wir einer, der um elf fahren sollte und stiegen mit unserem ganzen Gepäck in diesen kunterbunten Bus ohne Fenster und mit einfachen Holzbänken ein.

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der vorderste war unser Bus

Zuerst fühlten wir uns echt ein wenig schlecht, weil alles im Weg herumstand, aber das legte sich schnell als wir sahen mit welchem Gepäck die Einheimischen reisten: 10 Säcke Zement, eine Kettensäge und viele andere sperrige Gegenstände waren hier nichts Besonderes. Um viertel nach elf kam dann auch mal der Busfahrer und der mittlerweile sehr gut gefüllte Bus setzte sich langsam in Bewegung. Aber schon nach einigen hundert Metern legten wir unseren ersten Stopp bei Tankstelle ein, hier wurde dann nicht nur der Bus betankt, sondern auch sämtliche Kanister unserer Mitfahrer befüllt. Auch der Tankvorgang an sich war schon etwas, sagen wir mal speziell :D: um überhaupt an die Tanköffnung zu kommen musste ich meine Scheibe schließen, dann wurde mein Fuß zu Seite geschoben und die Tankabdeckung alias Coladose geöffnet.
Wieder auf der Straße kam bereits die nächste Überraschung denn durch die Boxen unseres Busses erklang Ende Oktober bei 30 Grad auf Samoa „Jingle Bells“, was später noch von „ I’m dreaming of a white, white christmas“ gekrönt wurde. Die Tatsache, dass wir nun nochmal zum Busbahnhof zurückfuhren, um zwei weitere Passagiere img_5057einzusammeln (woher auch immer der Busfahrer wusste, dass dort noch zwei Menschen warte), wurde da schon eher zur Nebensache. Endlich gab der Fahrer dann mal Gas und wir waren voller Vorfreude aus Apia herauszukommen, da die Stadt nicht besonders schön ist, aber zu früh gefreut! Denn der nächste Stopp ließ nicht lange auf sich warten, diesmal hielten wir an einem Supermarkt, wo der gesamte Bus (außer uns) erstmal noch den Wocheneinkauf inklusive gefrorenes Fleisch erledigte und sich mit Snacks für die Fahrt eindeckte.
Als wir aber auch dies überstanden hatten, legte der Bus dann bis auf eine kurze Raucherpause echt mal einen Zahn zu. Zuerst ging es ein Stück an der tollen Küste vorbei und dann durchs Gebirge und die Regenwälder. Wir hatten schon fast die Hoffnung, dass wir nun bald da seien, doch als der erste Gast aussteigen wollte merkten wir, dass auch dies ein wenig anders als in Deutschland läuft…. Da Bushaltestellen doch völlig überbewertet werden und dies mit dem ganzen Gepäck auch umständlich wäre, wird hier einfach jeder Mitfahrer bis vor die eigene Haustür gefahren. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Strecken mehrfach fährt oder weite Umwege macht Hauptsache jeder kommt wohlbehalten daheim an. Ist man dann auch noch mit zehn Zement Säcken unterwegs, fährt der Bus sogar in die kleinste Grundstückseinfahrt rein, um die Laufwege weiter zu verkürzen. An diesem Punkt verloren wir dann langsam die Geduld und als dann auch noch einer der Benzinkanister umkippte und durch den Bus floss, wünschte ich mir nichts sehnlicher als endlich anzukommen.
Nach fast drei Stunden hatten wir das Abenteuer Busfahren auf Samoa dann doch noch erfolgreich überlebt und standen direkt vor den Beach Fales, wo wir lieb begrüßt wurden. Ich musste mich erstmal hinsetzten, um zu realisieren, dass wir nun im Paradies angekommen waren. Unsere Fales standen zwei / drei Meter vom Strand entfernt, der aussah als wäre er aus dem Alltourskatalog ausgeschnitten worden. Durch eine kleine Straße war die restliche Anlage mit Gemeinschaftshaus, wo es Essen gab, man etwas zu trinken kaufen konnte und die wöchentliche Show stattfand, Waschhaus sowie Apartments vom Strand getrennt. Da die Unterkunft nicht ausgebucht war, bekamen wir zu den zwei Fales auch noch ein Appartement dazu, indem wir unser Gepäck abstellen konnten. Das war richtig praktisch, da wir so keine Angst haben mussten, dass irgendetwas geklaut werden würde.
dsc00212Danach ging es für uns direkt an den Strand und zur Abkühlung ins Wasser. Die Aufregung um die Busfahrt am Morgen war wie vergessen und wir konnten gar nicht fassen, dass wir hier für die nächsten fünf Tage wohnen durften. Abends wurden wir von ein paar Samoanern bekocht, was einfach aber wirklich lecker war und andere Familienmitglieder luden uns danach noch zu einem Feuer am Strand ein. Es war wunderschön am Feuer zu sitzen, die Wellen rauschen zu hören sowie nach oben zu blicken und unendlich viele Sterne zu sehen.
Die Nacht war dann leider weniger schön… wir hatten die Hitze sowie die Lautstärke der Wellen doch deutlich unterschätzt und schliefen dementsprechend schlecht. Irgendwie kam keiner wirklich zu Ruhe (egal ob man schwimmen ging oder einen Spaziergang am Strand machte) und wir waren alle froh als die Nacht vorbei war.

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Strand wie aus dem Urlaubskatalog

Den nächsten Tag verbrachten wir komplett am Strand und genossen die freie Zeit, das tolle Wetter sowie die wunderbare Natur. Ich versuchte mich nachmittags nochmal im Schnorcheln, aber leider war die Unterwasserwelt hier nicht so atemberaubend.
Zudem mussten wir an diesem Tag auch feststellen, dass es dort im Südosten der Insel wirklich fast nichts gab… . So wollten wir uns nachmittags ein Eis gönnen und freuten uns als wir am Nachbarkiosk hierzu ein Schild sahen, aber auch Nachfrage bekamen wir nur die Antwort: Eis? Ne, das ist ausverkauft (so von wegen wer braucht bei diesem Wetter den schon ein Eis :D). Auch die Bar unserer Unterkunft machte bereits um acht zu, nachdem einmal kurz gefragt wurde, ob jemand noch was trinken wolle. Also in Sachen Bewirtung ist hier echt noch Raum zur Verbesserung.

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To Sua Ocean Trench

Donnerstag wollten wir dann nach zwei entspannten Tagen mal wieder etwas von der Insel sehen und so ließen wir uns zum nahegelegenen To Sua, der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit Samoas fahren. Es handelt sich hierbei um ein riesiges Loch, was mit Meereswasser gespeist wird, und ringsherum total grün mit Farnen und ähnlichem bewachsen ist. Über eine zwanzig Meter lange Leiter kann man ins Loch klettern und dort in total klarem Wasser baden. Wir waren bereits vormittags dort und hatten zu Beginn die Anlage noch fast für uns alleine. Es wirkte wirklich als sei man in einem Traum, dieses Wasserloch, was umgeben von einem

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wunderschöne Natur

hübschen Garten mit vielen Pflanzen und wiederum kleinen Fales, direkt an der Küste liegt. Natürlich ließen wir es uns nicht entgehen direkt hinunterzuklettern, um eine Runde schwimmen zu gehen.
Nachmittags füllte es sich dann langsam und wir nahmen auch noch ein Bad in den Rock Pools, kleinere Steinbecken, die durch überschwappende Wellen gespeist werden, erkundete bei einem kleinen Spaziergang die komplette Anlage und entspannten uns mit tollem Blick aufs Wasser. Wir wären auch gerne noch in einer der tollen Buchten schwimmen gegangen, aber es gab leider keinen geeigneten Einstieg und die Strömung war zu stark, um das gesamte Stück zu schwimmen.
dsc00487Als die Flut zurückkam und wir gerade nochmals im Te Sua badeten, konnten wir die Wellenbewegung auch dort drinnen noch deutlich spüren. Ich hätte eigentlich noch sehr gerne ein richtig schönes Bild gehabt wie ich im Te Sua schwimme, aber es waren nun einfach zu viele andere Besucher dort und man erkannte mich auf den Bildern nicht mehr wirklich.
Am späten Nachmittag wurden wir dann wieder abgeholt und durften direkt noch eine typische samoanische Transportart testen: diesmal ging es auf die Ladefläche eines Pickups. Auf alle Fälle war es auch eine coole Erfahrung so die Küste entlangzufahren, auch wenn wir erstmal erstaunt waren so abgeholt zu werden.

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gestrandet auf einer einsamen Insel 🙂

Am Freitag stand dann auch schon unser letzter Ausflug des Urlaubs an. Wir wollten unbedingt noch mit Meeresschildkröten in freier Natur schwimmen und die Einheimischen empfohlen uns hierfür die Insel Namua zu besuchen. Also machten wir uns morgens auf zum Lalomanu Beach und setzten dann mit einem kleinen Elektroboot über. Es war zwar mal wieder anders als erwartet, da uns vorher von einer „Bootstour“ erzählt wurde, aber auch so war es wunderschön. Wir waren mit einer Argentinierin, die auch bei uns in der Anlage wohnte, und einer älteren Frau, die nachmittags noch kam, die einzigen

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eine kunterbunte Unterwasserwelt

Touristen und man hatte echt das Gefühl man sei auf einer dieser einsamen Insel, die man aus allen möglichen Filmen kennt, gestrandet. Es gab wieder einen wunderschönen kleinen Strand mit Fales und dahinter ein Waschhaus sowie das Haus des Inselbesitzers. Die restliche Insel war sehr grün bewachsen und in der Mitte gab es einen Berg.
Auch hier mussten wir natürlich direkt schnorcheln gehen und ich persönlich fand es noch toller als in Apia. Es gab deutlich mehr Fische und dazu auch noch andere Arten. Durch die Strömung war es zwar auch deutlich anstrengender, aber das nahmen wir gerne in Kauf. Einzig die Tatsache, dass wir beim ersten Schnorchelgang keine Schildkröte sahen, war ein bisschen enttäuschend.
img_5061Nach einer Pause im Schatten, einem Bad und dem Versuch auf bzw. um die Insel zu laufen (Merle, Melanie & Celine versuchten auf den Berg hochzulaufen, was leider kläglich scheiterte und Julia, Merle und ich wollten drum herumlaufen, aber die wiederkommende Flut machte uns einen Strich durch die Rechnung), wollten wir nochmal alle zusammen schnorcheln gehen. Auch diesmal war zuerst keine Schildkröte in Sicht, aber plötzlich sah

ich, dass sich etwas Größeres einige Meter von uns entfernt im Wasser bewegte. Ich rief sofort die Anderen und gemeinsam schwammen wir dem Tier hinterher und es war

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eine wunderschöne Erfahrung

tatsächlich eine Meeresschildkröte! Sie war etwas so lang wie mein Arm und total zahm. Nachdem wir anfangs ein wenig vorsichtig waren und nur neben ihr herschwammen, trauten wir uns auch sie zu streicheln. Es war so ein supertolles Gefühl und mein persönliches Highlight der Reise. Sie schien auf uns zu reagieren und unterbrach ihre Futtersuche, um mit uns weiter oben an der Wasserwasseroberfläche zu schwimmen. Wäre es nicht auf Dauer so anstrengend gewesen, hätte ich sie echt ewig verfolgen können, aber die Strömung war nun nochmal deutlich stärker als am Vormittag und auch trotz Flossen musste ich feste paddeln.
Wieder am Strand mussten wir uns auch schon bald auf den Rückweg mit dem Boot und dann zu unseren Beach Fales machen.

 

dsc00507Abends durften wir (weil wir traurig waren die wöchentliche Show am Samstag zu verpassen) noch bei der Probe hierfür dabei sein. Es war zwar alles ein wenig chaotisch, aber echt interessant ein Stück der Kultur der Islander kennenlernen zu dürfen. Als wir uns danach noch ein wenig mit den Einheimischen sowie dem Chef der Anlage unterhielten, luden sie uns zu einer Feuershow am Wasser ein. Auch das war echt toll, da der Tänzer es echt drauf, ich hingegen hatte mehr Angst mein eigenes Kleid anzuzünden als sie uns im Anschluss aufforderten es auch einmal zu probieren. Wir blieben dann noch mit ihnen unten am Wasser und hatten einen super Abend. Nachts gingen wir dann noch im Meer schwimmen und konnten diesmal noch deutlich mehr Sterne sehen. So ging auch unser letzter Abend dann langsam zu Ende.

Der nächste Tag, der zugleich unser Abreisetag war, ließen wir nochmal entspannt angehen und genossen zum letzten Mal unseren Hausstrand. Nachmittags wurden wir dann noch mit einer weiteren Kokosnuss überrascht, die einer der Jungs für uns frisch von der Palme holte und wir mussten feststellen, dass die richtigen Kokosnüsse auch echt lecker sein können (die davor hatten uns nämlich nicht so überzeugt).
Gegen Abend war es dann auch Zeit unsere Koffer zu packen und sich langsam mit dem Shuttle auf Richtung Flughafen zu machen. Wie versprochen zeigte uns der Chef persönlich vor unserer Abfahrt noch den samoanischen Haka. Auch wenn wir alle noch liebend gerne länger im Paradies geblieben wäre, ging für uns eine unvergessliche Woche zu Ende und nach einem kleinen Abendessen stiegen wir um kurz nach zehn in den Flieger zurück Richtung Auckland.

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Northlands, Mount Wellington & Mission Bay

Ich habe mir es gerade auf der Terrasse in der Sonne bequem gemacht und finde jetzt mal wieder die Zeit euch über die vergangenen drei Wochen zu berichten.
Heute ist es endlich mal richtig warm und ich habe fast den ganzen Tag draußen mit den Kids verbracht. Erst war ich mit Cooper, zwei Freundinnen und deren Kids am Strand und heute Nachmittag haben wir im Hof Wasserbomben gemacht und mit Kreide gemalt. Zwar ist das Wetter noch von Tag zu Tag wechselhaft, aber ich genieße jeden tollen Tag und man merkt jetzt schon, dass man die Sonne hier unten sehr leicht unterschätzt.

Am ersten Wochenende, nachdem ich aus Wellington wieder daheim war, ist leider so gut wie gar nichts spannendes passiert. Ich hatte den Dauerregen in Neuseelands Hauptstadt echt nicht gut verkraftet und war mal wieder total erkältet. Dazu kam, dass das Wetter echt beschissen war, es regnete fast drei Tage durch und ich konnte noch nicht mal am Strand spazieren gehen. So verbrachte ich viel Zeit zuhause und traf mich ansonsten mit Freunden auf dem Nightmarket, im Café sowie im Shoppingcenter.

Nach dem Wochenende begannen dann auch hier unten die Frühlingsferien, was doch immer ziemlich anstrengend ist, da man viel unternimmt und auch sonst zwei Kinder beschäftigt werden möchten. Wir nahmen an einem Trip zur Feuerwache teil, backten, gingen ins Kino, bastelten, besuchten den Zoo, gingen ins Schwimmbad, schauten uns Reptilien beim Ferienprogramm und einiges mehr.

Nach dem vorangegangenen Wochenende war mir klar, dass ich mal wieder raus von hier musste und so entschied ich mich spontan mit Jasmin, Kristina (ein Au Pair, das ich über Jasmin kenne), Meike sowie Savannah (beide aus meiner Coffeegroup) in den Norden zu fahren. Da das doch echt weit zu fahren ist, machten wir uns schon freitags nach der Arbeit auf den Weg nach Paihia und übernachteten dort im Hostel. So konnten wir direkt samstags Richtung Cape Reinga starten, was ganz im Norden Neuseelands liegt. Nach nochmal drei Stunden Fahrt kamen wir dann endlich an und auch wenn es bedeckt war hatten wir echt Glück mit dem Wetter. Die Natur dort oben ist echt schön und so liefen wir erst zum bekannten Leuchtturm, an dem der Pazifik und die Tamansee aufeinandertreffen und machten es uns danach auf einem Nachbarhügel bequem. Trotz Nebensaison waren dort echt viele Leute unterwegs und ich will gar nicht wissen wie voll es dort im Sommer wird.

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als sei man in der Wüste

Im Anschluss ging es für uns weiter zu den Giant Sanddunes, wo es dann auf einmal richtig heiß war. Wir machten das Schnäppchen des Tages und bekamen für den Preis von einem gleich drei Bretter zum Sandsurfen und so machte ich mich mit Meike und Savannah auf den Weg zur Spitze einer der Dünen. Auch wenn der Aufstieg mega anstrengend war, vergaßen wir dies beim Heruntersausen wieder ganz schnell. Aber das seht ihr am besten selbst in dem kurzen Video 🙂 (https://www.dropbox.com/s/gb2bjg9a7bknkaf/IMG_4645.m4v?dl=0).
Als wir platt waren kehrten wir zum Auto zurück und fuhren zu unserem letzten Stopp des Tages, an den 90 Miles Beach, der ein offizieller Highway ist (aber eigentlich fahren dort nur ein paar geländefähige Autos und extra dafür gedachte Touristenbusse). Trotzdem war es eine coole Erfahrung und wir hätten mit einem entsprechenden Auto bestimmt auch mal eine Runde gedreht ;-). Aber auch zu Fuß war echt echt lustig, da der Sand so fein ist, dass es die ganze Zeit quitscht wenn man darauf rumläuft.


Geschafft aber glücklich kehrten wir dann im Anschluss ins Hostel zurück, wo wir den Abend in einem Restaurant sowie später im Whirlpool ausklingen ließen.
dsc09928Da wir samstags doch relativ früh aufgestanden waren, gingen wir es Sonntag dann etwas ruhiger an. Trotz des schlechten Wetters wagten wir den Versuch mit der Fähre nach Russel überzusetzten, wo wir an einem Strand sowie an der Meerpromenade waren. Doch während es bei unserem ersten Halt nur ein wenig tröpfelte, schüttete es später wie aus Eimern. So tranken wir entspannt einen Kaffee und entschieden uns langsam mit mehreren Stopps zurück Richtung Auckland zu fahren.
So schauten wir uns zuerst die Hundertwassertoiletten in Kawakawa an, machten einen kleinen Spaziergang um die Whangerei Falls und waren auch in Whangerei selbst ein wenig unterwegs. Dort war vor allem die Uferpromenade mit ihren verschnörkelten Gebäuden sehr schön, aber wir schauten auch eine ganze Zeit den beiden Mönchen in der Kunstgalerie zu, die seit über eine Woche an einem wunderschönen Sandbild arbeiteten. Als dann auf einmal wieder die Sonne rauskam und es augenblicklich super warm wurde, wollten wir den Tag noch an einem Strand ausklingen lassen. Da uns in der Touristeninformation der Bream Bay empfohlen wurde, setzten wir uns wieder ins Auto und fuhren nach Waipu.
Dort erkundeten wir erst noch die bekannten Waipu-Caves, die nachdem wir unsere Angst vor Dunkelheit, nassen Füßen sowie Aalen überwunden hatten richtig toll waren. Es gab dort viele neuseeländische Glowworms, die wir schon aus Waitomo kannten, und die sehr viel Ähnlichkeit mit einem nächtlichen Sternenhimmel haben. Einfach wunderschön!
Dann gings aber endlich an den Strand, der mit dem Blick auf die Whangerei Heads richtig schön war. Spontan entschieden wir uns baden zu gehen und so war ich zum ersten Mal hier unten im Meer :-). Besser hätte das Wochenende echt nicht enden können!
Nach einem Stopp fürs Abendessen kamen wir am späten Abend wieder daheim an und auch wenn ich zwischenzeitlich einmal das Gefühl hatte wir säßen nur im Auto, hat sich das Ganze echt gelohnt.

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Blick vom Mount Wellington

Das vergangene Wochenende mussten wir uns u.a. um die Planung unserer Reise über die Südinsel kümmern (aber dazu mehr sobald wir gebucht haben). Nachdem wir das freitags erledigt hatten, nutzen Julia und ich samstags vormittags das tolle Wetter mal wieder einen der Vulkanhügel in Auckland zu besteigen (wir haben uns vorgenommen bis Ende unserer Zeit hier unten

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wir genießen das tolle Wetter

mindestens einmal auf jedem gewesen zu sein). Diesmal war der Mount Wellington direkt bei mir in der Nähe an der Reihe. Von oben hatten wir eine richtig tolle Aussicht auf Rangitoto, aber auch meine momentane Wohngegend und auf die City hatten wir einen guten Blick. Nach einem Spaziergang um den doch relativ großen Krater, hatte Julia noch einen kurzen Walk um den Orakei Basin rausgesucht, der auch ganz nett war,

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hier lässt es sich leben 🙂

bevor es dann endlich zum Sonnengenießen nach Mission Bay ging. Das ist eines der It-Viertel von Auckland, welches direkt an der Strandpromenade gelegen ist. Bei dem schönen Wetter war es dort richtig voll, aber wir setzten uns einfach mit einer Abkühlung vom Starbucks in die erste Reihe, sodass uns dies nicht wirklich störte.
Als ich später noch schnell eine Runde im Sylviapark war, um ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, durfte ich live mitansehen welchen Hype eine einzige H&M-Filiale ausüben kann 😀 (ihr müsst dazu wissen, dass eine Woche vorher dort der erste H&M Neuseelands aufgemacht hatte). Ich wollte mir eigentlich schnell nur einen einfachen schwarzen Cardigan kaufen, da ich meinem im Fitnessstudio verloren habe. Aber bei der langen Schlange davor, überlegte ich mir das dann doch nochmal ganz schnell anders.
Sonntags war ich mit Jasmin, deren Zeit als Au Pair leider ab morgen vorbei ist, und ihrem Nachfolger- Au Pair Juilette verabredet. Auch wenn wir gemeinsam nicht so viel gereist sind, werde ich sie echt vermissen, da wir einfach unter der Woche echt viel miteinander gemacht haben und der eine immer für den anderen zur Stelle war falls irgendetwas nicht so lief wie geplant. Deswegen war es mir auch echt wichtig nochmal Zeit mit ihr zu verbringen, da aber das Wetter leider wieder total regnerisch war fuhren wir erst nochmal kurz in den Sylviapark und schlenderten dann durch Ponsonby, auch ein Stadtviertel, in welchem es viele süße kleine Läden und schöne Cafés gibt.

 

So der Stand bis heute :-). Die nächsten Wochenenden werde ich viel unterwegs sein, deswegen weiß ich noch nicht wann ich das nächste Mal zum Blogschreiben komme, aber ihr dürft gespannt sein!

Alleine nach Wellington

Nun kommt endlich mein Bericht über den Trip nach Wellington letztes Wochenende. Es war ja mein erster Ausflug komplett alleine und ich hätte nicht gedacht, dass es so gut wird, aber bis auf das beschissene Wetter (es hat Samstag und Sonntag komplett durchgeschüttet) und das nicht so tolle Hostel, hatte ich echt eine mega Zeit.

Freitags habe ich mich vormittags, nachdem die Kids aus dem Haus waren, auf den Weg zum Flughafen gemacht. Da ich mit Bus und Bahn unterwegs war und man hier nie weiß ob die fahren (10-15 Minuten Verspätung bei einem Bus ist hier keine Besonderheit), hatte ich extra eine frühe Verbindung rausgesucht. Natürlich hat dann ausnahmsweise alles super geklappt bzw. konnte ich sogar noch einen früheren Bus nehmen, weil der soviel Verspätung hatte. Aber naja was solls besser so als zu spät :-).
Nach nur 45 Minuten Flug bin ich dann gegen viertel vor vier in Wellington gelandet und mit dem Airport-Shuttle in die Stadt gefahren. Dort habe ich kurz meine Sachen abgestellt und mir dann bei einem Spaziergang einen ersten Eindruck von der Stadt gemacht. Es war zwar typisches „Wellingtonwetter“ (sehr windig), dennoch hat mir die Uferpromenade und die Innenstadt sehr gut gefallen.


Zurück im Hostel bin ich mit Katherine, einer Schottin, ins Gespräch gekommen, die für den Abend mit einer anderen Deutschen verabredet war. Zu dritt haben wir uns dann auf zum Nightmarket gemacht, der viel kleiner als der bei uns ist, aber dafür waren dort nicht so viele Asiaten und es herrschte ein anderes Flair. Den Abend ließen wir dann im Anschluss in einem einem coolen Pub ausklingen.

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ganz viele verschiedene selbstgemachte Sachen

Samstag morgen hat es dann schon als ich aufwachte geschüttet und so machten Katherine und ich uns wenig später auf zum Undergroundmarket, wo es total schöne selbstgemachte Sachen gab. Ich hätte hier ewig bleiben können, aber mal wieder bemühte ich mich nichts zu kaufen, weil mein Gepäck ja eh sehr beschränkt ist. Weiter ging es wegen des Wetters ins Te Papa, das Nationalmuseum Neuseelands. Erst war ich gemeinsam mit Katherine unterwegs, aber sie verabschiedete sich dann, weil sie noch an dem Tag weiter Richtung Norden reisen wollte. Die Ausstellungen waren echt interessant (besonders die in den oberen Etagen zu den Maoris, Ursprüngen Neuseelands und die Veränderungen bis heute…), aber einfach zu groß, sodass mich die Lust irgendwann verließ mir den Rest anzuschauen.


Glücklicherweise hatte es aufgehört zu regnen und so lief ich zu den weltbekannten Cable Cars. Doch im Bezug auf das Wetter hatte ich echt eine Pechsträhne und so fing es wieder an als ich gerade mein Ticket gekauft hatte und auf dem Weg nach oben war. Also legte ich erst mal einen kurzen Stopp im Cable Car Museum ein, entschied mich aber dann trotz des Wetters mir den botanischen Garten nicht entgehen zu lassen. Es war zwar ein wenig nass ;-), aber gleichzeitig superschön, da sich kaum ein anderer dorthin verirrt hatte und der Garten ganz anders wirkte als bei strahlemden Sonnenschein. Ich hatte zwar nicht damit gerechnet, aber dies war wieder einer der Momente, der einem zeigt weshalb man hier unten am anderen Ende der Welt ist. Aber nach einiger Zeit war ich dann nur noch nass und mir war auch ziemlich kalt, sodass ich mich auf den Rückweg zum Hostel machte.


Mein Abend war dann etwas chaotisch, weil die meisten Leute aus meinem Hostel Longterms (d.h. sie wohnen im Hostel für längere Zeit, um in Wellington zu arbeiten) waren und nicht wirklich etwas mit neuen Leuten zu tun haben wollten. Deswegen hatte ich mich eigentlich mit ein paar anderen Au Pairs verabredet, die in einem anderen Hostel wohnten. Doch irgendwie gab es Probleme mit der Kommunikation, weshalb ich ziemlich froh war als mich beim Essen ein anderer Deutscher anquatschte und mich mit zu einem Haufen verrückter Südamerikanern nahm. Auch wenn die zu Beginn hauptsächlich spanisch sprachen, waren sie echt nett und so kam es, dass ich am Ende spontan mit ihnen feiern ging und einen super Abend hatte.

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Neuseeländische Parlament mit Bücherei

Am nächsten Morgen war ich trotzdem wieder relativ früh wach, da es im Hostel einfach total unruhig war. Ich entschied mich dann, weil es schon wieder Binnfäden regnete, eine Tour durchs Parlament zu machen. Bis ich dort ankam war ich zwar schon wieder komplett durchnässt, aber die Führung war echt gut: nicht zu lang und ich konnte einiges darüber erfahren wie Neuseeland regiert wird.
Nach der Tour unterhielt ich mich noch kurz mit zwei Empfangsmitarbeitern, die mir den Tipp gaben das Regenwetter doch für einen Besuch im Wellington Museum zu nutzen. Ich hatte zwar nicht so viel Lust schon wieder ein Museum zu besuchen, aber was blieb mir anderes übrig. Doch leider gefiel es mir nicht im Ansatz so gut wie das Te Papa und so kürzte ich meinen Rundgang „ein wenig“ ab.
Da ich nicht zurück ins Hostel wollte entschied ich mich spontan noch zu den Weta Caves zu fahren, wo ich eigentlich gar nicht hinwollte (dachte es dreht sich dort wieder alles nur um Hobbit sowie Herr der Ringe). Für alle, die mit Weta Caves nichts anfangen können, es handelt sich hier bei um eine Firma, die von einem Puppenbauerpaar gegründet wurde, und seit den Anfängen von Peter Jacksons Karriere Kostüme, Waffen und andere Requisiten für seine Filme herstellt. Mit der Zeit hat die Firma Berühmtheit erlangt und bekommt Aufträge aus der ganzen Welt (neben Peter Jacksons Filmen z.B. Narnia, Avatar und die Tribute von Panem). Im ersten Moment war ich vom Museum und dem Shop ein wenig enttäuscht, aber dann schaute ich mir den Film zu der Entwicklung der Weta Caves an, der mich total überzeugte. So kaufte ich mir kurzfristig doch noch ein Ticket für den Workshop, eine Führung in der man viel über die Herstellung sowie Filmtechnik erfährt und viele Teile zu sehen bekommt. Es war echt richtig gut gemacht und man konnte auch als Herr der Ringe-/ Hobbitlaie viel mitnehmen. Ich wusste z.B. gar nicht, dass Neuseeland so eine große Filmindustrie hat.


Der restliche Abend war dann relativ entspannt, weil ich ziemlich müde war. Nachdem ich noch einen kurzen Spaziergang durchs dunkle Wellington gemacht hatte, unterhielt ich mich noch ein wenig mit einem der Spanier vom Vorabend und ging schlafen.

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Blick auf Wellington

Montag war dann bereits mein letzter Tag, dafür aber der erste trockene, weswegen ich noch einiges vorhatte. Zuerst einmal lief ich auf den Mount Victoria, was echt anstrengend war, weil es total matschig war. Die Aussicht war dagegen eher enttäuschend, da es total dissig war, aber zumindest bin ich oben gewesen :-).
Aus der City heraus nahm ich dann einen Bus heraus zum Red Rock Reserve oder eher gesagt in die Nähe davon, denn ich musste noch 2,5 km laufen bevor ich überhaupt dort ankam. Aber es lohnte sich total, denn schon die Küste nahe meiner Bushaltestelle war richtig schön und so entschied ich mich am Wasser statt an der Straße langzulaufen. Dort traf ich eine Frau, die mir kleine, wunderschöne Muscheln, welche für Neuseeland bekannt sind, zeigte und als wäre es eine Art Bestimmung gewesen fand ich nur wenige Meter weiter eine riesengroße. Aber das sollte nicht das einzige Highlight des Tages bleiben, denn die Natur im Reserve war noch besser. Auf der einen Seite waren die grünbewachsenen, steilabfallenden Berge und auf der anderen die schroffe Küste. Dazu hatten sich hierhin an diesem Tag kaum Touristen verirrt und so begegnete ich nur wenigen Spaziergängern. Ich fühlte mich so frei und der Ausflug war der absolute Höhepunkt des Wochenendes. Nach einiger Zeit erreichte ich auch endlich die Red Rocks und wollte noch weiter zu den „Seals“ laufen, die in einer wilden Kolonie nur ein bisschen weiter leben. Doch dazu hätte ich einen Fluss durchqueren müssen, der wegen des ganzen Regens nicht gerade klein war. Da ich meine Kamera dabei hatte, alleine unterwegs war und abends pünktlich am Flughafen sein wollte, entschied ich mich dann dagegen und machte mich auf den Rückweg. Aber zufällig entdeckte ich plötzlich auf dem Rückweg einen einzelnen Seehund und freute mich total über ihn (denn immerhin war ich eigentlich wegen ihnen hier rausgefahren und gelaufen). Der restliche Weg zock sich trotz sich dann trotz toller Natur ziemlich und ich war froh als ich im Bus zurück in die Stadt saß.

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Dort ging es nochmal schnell zum Hafen, bevor ich eine Kleinigkeit aß und meinen Rucksack aus dem Hostel abholte. Dann war es auch schon Zeit sich auf den Weg zum Flughafen zu machen, wo ich coolerweise spontan noch auf Verena von meinen Orientierungstagen traf. Nachdem wir ein paar Minuten gequatscht hatten, musste ich dann auch einchecken, um pünktlich am Gate zu sein und ehe ich mich versah waren wir auch schon wieder in Auckland.

So ging ein echt super Wochenende, an dem ich lernte, dass es auch total toll sein kann ein wenig alleine zu reisen, zu Ende. Auch wenn ich es natürlich nicht gegen die Roadtrips mit meinen Mädels tauschen möchte :-). Ansonsten war ich ein wenig froh wieder mein eigenes Zimmer zu haben, da das Hostel echt nicht so der Bringer war und so schlief ich auch direkt mal 12h am Stück (da fragt auch keiner mehr wer die letzten Nächte nicht gut geschlafen hat). Dennoch ist Wellington eine tolle Stadt (vielleicht noch ein wenig besser bei tollem Wetter) und ich bin mehr als froh, dass ich „gezwungenerweise“ (hätte ich nicht so kurzfristig freigehabt wäre ich wahrscheinlich nur für samstags hin & sonntags wieder zurück geflogen) so viel Zeit in Wellington hatte. Fazit: Die „kleinste coolste Hauptstadt der Welt“ sollte auf einer Reise durch Neuseeland auf keinen Fall fehlen ;-).

Chillerwochenende, schwarzer Sand in Karekare & Surfer beobachten bei Raglan

Die letzten beiden Wochen sind wieder wie im Flug vergangen und so ist es mal wieder Zeit für einen neuen Blog.
Zuerst einmal gibt es zuerst einmal jedoch zwei Neuigkeiten, was meine Reisepläne in den nächsten Wochen betrifft. Zum einen werde ich Ende Oktober für sieben Tage mit Julia, Melanie, Merle und Celine nach Samoa, eine Südseeinsel in der Nähe von Fidschi, fliegen. Die Idee hatten wir schon länger, insbesondere weil ab November/Dezember dort die Regenzeit beginnt und dann erst endet wenn wir eigentlich schon wieder auf dem Heimweg sind, sodass dann für uns die einzige Chance ist dort Urlaub zu machen. Nachdem wir uns erstmal überwunden hatten unsere Hostparents nach Urlaub zu fragen (solche Fragen gehören nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen eines Au Pairs ;-)), konnten wir uns wenig später schon um die Flüge etc. kümmern. Hingegen unserer Befürchtungen könnten sie uns nämlich total verstehen und bemühten sich, dass wir alle zur gleichen Zeit frei bekamen. Zuerst kümmerten sich Julia und ich um die Flüge und hatten nach einigen Stunden auch was passendes gefunden und vorletzten Samstag trafen wir uns dann zu fünft bei mir um nach einer Unterkunft zu schauen. Schließlich einigten wir uns die ersten drei Nächte in einem Hotel in Apia zu verbringen und die übrigen vier in Beachfales (zwar nicht der pure Luxus dafür aber direkt am Strand und die typische Ferienunterkunft Samoas :D) im Südosten der Insel. Da die Planung jetzt soweit abgeschlossen ist, steigt bei uns allen die Vorfreude.
Zum Anderen hat mich meine Hostmum letzte Woche beim Dinner damit überrascht, dass ich nächste Woche Montag und Dienstag frei habe, da sie sich mit ihrer Schwester am Skihaus treffen und ich leider nicht mitkann, weil es schon so viele Leute sind. Im ersten Moment war ich wirklich ein wenig geschockt, da ich in der Woche darauf schon 2,5 Tage frei habe (ihre Schwester kommt extra aus Australien und dann will sie natürlich auch Zeit haben mit ihr was zu unternehmen) und echt nicht wusste was ich mit der ganzen Zeit anfangen soll :D. Sie hat dann aber vorgeschlagen, ich könnte ja auch irgendwohin in den Urlaub fahren und so habe ich mich innerhalb von knapp 3h entschieden für vier Tage nach Wellington zu fliegen und alles gebucht. Da die Flüge für freitags einfach viel billiger waren, geht es jetzt bereits morgen los und Montag Abend dann wieder nach Auckland. Weil das Alles so spontan ist und ich vor allem zum ersten Mal alleine unterwegs bin, bin ich schon ziemlich aufgeregt und freue mich :-).

Jetzt aber wieder zurück zu meinen Wochenenden. Vorletztes Wochenende war eigentlich das unspektakulärste Wochenende, das ich bin jetzt hier unten hatte :D, aber das war auch mal nötig. So haben wir uns zum Einen, wie schon geschrieben, um unseren Urlaub auf Samoa gekümmert und zum Anderen war ich endlich mal beim Frisör hier unten, was echt mal nötig war. Ansonsten sind wir nur ein wenig im Shoppingcenter unterwegs gewesen und haben bei mir gechillt.

Das vergangene Wochenende war hingegen wieder spannender, auch wenn wir sowohl für Samstag als auch für Sonntag unsere Pläne kurzfristig ändern mussten :-). Samstag wollten wir nochmal in die Regenwälder bei Auckland und dort zu Wasserfällen bzw. eine Wanderung machen. Aber nachdem Julia, Melanie und Celine alle mindestens einmal im Matsch gelandet waren und wir aussahen als hätten wir eine Schlammschlacht veranstaltet, brachen wir das Ganze ab, weil es einfach zu nass war. Stattdessen entschieden wir uns dann das tolle Wetter mit einem Strandbesuch in Karekare zu nutzen. Doch auch das war leider gesagt als getan :D, denn auch hier hatte der Regen der letzten Tage seine Spuren hinterlassen und man könnte den Strand nicht trockenen Fußes erreichen. Dort angekommen war es dann aber mega schön, wir picknickten in den Dünen, liefen den schwarzen Strand entlang und kühlten unsere Füße im Wasser ab. Für einen Frühlingstag war es echt tolles Wetter und der Strand war dennoch fast leer (nicht so wie der Nachbarstrand Piha, den wir schon mal relativ am Anfang unserer Reise besucht hatten).


Abends musste ich zum allerersten Mal babysitten und ich nutze die leere Küche mit einer Freundin zum Kochen, es gab total leckere Vollkornpizza!
Am nächsten Tag wollten wir nach Hamilton in die botanischen Gärten. Im Internet waren die Beschreibungen und das Werbevideo dazu echt schön, dennoch war es ein Reinfall. In vielen Beeten war mehr Unkraut als Blumen und mehrere Bereiche waren komplett gesperrt, so entschieden wir uns stattdessen nach Raglan weiterzufahren. Eine Kleinstadt an der Westküste, die fürs Surfen bekannt ist. So wurde der Tag dann doch noch zum Erfolg! Es war wieder supertolles Wetter und wir verbrachten auch hier den Mittag am Strand und schlenderten ein wenig durch Raglan. Zum Abschluss gings dann noch zu einem der bekannten Surferspots und es machte echt Spaß die Wellenreiter zu beobachten. Sie hatten total unterschiedliche Erfahrung und während die einen Schwierigkeiten hatten überhaupt aufs Bord zu kommen, sah es bei Anderen aus als hätten sie noch nie etwas anderes in ihrem Leben gemacht. Am späten Nachmittag machten wir uns dann wieder auf den Weg zurück nach Auckland.

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Jetzt muss ich morgen früh nur noch die Kids fertig machen und dann geht es zum Flughafen bzw. nach Wellington. Bin echt gespannt wie es wird, im Moment sind die Wetteraussichten leider nicht so Bombe, aber ich mache natürlich das Beste draus ;-).  Nächste Woche gibt es dann ein paar Bilder,… für euch.

Ausflug nach Rangitoto Island und in den Long Bay Regional Park

Heute melde ich mich mal wieder bei euch vom anderen Ende der Welt :-). Die Zeit rast und die Vorstellung, dass ich nun schon fast 3,5 Monate hier unter lebe ist schon merkwürdig, auch wenn ich natürlich schon super viel erlebt habe.
Vorletzte Woche hatte Kyla dienstags Geburtstag und wurde sechs Jahre alt. Ich hatte ihr

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Kylas Geburtstagstisch

einen Schmetterlingskuchen gebacken und wir haben nachmittags ein wenig zu dritt gefeiert. Abends sind wir dann noch mit meinen Hostparents, Oma und Opa sowie ihrem Bruder und dessen Freundin zum Dinner in ein Restaurant gegangen. Insgesamt war es ein schöner Tag, auch wenn die Geburtstagstraditionen hier unten ein wenig anders sind… so wurde zum Beispiel auch ihr Kindergeburtstag einfach vorgefeiert :D.

Am Wochenende war ich dann samstags mit Julia, Melanie, Merle, Leonie und einem schwedischen Mädchen (alles Leute aus Julias Umgebung) auf Rangtoto. Nach einem etwas  turbulenten Start am Morgen (die Busse hier fahren nach dem Motto „komm ich heute nicht, komm ich morgen“) nahmen wir bei starkem Wind, obwohl eigentlich tolles Wetter gemeldet war, die Fähre auf die Insel. Nach einer etwa 20 minütigen Fahrt waren wir auch schon da. Der Weg zur Spitze des Vulkans war relativ steil und ziemlich überfüllt, weshalb ich erstmal ein wenig enttäuscht war. Von oben hatte man dann aber doch einen tollen Blick auf die Stadt sowie die Nachbarinsel Motutapu, die komplett unberührt aussah. Nach einer Lunchpause liefen wir zu den Lavahöhlen und kletterten durch einige durch. Danach entschieden wir uns für einen langen, jedoch nicht so überlaufenden Weg entlang der Küste nahe der Nachbarinsel. Hier war es richtig schön und ich hätte niemals gedacht, dass ein Vulkan so grün ist, Wälder wechselten sich mit Moorlandschaften, Geröllfeldern, die von Sträuchern bewuchert waren, und der Küstenlandschaft ab. Wir waren froh, diesen Weg genommen zu haben, auch wenn wir anfangs ein wenig Angst hatten wir würden es nicht zurück zu Fähre schaffen. Dennoch legten wir die ein oder andere Pause ein, um das Alles auf uns wirken zu lassen. Einzig negative war der „tolle“ Weg, im Endeffekt wunderte ich mich, weshalb man diesen Trampelpfad überhaupt auf der Wegekarte eingezeichnet hatte, weil er echt schlecht zu laufen war und man wegen dem ganzen Vulkangestein total aufpassen musste, wo man hin trat. Ziemlich platt ,aber voller toller Eindrücke erreichten wir am Nachmittag pünktlich unsere Fähre zurück in die Stadt.

Dort ließen wir uns dann noch einen Kaffee beim Starbucks schmecken, bevor Julia und ich zu mir nach Hause fuhren. Den Abend verbrachten wir auf der Suche nach günstigen Reisepreisen 😉 und mit einem kurzen Besuch auf dem Nightmarket, weil wir dann doch auf einmal ziemlich hungrig waren.
Den Sonntag ließen wir entspannt angehen und chillten am Eastern Beach (meinem Lieblingsstrand in meiner nahen Umgebung). Die Sonne zu Beginn, auch wenn es windig war, und wieder einmal wunderte man sich über das tolle Wetter im Winter :D. Doch schon nach kurzer Zeit zogen ein paar Wolken auf und direkt war es ziemlich kalt. So entschieden wir uns für einen Abstecher ins Botany Town Center und ließen den Sonntag dort ausklingen.

Dieses Wochenende war dann leider wieder schlechteres Wetter gemeldet und so überlegten wir uns zumindest für Samstag Indoorprogramm. Nachdem ich freitags abends mit ein paar Mädels bowlen war, traf ich mich am nächsten Tag mit Julia, Chiara, Marieke und Celine (die kommt auch aus Julias Nähe) in der City. Wir hatten ein Escapegame gebucht, dabei ist man als Gruppe in einem Raum gefangen und muss sich innerhalb von einer Stunde durch das Lösen von Rätseln und anderen Aufgaben befreien. Ich hatte so etwas vorher noch nie gemacht, aber es machte viel Spaß, auch wenn wir das ein oder andere Verständigungsproblem hatten (wir konnten über ein Walk-Talky nach Tipps fragen, doch die Frau verstand man einfach superschlecht) :D. Das war auch der Grund weshalb wir 62 Minuten brauchten, dennoch waren wir stolz auf uns.
Im Anschluss liefen wir dann in den Silo-Park, der am Hafen ist, und schauten uns dort um, da von uns es dahin noch keiner dorthin geschafft hatte. Aber ist auf alle Fälle ein toller Ort, an den wir wahrscheinlich spätestens im Sommer bei tollem Wetter zurückkehren werden. Ansonsten aßen wir noch Eis, liefen durch die City… .
Am Sonntag fuhren wir dann mit einer großen Gruppe (Julia, Chiara, einige Leute aus St. Heilers und ich) in den Long Bay Regionalpark in Nordauckland. Das Wetter war wieder ziemlich gut und so ließen wir uns erstmal am Strand nieder, der auch richtig schön war. Als dann kurzzeitig die Wolken die Sonne verdeckten, machten wir uns auf zu einem kurzweiligen Spaziergang durch den kleinen Regenwald, über grüne Wiesen mit Aussicht auf wunderschöne Buchten und am Meer entlang wieder zurück am Strand. Echt toll wie vielfältig die Natur hier unten einfach ist und dass sie sich so schnell verändert. Hinter dem Strand gabs auch noch einen großen Park, den bei dem tollen Wetter viele zum Grillen nutzen. Auch der Strand hatte sich mittlerweile echt gefüllt und es nutzen einige Kiwis den Strand für einen Spaziergang oder aber auch für ein Bad im Meer trotz Winter (typisch Kiwis eben :D).

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